Fußball-Oberliga: SV Fellbach Vom Topspiel zum Kellerduell
Der Oberligist SV Fellbach tritt bei den Fußballern von Calcio Leinfenden-Echterdingen an, und möchte im Duell der Aufsteiger den Tiefflug stoppen.
Der Oberligist SV Fellbach tritt bei den Fußballern von Calcio Leinfenden-Echterdingen an, und möchte im Duell der Aufsteiger den Tiefflug stoppen.
Drei Spiele, null Punkte und 1:17 Tore. Sicherlich, der SV Fellbach durchläuft bislang die schwerste Phase in der Oberliga. Deshalb soll der Negativlauf an diesem Sonntag (14.30 Uhr) gestoppt werden, wenn das Team um Trainer Tomislav Zoric bei einem alten Bekannten antritt. Mit Calcio-Leinfelden-Echterdingen kämpften die Fellbacher in der Vorsaison um die Verbandsliga-Meisterschaft. Calcio zog den Kürzeren, folgte aber über die Entscheidungsspiele dann doch in die Oberliga.
Dort belegen die Italo-Schwaben mit den beiden Ex-Fellbachern Ali Ferati und Claudio Paterno den vorletzten Platz – mit drei Zählern weniger als die Zoric-Truppe. Das ehemalige Spitzenspiel ist nun ein Kellerduell. Natürlich wolle man gegen einen direkten Kontrahenten den Abwärtstrend stoppen, sagt denn auch Zoric, gleichwohl er um die Klasse des Filderteams weiß. „Individuell sind sie ganz stark, wenn ich nur an Kukic, Ferati, Varese, Pepic oder Zagaria denke, sagt er und fügt an: „Wahrscheinlich habe ich bei meiner Aufzählung noch drei, vier Akteure vergessen.“ Wobei viele Platzhirsche noch lange keine Punktegaranten sind, was die bisherigen 14 Spieltage gezeigt haben. Dementsprechend gilt für die Fellbacher: „Wir kommen übers Kollektiv, das ist unsere Stärke.“ Eben jenes Kollektiv schaute sich das Video von der 1:4-Niederlage gegen den FC Zuzenhausen gemeinsam an. Vor jener Partie lag der – ebenfalls Mitaufsteiger aus Zuzenhausen – ebenso wie nun Calcio hinter den Fellbachern.
Auch wenn das Ergebnis deutlich erscheint, hat Zoric den Seinen anhand der Aufnahmen verdeutlichen können: „Die Partie war gar nicht so schlecht von uns, wir hatten sogar mehr Chancen, aber auch Fehler gemacht, die wir bei den zwei deutlichen Niederlagen zuvor nicht gemacht haben.“ Heißt konkret: empfindliche Ballverluste. Drei der vier Tore seien nämlich nicht wegen der Klasse Zuzenhausens, sondern eigener Unzulänglichkeiten gefallen. „Probleme beziehungsweise Ballverluste im Aufbau sind untypisch für uns. Das müssen wir gegen Calcio abstellen.“ Und auch wieder stabiler in der Defensive. Doch der Abwehrverbund hat durch die zweite Saison-Rote von Innenverteidiger Ibrahim Nije ein „Loch“ bekommen. Alternativen wären Niklas Weiß und Thomas Bauer oder einen Akteur vom Mittelfeld nach hinten zu ziehen, sagt Zoric, dessen personelle Abwehr-Gedankenspiele noch nicht final abgeschlossen sind.