Fußball-Regionalliga Frauen „Guter Start ist das Wichtigste“ – VfL Herrenberg hat hart an sich gearbeitet

Soll gleich wieder eine Schlüsselrolle einnehmen: Nach dem Oberliga-Titel hat Tiffany Schiewe (in Grün) eigentlich ihre Karriere beendet, doch nun steht sie wieder auf dem Platz. Foto: Kevin Schuon

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte ist für die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg ein Neustart. Das Team hat die Winterpause gut genutzt, um sich frisch aufzustellen.

Für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg geht das Projekt Regionalliga-Klassenerhalt am Sonntag um 14 Uhr weiter. Dann steht mit dem Duell bei der SG Haitz gleich eine richtungsweisende Partie an. Der Gäu-Klub die erste Saisonhälfte auf Platz zehn mit ebenso vielen Punkten abgeschlossen und ist damit Viertletzter auf einem Abstiegsrang. Der kommende Gegner hat vier Zähler weniger auf dem Konto und ist Elfter.

 

„Ein guter Start ist das Wichtigste“, betont VfL-Trainer Steven Riechers. Denn beim FFC Wacker München sowie zu Hause gegen den SC Sand II stehen im Anschluss gleich die nächsten Duelle gegen direkte Konkurrenten auf dem Programm.

Beim VfL Herrenberg aus der Regionalliga musste sich einiges verändern

Dass sich beim Aufsteiger einiges verändern muss, war klar. Nach dem Abgang von Kapitänin Selina Walter, Luise Fritz, Franka Ziegler und Lea Furac schleppte sich die junge Truppe mit Mühe in die Winterpause. „Wir haben in den vergangenen Wochen fleißig gearbeitet“, erzählt Riechers. Einerseits personell, andererseits im Hinblick auf das System.

Mit Tiffany Schiewe kehrte eine langjährige Leistungsträgerin zurück. Sie hatte im vergangenen Sommer nach dem Oberliga-Titel eigentlich ihre Karriere beendet. Doch nun hat sie wieder Lust und hilft dem Verein in schweren Zeiten gerne weiter. Zudem gibt es mit Lotta Brunnenmiller (SV Unterjesingen), Taara Golparvari (FC Schalke 04 II) sowie Keeperin Emma Kniess (VfB Stuttgart) weitere Neuzugänge, die ins Profil mit jungen und talentierten Kickerinnen passen.

Passt ins Profil: Lotta Brunnenmiller (li.) kam vom SV Unterjesingen zum VfL Herrenberg. Foto: Eibner/Tobias Baur

„Wir haben in der Hinrunde versucht, unsere Spielweise aus der Oberliga-Meistersaison in die Regionalliga zu übertragen“, erklärt Riechers. Zwei zentrale Elemente davon waren Pressing und schnelles Umschalten. „Das war auf Selina Walter zugeschnitten.“ Ohne die Spielführerin muss nun also eine neue Spielweise her. „Das heißt nicht, dass wir jetzt anfangen, hinten zu mauern“, verspricht der Coach.

Stattdessen soll Schiewe im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen, ihre Mitspielerinnen einsetzen und ihnen Sicherheit geben. In den Testspielen hat sich gezeigt, dass sie diese Schlüsselrolle einnehmen kann. „Da sind wir in der kurzen Zeit schnell an einen sehr guten Punkt gekommen“, lobt Riechers. Auch Kniess wird von Beginn an Verantwortung übernehmen müssen, denn Stammtorhüterin Ann-Cathrin Maurer hat sich den Finger gebrochen und wird erst einmal ausfallen.

Am Sonntag geht es nun darum, den positiven Eindruck aus der Vorbereitung in Punkte umzumünzen. Denn viel Anlaufzeit hat die Truppe nicht. „Alle ziehen super mit“, betont der Coach. Alles andere – wie zum Beispiel die Frage, wie es nach dieser Spielzeit weitergeht – war zweitrangig. „Dafür haben wir noch genügend Zeit“, so Riechers.

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