Fußball Regionalliga: Freiberg braucht Punkte Schnell raus aus der Ergebniskrise
Wie Freibergs Trainer Roland Seitz vor dem Duell gegen die TSG Hoffenheim II seine Spieler stark macht.
Wie Freibergs Trainer Roland Seitz vor dem Duell gegen die TSG Hoffenheim II seine Spieler stark macht.
Blickt Roland Seitz auf die beiden vergangenen Spiele der TSG Hoffenheim zurück, fällt ihm nur das Wort Ergebniskrise ein. „So nennt man das doch wohl, wenn die Leistung stimmt, aber die Punkte fehlen“, sagt der Coach des SGV Freiberg und spielt dabei auf die beiden Partien gegen den aktuellen Tabellenführer FSV Frankfurt und den Zweiten SC Freiburg II an, die beide 1:2 verloren gingen. In Frankfurt knockte die Freiberger in der Nachspielzeit ein Sonntagsschuss aus, im Breisgau verursachte man einen dummen Elfmeter, der zur Niederlage führte.
Fünf Punkte sind in fünf Partien bislang zusammen gekommen. „Höchste Zeit, dass wir uns für die Leistung endlich mal wieder belohnen“, sagt Seitz. Punktelieferant soll an diesem Samstag (14 Uhr) die TSG Hoffenheim II werden. „Für uns spricht vor allem die gute Leistung in Freiburg in der ersten Hälfte, als es 1:1 stand“, sagt der Fußball-Lehrer. Wohlgemerkt gegen eine mit fünf Erstligaprofis verstärkte Mannschaft, was dem Trainer Tage danach immer noch negativ aufstößt. Aber er gibt auch zu, dass seinem Team in Überzahl nach der Pause zu wenig eingefallen sei.
Jetzt kommt mit Hoffenheim wieder ein Reserveteam eines Bundesligisten an den Wasen, eine Mannschaft, die wie die Freiberger einen ziemlichen Umbruch hinter sich hat und sich auch erst noch finden muss. „Da gibt es einige Parallelen zu uns – bei beiden Teams muss es erst noch so richtig klicken“, so Seitz. Für den Coach und seine Formation gibt es auch ein Wiedersehen mit einem vertrauten Bekannten, denn Ruben Reisig, in der vergangenen Spielzeit noch Leistungsträger beim SGV, trägt jetzt das Trikot der TSG Hoffenheim. Und der 28-jährige Routinier macht laut Roland Seitz dort,was er auch in Freiberg gemacht hat: „Er passt dort sehr gut ins Gesamtpaket und führt die jungen Spieler.“ Andersherum gibt es auch zwei Freiberger Spieler mit einer Vergangenheit im Kraichgau – Domenico Alberico und Michael Gelt. Linksaußen Alberico wurde in der Nachwuchsabteilung der TSG ausgebildet, lief noch für die zweite Mannschaft auf, ehe er über einen kurzen Abstecher zur VfB-Reserve in Freiberg landete. Keeper Michael Gelt genoss einige Jahre die Torwartausbildung in Hoffenheim. „Ein Spiel gegen die TSG Hoffenheim ist immer was Besonderes für mich, weil sie eine enorme Qualität haben und ich auch mal in der Jugend bei ihnen gespielt habe“, sagt Gelt, der dem Treffen positiv entgegensieht. „Ich denke, wir haben gute Chancen, wenn wir das abrufen was wir können“, sagt der Torwart.
Dieser Einschätzung kann sich auch der SGV-Trainer anschließen, der sich noch einmal sehr wohlwollend über die Entwicklung seines Torwarts äußerst. „Es war richtig, an ihm festzuhalten. Er hat nicht nur den letztjährigen Keeper überholt, sondern ist jetzt einer unserer Leistungsträger“, sagt Roland Seitz. Auf Michael Gelt dürfte es gegen die TSG im Kasten auch ankommen, damit die Ergebniskrise möglichst schnell beendet werden kann.