Ende der Zeit beim VfL Herrenberg: Steffen Bohle (re.) verabschiedete Betreuer Franz Napholz, Bülent Namdar, Marie Gleixner, Emma Knies, Annika Schmidt, Christina Riechers, Jennifer Marquardt, Sina Rahm, Tiffany Schiewe und Steven Riechers (v. li.). Foto: Kevin Schuon
Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg sind zwar aus der Regionalliga abgestiegen, lassen es jedoch immerhin nicht schleifen. In der Regionenliga, Staffel IV, zittern die hiesigen Teams.
Der neue Trainer lobte, dass sich sein Team trotz der vielen Rückschläge nicht hängen lässt. „Es ist schön zu sehen, dass die Spielerinnen sich freuen“, sagte er. „Das haben sie sich richtig verdient.“ Es war ein Arbeitssieg gegen einen starken Kontrahenten. „Wir haben gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt“, fand Recknagel.
Sina Rahm trifft für den VfL Herrenberg gegen die Kickers Offenbach
Zunächst spitzelte Christina Riechers den Ball frei vor der gegnerischen Keeperin knapp vorbei. Dann nahm sich Sina Rahm ein Herz und schlug das Ding von der Strafraumgrenze in den Winkel. „Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft“, analysierte Recknagel. Nach der Pause machten die Gäste mehr, drängten auf den Ausgleich.
Dennoch hätten Annika Schmidt, Marie Gleixner oder Melanie Wirth für die Einheimischen nachlegen können. Dass auf der anderen Seite nichts anbrannte, hatten sie auch ihrer erstmals in dieser Saison zwischen den Pfosten stehenden Torhüterin Judith Müßigmann zu verdanken. „Sie hat zuletzt auch im Training gezeigt, dass wir uns auf sie verlassen können“, nickte der Coach, der froh war, „dass das Spiel nicht noch zehn Minuten länger gedauert hat“.
Echte Freude trotz Abstieg: Nach 330 torlosen Minuten jubeln die Herrenbergerinnen über den Treffer von Sina Rahm. Foto: Kevin Schuon
Mit dem Erfolg sind die Herrenbergerinnen in der Tabelle immerhin nicht mehr Schlusslicht. Die wird Mannschaft nach dem Abstieg in die Oberliga ein neues Gesicht annehmen. Emma Knies geht zum VfB Stuttgart, Marie Gleixner, Sina Rahm und Jennifer Marquart wechseln zum FSV Waldebene Ost. Christina Riechers, Tiffany Schiewe und Annika Schmidt beenden ihre Karrieren. Allesamt wurden sie verabschiedet, genau wie das ehemalige Trainergespann Steven Riechers und Bülent Namdar sowie Betreuer Franz Napholz. „Wir arbeiten aktuell an Neuzugängen“, erklärte Recknagel.
Rückschlag für VfL Sindelfingen Ladies bei der SG Altheim
Der VfL Sindelfingen Ladies musste mit der 1:4-Niederlage bei der SG Altheim einen Rückschlag im Kampf um den zweiten Platz in der Verbandsliga-Tabelle hinnehmen. „Das war ein gebrauchter Tag“, haderte Team-Manager Marc Pflieger. Zwar hatten die Gäste mehr Ballbesitz, machten jedoch viel zu wenig daraus. „Der Gegner hat dagegen nahezu jede Chance genutzt.“ Für die Sindelfingerinnen traf nur Dasha Pintar zum zwischenzeitlichen 1:2.
In der Regionenliga, Staffel IV, spitzt sich der Kampf um den Klassenerhalt zu. Mittendrin stecken auch die drei Teams aus dem Kreis Böblingen. Von diesen sammelte der VfL Herrenberg II mit dem 3:0 gegen Schlusslicht SG Stetten/Hechingen wichtige Zähler und steht nun wieder über dem Strich. „Das war eine überzeugende Leistung von uns“, lobte Coach Johannes Kraus. Seine Mannschaft bestimmte das Geschehen, Kathrin Schweizer, Jacqueline Stepak und Pia Schmidt erzielten die Treffer.
SG Nufringen/Emmingen /Jettingen und VfL Herrenberg II müssen zittern
Auch die SG Nufringen/Emmingen/Jettingen muss voraussichtlich bis zum Schluss zittern. Der Punktgewinn durch das 0:0 beim SV Eutingen II war für Trainer Michael Ruoff deshalb ganz wichtig. Besonders unter den aktuellen Umständen. Nominell standen ihm nur zehn Spielerinnen aus seinem Kader zur Verfügung. Also musste er einige Ehemalige kurzfristig reaktivieren. „Wir gehen aktuell auf dem Zahnfleisch“, erläuterte er. „Deshalb wollten wir zumindest die Null halten.“ Beinahe hätte Vanessa Pfeil sogar noch für den Siegtreffer gesorgt.
Nach zuletzt vielen Erfolgserlebnissen musste der TSV Grafenau gegen Spitzenreiter SpVgg Aldingen ein 1:5 hinnehmen. „Wir haben die ersten Minuten verpennt“, winkte Trainerin Nina Steger ab. Das haben die Gäste, die nun als Meister feststehen, eiskalt ausgenutzt. Zwar konnte Nelly Kruse nach einer Viertelstunde auf 1:2 verkürzen, doch die Hoffnung hielt nur kurz an, als zum dritten Mal die Kugel irgendwie ins eigene Netz trudelte. „Ab dann war es ein offenes Duell“, betonte Steger. „Jedoch war der Gegner eiskalt. Die stehen absolut verdient da oben.“ Allerdings sei das Ergebnis vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen.