Nach vier Niederlagen am Stück endlich wieder ein Grund zum Jubeln: Der VfL Herrenberg verlässt vorerst die Abstiegsplätze in der Frauen-Regionalliga. Foto: Eibner/Attila Ziga
Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg legen in der Regionalliga einen starken Auftakt hin und gewinnen bei einem direkten Konkurrenten. Damit sind sie vorerst raus aus der Abstiegszone.
Kevin Schuon
24.02.2026 - 07:19 Uhr
Das ist ein Start nach Maß: Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg gewinnen zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte mit 5:0 bei der SG Haitz und verlassen damit die Abstiegsränge in der Regionalliga. „Wir haben den Druck gespürt“, meinte Trainer Steven Riechers. Nun freue er sich, dass seine Mannschaft dem standgehalten hat und erstmals nach vier Niederlagen am Stück siegte.
Der Schlüssel dabei war die effektive Chancenverwertung. „Wir haben aus unseren sieben Möglichkeiten fünf Tore gemacht“, freute sich Riechers. Auf der anderen Seite wurde es kaum einmal brenzlig, obwohl die Gastgeberinnen hoch anliefen. „Wir waren darauf vorbereitet und wussten, dass sie hinten zu knacken sind.“
VfL Herrenberg schockt die SG Haitz gleich im ersten Angriff
Das Konzept ging gleich im ersten Angriff auf: Rückkehrerin Tiffany Schiewe schickte Melanie Wirth, die ließ abtropfen auf Lisa Marie Sock. Die Mittelfeldspielerin, die seit Wochen eine ansteigende Form hat, vollendete zum frühen 1:0. Annika Schmidt legte nach Balleroberung kurz vor der Pause das 2:0 nach.
Auch beim 3:0 funktionierte das Gegenpressing. Sina Rahm schickte Sock auf die Reise, die erneut eiskalt zuschlug. Auch danach gaben die Gastgeberinnen nicht auf. „Die haben bis zum Schluss gekämpft“, zollte Riechers dem Gegner Respekt. Doch spätestens mit dem 4:0, bei dem Wirth das Ding aus 16 Metern in den Winkel hämmerte, war der Drops gelutscht. Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Winter-Neuzugang Lotta Brunnenmiller kurz nach ihrer Einwechslung.
Auch die Lufthoheit gehörte dem VfL Herrenberg (in Weiß). Foto: Eibner/Attila Ziga
„Wir haben das auf den Platz gebracht, was wir wollten“, lobte Riechers. Die Mannschaft wirkte im Vergleich zu vielen Partien in der Hinrunde gefestigter. „Ich habe das Gefühl, dass unser erster Anzug jetzt sitzt“, bestätigte der Coach. „Doch das war nur der erste Schritt.“
Den Schwung würden die Herrenbergerinnen gerne direkt mitnehmen. Allerdings sind sie am kommenden Wochenende schon wieder spielfrei. Das Heimspiel gegen den SC Freiburg II wurde verlegt, weil die Breisgauerinnen Spielerinnen für den Länderpokal abstellen.
Deshalb war eigentlich das Pokal-Viertelfinale gegen den TSV Neuenstein auf Sonntag angesetzt. Dieses wurde vom Verband jedoch bereits auf den Mittwoch danach um 19 Uhr verlegt, da die Verantwortlichen einer Terminkollision aus dem Weg gehen wollten. „Es ist ein bisschen kompliziert“, wundert sich Riechers. Denn das sei wohl ohne die Zustimmung der beiden Vereine möglich gewesen. Einer Rückverlegung auf Sonntag müssten jedoch beide Vereine zustimmen. „Und da spielt Neuenstein aktuell nicht mit.