Fußball-Oberliga Frauen VfL Herrenberg patzt im Titelrennen

Dämpfer für den VfL Herrenberg: Co-Trainer Steffen Bohle und Coach Steven Riechers (v. li.) müssen einen überraschenden Rückschlag hinnehmen. Foto: Schuon

Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg lassen in der Oberliga erstmals in diesem Jahr Punkte liegen. Der VfL Sindelfingen Ladies setzt seine Achterbahnfahrt in der Verbandsliga fort. Der TSV Grafenau steht wieder an der Tabellenspitze der Regionenliga, Staffel IV, der SV Nufringen hat einen Lauf.

Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg müssen mit dem 0:1 beim FSV Waldebene-Ost im Oberliga-Titelrennen einen Rückschlag hinnehmen. Erst das zweite Mal in dieser Saison blieben sie ohne Torerfolg, beide Male verloren sie. „Zugegeben, das war ein echter Dämpfer“, sagte Trainer Steven Riechers. „Doch der Zug ist noch nicht abgefahren.“

 

Seine Schützlinge waren spielbestimmend. „Aber wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht auf den Platz bekommen.“ Es fehlte die nötige Präzision und Konsequenz. Dazu musste der Coach auf Torhüterin Ann-Cathrin Maurer verzichten, für sie hütete Torjägerin Annika Schmidt den Kasten. Sie hat ihre Sache zwar sehr gut gemacht, allerdings war zu sehen, dass sie auf dem Feld fehlte. Zu allem Übel erzielte Maike Bendfeld nach einem Fehlpass der Keeperin das 1:0 aus 23 Metern (23.). „Da mache ich ihr gar keinen Vorwurf“, betonte der Coach.

Auf der Gegenseite verzog Tiffany Schiewe den möglichen Ausgleich. Jedoch verpassten auch die Gastgeberinnen bei einem Lattentreffer eine höhere Führung. Nun liegt der Fokus beim Gäu-Klub auf dem WFV-Pokal-Halbfinale am Donnerstag (19 Uhr), dann ist Liga-Konkurrent TSV Tettnang zu Gast. „Wir wollen unbedingt ins Endspiel“, untermauert Riechers.

Der VfL Sindelfingen Ladies setzt seine Achterbahnfahrt in der Verbandsliga-Rückrunde mit dem 2:0-Erfolg gegen den SV Musbach fort. „Wir sind fokussiert ins Spiel gegangen und haben dem Gegner den Schneid abgekauft“, freute sich Teammanager Marc Pflieger. Annika Hagemann nutzte zwei der zahlreichen Möglichkeiten (11., 85.). „Wir haben verdient gewonnen und endlich mal wieder zu Null gespielt. Der Gegner konnte uns wenig entgegensetzen.“ Nun steht eine vierwöchige Pause an. „Die wollen wir nutzen.“

Der TSV Grafenau steht nach dem 6:2-Erfolg bei der SG Stetten/Hechingen wieder an der Tabellenspitze der Regionenliga, Staffel IV – und hat sogar noch eine Partie in der Hinterhand. „Dieser Sieg tut doppelt und dreifach gut“, freute sich Trainerin Nina Steger. „Endlich konnten wir uns mal wieder belohnen.“ Julia Steger (17., 63.) und Yvonne Wurmbrand (40., 90.+2) schnürten jeweils einen Doppelpack. Emilie Rapp (64.) und Leslie-Ann Assfalg (90.+5) trafen ebenfalls. „Es war ein kurioses Spiel“, konnte sich die Trainerin ein Grinsen nicht vergreifen. Am Samstag (11 Uhr) steht nun das Halbfinale im Bezirkspokal beim TSV Leinfelden an. „Da wollen wir die Woche perfekt abschließen.“

Auch der SV Nufringen bleibt mit dem 1:0 beim SV Unterdigisheim in der Spur. „Man merkt einfach, dass wir gerade einen Lauf haben“, freute sich Trainerin Kerstin Schmid. „Das Selbstvertrauen ist da.“ Zum Sieg hat der Mannschaft mal wieder ihre Standardstärke verholfen: Selina Dreher erzielte nach einem Eckball das Tor des Tages (42.). „Jetzt freuen wir uns auf ein paar freie Tage.“ Die nächste Partie steht erst Anfang Mai an.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Oberliga Verbandsliga