Fußball-Oberliga: SV Fellbach Hochsicherheitsspiel in Fellbach
Die Oberliga-Fußballer des SV Fellbach empfangen am Samstag, 15 Uhr, den ehemaligen Zweitligisten VfR Aalen.
Die Oberliga-Fußballer des SV Fellbach empfangen am Samstag, 15 Uhr, den ehemaligen Zweitligisten VfR Aalen.
Die Verantwortlichen der Fußballabteilung des SV Fellbach um ihre Leiterin Nicole Sdunek haben ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt, sind seit Wochen mit der Polizeibehörde, der Stadt und dem Fanbeauftragten des VfR Aalen in Kontakt. Und das alles, weil die Oberliga-Partie des SVF am Samstag (15 Uhr, Max-Graser-Stadion) gegen den Regionalliga-Absteiger von der Ostalb als Sicherheitsspiel deklariert wurde. Der Aufwand für den Gastgeberklub ist enorm. Allein 25 Ordner werden im Einsatz sein, ebenso vier Ersthelfer. Für die Gästefans wird es einen getrennten Einlass über die Kienbachstraße geben, einen abgesperrten Fanblock sowie eine eigene Bewirtungsstation. Überdies werden an beiden Einlässen Taschen- und Abtastkontrollen durchgeführt.
Von dem ganzen ungewohnten Drumherum wollen sich die Fellbacher Fußballer nicht aus dem Konzept bringen lassen und dem Favoriten mit breiter Brust entgegentreten. Wohlwissend, dass der Tabellenvierte eine hohe individuelle Qualität mitbringt. Luigi Campagna, Benjamin Kindsvater oder Willie Sauerborn, den der Fellbacher Trainer Tomislav Zoric für einen der besten Spieler der Liga hält, sind nur drei von vielen anderen, die mit der Oberliga nicht unbedingt etwas zu tun haben möchten. In der fünfthöchsten Liga hat der Klub zuletzt in der Saison 1998/99 gespielt. 2012 hatte er unter dem Coach Ralph Hasenhüttl den Sprung in die Zweite Bundesliga geschafft, in der er bis 2015 vertreten war. Allerdings gab es am 17. August dieses Jahres wieder mal ein Aufeinandertreffen mit einem Zweitliga-Klub. Als WFV-Pokalsieger 2024 (es war der achte Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte) empfing der VfR in der ersten Runde des DFB-Pokals den FC Schalke 04 – und verlor mit 0:2.
Für die Fellbacher wird es am Samstag wichtig sein, dass sie vor allem im Spiel mit Ball wieder mutiger werden. „Da haben wir uns zuletzt öfter mal versteckt oder aus der Verantwortung gezogen“, sagt Zoric, der dafür mit dem Spiel gegen den Ball zufrieden ist. „Das ist ordentlich. Wir haben eine gute Struktur, die Gegner müssen viel tun, um gegen uns Tore zu erzielen.“ Selbst allerdings fehlte es den Seinen zuletzt zu oft an Kaltschnäuzigkeit und Reife vor dem gegnerischen Tor, um die gut herausgespielten Chancen zu verwerten.
Fehlen werden wohl nur Leon Leuze (verletzt) und Ibrahim Njie (gesperrt). Der Einsatz von Bleart Dautaj ist fraglich (Zerrung).