Am letzten Spieltag vor der Winterpause mussten die Fußballerinnen des VfL Herrenberg den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach der 1:6-Niederlage gegen Mitaufsteiger SpVgg Greuther Fürth stehen sie erstmals in dieser Regionalliga-Saison auf einem Abstiegsplatz. „Wir sind froh, dass wir jetzt ein paar Wochen haben, um uns wieder zu sammeln“, gab Trainer Steven Riechers zu.
Die letzte Zeit war für ihn und das Team alles andere als einfach. In der Winterpause steht nun eine ausführliche Analyse der ersten Saisonhälfte an. „Daraus müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und in der Vorbereitung den Grundstein legen.“ Dazu gehört auch das Personal. Nach den ungeplanten Abgängen mehrerer Spielerinnen will und muss der Verein noch einmal nachlegen. „Wir befinden uns bereits in Gesprächen“, ließ Riechers durchblicken.
Zu den aktuell größten Mängeln zählt die Schwäche bei Standards. Erneut kassierte der Gäuklub drei Gegentore nach ruhenden Bällen. „Daran haben wir eigentlich die gesamte Woche gearbeitet“, schüttelte Riechers den Kopf. Doch auch abgesehen davon kam seine Truppe mit der Gangart des Gegners nur schwer zurecht. Zunächst sorgte Lisa Sock mit ihrem Treffer aus der Distanz für einen nahezu perfekten Start. „Doch dann verlieren wir den Zugriff.“
Während die Hausherrinnen es vor allem spielerisch versuchten, griffen die Gäste zur Brechstange. Mit langen Pässen aus der Abwehr brachten sie ihre Angreiferin Luisa Wölfel ins Spiel, die zweimal eiskalt vollendete. „Das war nicht schön, aber effektiv“, wusste Riechers. Ann-Kathrin Wolfram erhöhte nach einer Ecke auf 1:3. „Damit war die Luft raus.“ Olivia Mend schraubte das Ergebnis innerhalb kürzester Zeit– ebenfalls nach Ecken – auf 1:5, Annika Mauch legte das 1:6 nach. „Wir sind spielerisch oftmals die bessere Mannschaft, aber wir müssen in anderen Bereichen noch deutlich zulegen“, erklärte Riechers.
VfL Herrenberg: Maurer, Claar, Lennartz, P. Schmidt (70. Golparvari), Czech, C. Riechers (83. Baumann), A. Schmidt (83. Della Latta), Rahm, Marquart (70. Delisimunovic), Sock, Wirth (70. Buchholz).
VfL Sindelfingen Ladies feiert gegen SV Musbach fünften Sieg in Folge
Den fünften Sieg in Folge hat der VfL Sindelfingen Ladies in der Verbandsliga eingefahren. Nach dem 4:0 gegen den SV Musbach geht er als Tabellenzweiter in die Winterpause. „Es war mal wieder ein sehr guter Auftritt von für uns“, lobte Team-Manager Marc Pflieger. Der Gegner war mit den Toren von Sophie Köhler (2), Christina Kourtoglou und Leona Fischer noch gut bedient. „Wenn es im Januar mit der Vorbereitung wieder losgeht, wollen wir genauso weitermachen.“
Die SG Nufringen/Emmingen/Jettingen verabschiedet sich in der Regionenliga, Staffel IV, mit einem 6:2-Erfolg gegen den Tabellenletzten SG Stetten/Hechingen in die Auszeit. „Es war eine klare Sache“, freute sich Coach Michael Ruoff. Vanessa Pfeil erzielte in der ersten Hälfte einen Hattrick. Angela Almirez, Lilly Bressan und ein Eigentor sorgten für den Rest. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Coach insgesamt zufrieden. „Wir haben nach dem Zusammenschluss schnell zueinander gefunden“, lobt er. „Das ist das Wichtigste.“
Auch der VfL Herrenberg II hat mit dem 3:2 gegen die SpVgg Leidringen noch wichtige drei Punkte eingefahren. Emel Agca traf zunächst zur 1:0-Führung und später zum wichtigen 3:2. Dazwischen sorgte Annabel Peters nach dem zwischenzeitlich Rückstand für den Ausgleich zum 2:2. „Wir haben uns für den starken Auftritt belohnt“, lobte Übungsleiter Steffen Bohle. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und befinden uns jetzt voll im Soll“, fasste er zusammen.