Fußball-Oberliga: SV Fellbach Es gibt sicher keine Geschenke

Das Hinspiel auf den Fildern hatte es in sich. Nach einem 1:2-Rückstand zur Pause drehte der SVF die Partie und siegte noch mit 3:2. Foto: Günter Schmid

Die Oberliga-Fußballer des SV Fellbach empfangen an diesem Freitag, 19.30 Uhr, im Max-Graser-Stadion Calcio Leinfelden-Echterdingen.

Ende der vergangenen Saison haben die Spieler beider Teams noch ausgelassen gejubelt. Die Fußballer des SV Fellbach über den Gewinn der Verbandsliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Direktaufstieg in die Oberliga. Und die Kicker von Calcio Leinfelden-Echterdingen ebenfalls über den Sprung nach oben, der ihnen als Verbandsliga-Zweite noch über die Aufstiegsrelegation gelungen war. Wenn sich nun an diesem Freitag (19.30 Uhr) die beiden Oberliga-Rivalen im Max-Graser-Stadion erneut gegenüberstehen, haben zumindest schon einmal die Gäste nicht mehr viel zu lachen. Mit gerade einmal 15 Punkten in 31 Spielen und zuletzt zehn Niederlagen in Serie ist der direkte Wiederabstieg beschlossene Sache. Viel mehr noch: Die Wahrscheinlichkeit wird immer größer, dass der Klub von den Fildern die Runde als schlechteste württembergische Mannschaft der 47-jährigen Geschichte der Staffel beenden wird.

 

Die Gäste sind abgestiegen, der SVF darf noch hoffen

Indes: Auch die Gastgeber haben nicht viel Grund zur Freude – auch wenn die Stimmung im Team gut ist, wie der Trainer Tomislav Zoric versichert. Zwar haben sie doppelt so viele Punkte verbucht als der Mitaufstiegskontrahent, um in der Klasse zu verbleiben, müssen sie aber weiterhin punkten und auf Ausrutscher des FV Ravensburg sowie womöglich auf das Aufstiegsglück der TSG Balingen in der Relegation hoffen.

Nach einem Rückstand zur Pause das Spiel noch gedreht

Das Hinspiel auf den Fildern haben die Fellbacher Akteure um die damaligen Torschützen Patrick Fossi, Matteo Binner und Benjamin Causevic mit 3:2 (1:2) gewonnen, obschon sie vor dem kollektiven Jubel einige bittere Pillen hatten schlucken müssen: Erst waren sie bereits nach acht Minuten in Rückstand geraten, dann hatte Patrick Fossi einen Elfmeter verschossen und Luca Campanile ein Eigentor fabriziert.

Dass die Gäste um ihren Trainer Francesco Di Frisco – er hatte Mitte November die Brocken hingeworfen und war dann Mitte Januar wieder eingestiegen – den Fellbachern im Kampf um den Klassenverbleib nicht helfen werden, das steht für Zoric fest. „Die werden einen Teufel tun. Die lassen uns nicht einfach so gewinnen“, sagt er. Zumal die Rivalität bei den Filder-Spielern deutlich größer sein dürfte als bei den Fellbachern. So sind von der Meistermannschaft in Binner, Fossi, Jamie Miller und Felix Dreher nur noch vier Akteure am Ball. Der Rest? „Zu frisch dabei für große Rivalität“, sagt Zoric.

Der Ligaverbleib des SVF wäre eine riesige Überraschung

Der vergangene 3:0-Sieg beim FC Zuzenhausen nach davor sechs Niederlagen in Folge war bei den Fellbachern so eine Art „Frustlöser“ und dürfte für das Saisonfinale noch einmal zusätzliche Kräfte freigesetzt haben. Überdies, sagt Zoric, „haben wir nur noch etwas zu gewinnen und nichts mehr zu verlieren“. Denn sollten die Fellbacher in der Liga verbleiben, wäre das eine riesige Überraschung, sind sie doch vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt worden – unter anderen von Calcio-Sportdirektor und Ex-SVF-Coach Ioannis Tsapakidis. Der hatte vor der Saison gesagt: „Generell fehlen mir die Sinnhaftigkeit und das Verständnis für die Fellbacher Lizenzbeantragung.“ Mittlerweile ist er beim Filderklub nicht mehr im Amt. Anfang des Jahres war sein Vertrag überraschend gekündigt worden.

Fehlen werden beim SVF am Freitagabend Henry Strahl, Niklas Weiß, Jamie Miller und Hazir Shala. Bleart Dautaj ist dafür wieder im Aufgebot. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen von Jonas Kohler und Ibrahim Njie.

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