Fußball-Oberliga: SV Fellbach Rückfall in die Vorrunde

War gegen den VfR Aalen nicht zu beneiden: Fellbachs Torhüter Bleron Berisha. Foto: /Günter Schmid

Die Oberliga-Fußballer des SV Fellbach enttäuschen und kommen beim Regionalliga-Absteiger VfR Aalen mit 0:6 unter die Räder. Der Blick nach vorne stimmt Trainer Tomislav Zoric dennoch zuversichtlich.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Alles schon dagewesen und zum Bedauern von Tomislav Zoric nicht abstellbar. „Auf drei, vier gute Partien liefern wir häufig eine ganz schlechte ab“, sagt der Trainer des SV Fellbach. An diesem Samstag war es mal wieder soweit, die Belegschaft vom Kappelberg lieferte eine ganz schlechte Partie ab und kam folglich ordentlich unter die Räder – mit 0:6 beim VfR Aalen.

 

Ebenso schon dagewesen und wieder eingetreten: der Einbruch, nach dem der Aufsteiger das 0:2 kassiert hatte. Wobei Zoric dachte, diese Zeiten seien vorbei und meint damit: „Dass wir nach einem Gegentreffer die Ordnung verlieren und schnell hintereinander weitere Tore kassieren, das ist uns durchaus in der Vorrunde ein ums andere Mal passiert.“ Unter anderem gegen die beiden Liga-Spitzenteams SG Sonnenhof Großaspach (0:6) und TSG Balingen (0:7). Gegen den Regionalliga-Absteiger von der Ostalb verfiel der Aufsteiger, wie gesagt, wieder in das alte Muster. Zur Pause war die Begegnung durch die Treffer von Doppelpacker Ali Odabas (16./37.), Sasa Maksimovic (29., Foulelfmeter) und Stefan Wächter (38.) für die Gastgeber bereits entschieden. Zu wenig Intensität und mangelndes Zweikampfverhalten waren für den Fellbacher Coach die Ursachen für den Tiefgang seiner Truppe. Wobei die Aalener zwar schon von Beginn an Vorteile gehabt, griffiger und heißer gewirkt hätten, sich aber dennoch solch eine klare Niederlage in den ersten 20 Minuten keineswegs abgezeichnet habe. „Doch eben nach dem Treffer zum 0:2 lief bei uns noch weniger zusammen, waren wir in allen Belangen unterlegen und der VfR Aalen hat das mit seiner Qualität dann eiskalt ausgenutzt.“

Nach der Pause ließen es die Gastgeber gemächlicher angehen, legten aber dennoch durch Benjamin Kindsvater (52., Foulelfmeter) und Michael Schupp bis zum 6:0-Endstand nach.

Auch wenn die Fellbacher die Klatsche noch verdauen müssen, hat der Coach erneut den guten Charakter seiner Truppe ausgemacht. „Keiner hat mit dem Finger auf den anderen gezeigt, keiner dem anderen Vorwürfe gemacht, dementsprechend sehe ich zuversichtlich auf die nächste Begegnung.“ Besagte Begegnung ist am Samstag (15 Uhr) zuhause gegen den FSV Hollenbach. Und dabei erhofft sich Zoric wieder etwas schon dagewesenes: „Auf eine Watsche folgte oftmals eine Trotzreaktion und ein gutes, erfolgreiches Spiel.“

SV Fellbach: Berisha – Leon Bauer, Thomas Bauer, Campanile, Mallet (66. Weiß) – Leuze (46. Sanyang), Binner, Egle, Terpsiadis (46. Causevic), Miller (46. Fossi) – Durmus (46. Dautaj).

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