Fußball-Regionalliga Frauen Kurz vor der Pause bricht das Unheil über den VfL Herrenberg herein

Irgendwann nicht mehr hinterhergekommen: Melanie Wirth (re.) und der VfL Herrenberg ließen sich vom SC Sand II (in Blau) die Butter vom Brot nehmen. Foto: Eibner/Martina Pieper

Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg fallen innerhalb weniger Minuten komplett auseinander und verlieren im Abstiegskampf der Regionalliga das zweite Sechs-Punkte-Spiel in Folge.

Es sind harte Wochen für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg. Mit dem 5:0-Erfolg bei der SG Haitz waren sie verheißungsvoll in die zweite Saisonhälfte der Regionalliga gestartet, doch von diesem Schwung ist nicht mehr viel übrig. Durch das 1:6 gegen den SC Sand II wird die Lage im Keller noch viel prekärer.

 

Es war eine Niederlage, an der auch der Trainer lange zu knabbern hatte. „Rückblickend hat uns das unglückliche Pokal-Aus vor einer Woche das Genick gebrochen“, analysierte Steven Riechers. Der Gegner nutzte das dadurch entstandene, mentale Tief gnadenlos aus. „Gegen diese Teams tun wir uns immer schwer“, meinte der Coach. „Wir sind mit deren Wucht einfach nicht klargekommen.“

SC Sand II schlägt beim VfL Herrenberg kurz vor der Pause dreimal zu

Die Gäste spielten schnörkellos und geradlinig nach vorne und gingen mit einem Blitzstart früh durch Celina-Marie Damoisy in Führung. „Wir haben gewusst, dass sie mit viel Druck kommen werden“, sagte Riechers. Dennoch fanden seine Schützlinge lange keinen Zugriff. Kurz vor der Pause fielen sie dann buchstäblich auseinander. Katharina Baumann bugsierte die Kugel ins eigene Netz, Daniela Schwarz setzte zwei weitere Treffer obendrauf. Drei Einschläge innerhalb von vier Minuten, damit war die Sache gelaufen.

Immerhin gaben sich die Einheimischen nach dem Wiederanpfiff dennoch nicht auf. Annika Schmidt setzte den Ball an den Pfosten. Ihr Anschlusstreffer wenig später weckte allerdings nur kurz die Lebensgeister. Denn direkt im Gegenzug traf Pauline Halber zum 1:5. Für den Endstand sorgte Janina Häußler in der Nachspielzeit.

Sina Rahm (li.) und der VfL Herrenberg standen beim SC Sand II (in Blau) komplett auf verlorenem Posten. Foto: Eibner/Martina Pieper

Bleibt der VfL Herrenberg wieder nur eine Saison in der Regionalliga?

Noch sind zwar sieben Partien zu spielen, doch aktuell hat der Gäuklub im Kampf um den Klassenerhalt denkbar schlechte Karten. „Wir müssen die vergangenen Wochen abhaken und uns wieder aufrappeln“, forderte Riechers. Dazu gehört auch, die Spielfreude aus der Vorbereitung zurückzugewinnen. Doch die Aufgaben werden nicht leichter: Am Sonntag (14 Uhr) ist seine Truppe bei Tabellenführer SG Weinstadt zu Gast.

VfL Herrenberg: Knies, Wirth (67. Brunnenmüller), Marquart (46. Lennartz), Riechers, Delisimunovic (46. Rahm), Baumann, A. Schmidt, Sock, Czech (70. Della Latta), Claar (46. P. Schmidt), Schiewe.

VfL Sindelfingen Ladies macht Chancen beim TSV Frommern nicht rein

Einen denkbar schlechten Start erwischte auch der VfL Sindelfingen Ladies mit dem 1:3 beim TSV Frommern in der Verbandsliga. „Eigentlich hatten wir die Sache im Griff“, ärgerte sich Team-Manager Marc Pflieger. „Wir waren die bessere Mannschaft.“ Aber die Kickerinnen machten sich selbst das Leben schwer, denn „im Gegensatz zum Gegner haben wir unsere Chancen nicht genutzt“. Das gelang nur Sara Müller zum zwischenzeitlichen 1:1.

In der Regionenliga, Staffel IV, erwischte die SG Nufringen/Emmingen/Jettingen mit dem 4:1 bei der SG Sulgen/Hardt einen Auftakt nach Maß. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um reinzukommen“, sagte Trainer Michael Ruoff. Doch nach dem Strafstoß von Vanessa Pfeil zum 1:0 lief es. Angela Almirez setzte einen Doppelpack obendrauf. Tabea Rieker erzielte den vierten Treffer, ehe die Nufringerinnen auch noch den fünften erzielten – allerdings in den eigenen Kasten. „Kann passieren“, winkte Ruoff ab, der sich über die ansonsten starke Defensive freute.

VfL Herrenberg II ärgert sich über den Platz, TSV Grafenau außer Tritt

Nach dem 0:0 im Nachholspiel vor einer Woche ist der VfL Herrenberg II guten Mutes zur SG Glatten/Hopfau gefahren. Doch als er den Platz sah, hatte Coach Steffen Bohle schon eine böse Vorahnung. „Der war eine absolute Frechheit, ganz und gar nicht zum Fußballspielen geeignet“, ärgerte er sich. Damit kam der Kontrahent besser zurecht, doch nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Melodie Kutzner wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen. Stattdessen fielen zwei weitere Treffer auf der anderen Seite. Irem Yüzgülec verkürzte kurz vor Abpfiff zum 2:4-Endstand aus Sicht der Gäste.

Auch der TSV Grafenau kommt bislang nicht wirklich in Tritt. Nach der 0:1-Niederlage im Nachholspiel bei der TSG Wittershausen folgte am Wochenende ein 0:3 beim SV Eutingen II. „Eigentlich hatten wir es in der ersten Hälfte gut im Griff“, sagte Trainerin Nina Steger. Doch ihre Truppe machte die Tore nicht. Wie es besser geht, zeigte der Rivale im zweiten Durchgang. „Wir müssen einfach schauen, dass wir uns so gut es geht von den Abstiegsplätzen fernhalten“, haderte Steger.

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