Den Oberliga-Fußballern des SV Fellbach ist am Samstagnachmittag im heimischen Max-Graser-Stadion der nächste Coup gelungen. Der Aufsteiger um seinen Trainer Tomislav Zoric gewann gegen den Regionalliga-Absteiger VfR Aalen mit 2:1 (0:1) und hat damit sein Punktekonto auf 13 Zähler geschraubt. „Das war ein verdienter und vor allem wichtiger Sieg. Denn wir haben auch in den vergangenen Partien gut gespielt, uns aber nicht belohnt“, sagte Zoric.
Fossi verwandelt Handelfmeter
Als „Geschenk des Himmels“, so der SVF-Trainer, erwies sich in der 72. Minute ein Pfiff des sehr gut leitenden Referees Christoph Busch (Schiedsrichtergruppe Ravensburg), mit dem er ein Handspiel des Aalener Kapitäns Ali Odabas im eigenen Strafraum ahndete. Den fälligen Strafstoß verwandelte der eingewechselte Patrick Fossi zum 1:1. Das Tor fiel in einer Phase, in der die Gastgeber nicht gerade vehement auf den Ausgleich drückten. Es war aber so etwas wie der berühmte Dosenöffner für die Heimmannschaft. Denn nur drei Minuten später hatte sie das Spiel gedreht.
Ausgangspunkt zum 2:1 war erneut Fossi, der nach einer Balleroberung die Kugel im Strafraum in den Lauf von Benjamin Causevic spielte, der sich nicht zweimal bitten ließ (75.). „Wir waren nach der Pause viel zu passiv und haben das Spiel in nur fünf Minuten aus der Hand gegeben“, sagte VfR-Trainer Petar Kosturkov, dessen Team schon nach 18 Minuten mit 1:0 in Führung gegangen war. Nach einer Freistoßflanke hatte Torjäger Willie Sauerborn den Ball unhaltbar ins obere Eck geköpft. Zuvor hätte aber bereits der SVF in Führung gehen können. Nach einem erfolglosen Eckball der Gäste und einem schnellen Umschaltspiel über Nathan Malonga und Yannick Egle, der den finalen Pass zum Torschützen Muhamad Sanyang spielte, entschied der Schiedsrichter auf Abseitsstellung des Letzteren.
Kohler und Miller müssen früh verletzt vom Platz
Insgesamt waren die ersten 45 Minuten ausgeglichen, wobei den Fellbachern vor den rund 600 Zuschauern etwas die Durchschlagskraft nach vorn fehlte. „Wir hatten mit Ball etwas zu viel Respekt und hatten so Probleme, unsere schnellen Außen einzusetzen“, sagte Zoric, der den Sieg allerdings bitter bezahlen musste. So musste bereits nach elf Minuten Jonas Kohler wegen einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Und kurz vor der Pause hatte es dann auch Jamie Miller bei einem Foul auf Höhe der Mittellinie im Zweikampf mit Sauerborn erwischt. Er musste die zweite Hälfte mit einem bandagierten Knöchel auf der Wechselbank verfolgen. Die Verletzungen wiegen um so schwerer, da sich im Abschlusstraining schon der Stürmer Bleart Dautaj einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Er kam mit Krücken ins Stadion. Kaum anzunehmen, dass einer aus dem Trio bis zum nächsten Spiel wieder fit sein wird. Das findet bereits am Donnerstag, 15 Uhr, beim FSV Hollenbach statt.
SV Fellbach: Berisha – Moreno, Miller (46. Fossi), Campanile, Mallet – Binner, Egle, Kohler (11. Hohloch, 85. Bauer) – Sanyang (78. D’Aleo), Causevic, Malonga (89. Strahl).