Kurzzeitig zurück im Geschäft: Tiffany Schiewe erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für den VfL Herrenberg. Foto: Kevin Schuon
Die Schiedsrichterin war nicht der einzige Grund für die Niederlage der Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg. Aber nach Ansicht des Trainers spielte sie eine große Rolle.
Kevin Schuon
13.04.2026 - 16:59 Uhr
Nach zwei Wochen Spielpause müssen die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg eine ärgerliche Niederlage verdauen. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider“, haderte Trainer Steven Riechers nach dem 1:4 gegen den SC Freiburg II.
Wie schon zuletzt beim 1:2 gegen Tabellenführer Weinsberg zeigte seine Mannschaft eine gute Leistung gegen eines der Topteams. „Schade, dass wir uns dafür nicht belohnen konnten“, winkte der Coach ab. Schon der 0:1-Rückstand war aus seiner Sicht völlig unnötig. „Wir lassen in der ersten Hälfte genau einen Schuss aufs Tor zu“, kommentierte er. Diesen nutzte die ehemalige Spielerin des VfL Sindelfingen Ladies, Almas Traore, aus 20 Metern zur Gäste-Führung (27.).
VfL Herrenberg gelingt gegen SC Freiburg II der Ausgleich zum 1:1
„Doch wir wussten, dass da noch was geht“, wusste Riechers und sollte vorerst Recht behalten. Tiffany Schiewe vollendete nicht weniger sehenswert zum 1:1 (49.). Danach waren die Gastgeberinnen am Drücker. „Doch ich weiß nicht, was in die Schiedsrichterin gefahren ist“, ließ ihr Übungsleiter kein gutes Wort an der Unparteiischen. Allein vor dem Treffer zum 1:2 reihten sich laut ihm Fehlentscheidungen für eine ganze Partie aneinander. „Da war alles dabei“, winkte er ab.
Seine Schützlinge verloren den Ball, die Frau an der Pfeife ließ jedoch Vorteil laufen. Daraus entwickelte sich ein gefährlicher Konter. Als es nach einem Handspiel der Breisgauerinnen auch noch auf Zuruf der gegnerischen Bank Freistoß direkt am Sechzehner gab, platzte Riechers der Kragen. Zu allem Übel verwandelte Weena Simmen diesen Standard auch noch direkt (57.).
Trainer Steven Riechers weiß, dass seine Truppe offensiv gefährlicher werden muss. Foto: Eibner/Zink
VfL Herrenberg hätte Unentschieden gegen SC Freiburg II holen können
Normalerweise gehört Riechers nicht zu den Trainern, der seinen Frust an den Unparteiischen auslässt, diesmal sagte er jedoch: „Es wäre zwar zu einfach, die Niederlage nur darauf zu schieben, aber das hat uns das Genick gebrochen.“
Nach dem 1:3 von Leonie Lorenz (84.) warf seine Truppe zwar noch einmal alles noch vorne. Doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. „Wir müssen offensiv gefährlicher werden. Dennoch wäre für uns unter normalen Umständen ein Unentschieden drin gewesen“, resümierte Riechers. Doch so vollendete Lara Kaufmehl noch einen Konter in der Schlussminute zum 1:4 (90.).
VfL Herrenberg will sich auf das Positive konzentrieren
Der Coach versuchte sich trotz der Emotionalität auf das Positive zu konzentrieren: „Wenn wir die Leistung aus den letzten beiden Spielen auch in den kommenden Wochen auf den Platz bekommen, werden wir noch unsere Punkte holen.“