Fußball-Relegation, Bezirksliga SV Nufringen wirbelt bei 6:2 offensiv und macht schon früh den Sack zu

In Feierlaune: Der SV Nufringen ist dem Aufstieg ein großes Stück nähergekommen. Foto: Rommel

Im Relegationshalbfinale zur Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen bog der SV Nufringen bereits früh auf die Siegerstraße ein. Am Ende machte das Team sogar das halbe Dutzend voll.

Das Tor zur Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen steht für den SV Nufringen nach einer tollen Darbietung im Relegationshalbfinale und einem 6:2-Sieg gegen den SV Hoffeld sperrangelweit offen.

 

Weder von den hochsommerlichen Temperaturen noch vom Gegner ließen sich die Rot-Weißen von ihrem Matchplan abhalten. „Das war eine richtig starke Leistung“, war das Spielertrainer-Duo Dustin Kappus und Timo Tropsch stolz darauf, wie ihre Mitspieler die Taktik in die Tat umsetzten. Dass hinter der Marschroute ein Plan steckt, war für die 550 Zuschauer in Böblingen schnell klar. „Wir wollten so auftreten wie sonst auch – mit Vollgas“, hält Kappus wenig von Geplänkel. Schon gar nicht in K.o.-Spielen. „Wenn es dann so gut klappt, umso besser.“

Nicht nur er selbst verdiente sich als Strippenzieher und Mann für ruhende Bälle Bestnoten, sondern auch seine Nebenleute aus der Abteilung Attacke. Auf der linken und rechten Außenbahn wechselten sich Tobias Tauber und Tropsch nicht nur gekonnt als Flankengeber ab, sondern markierten zusammen mit Paul Lubig und David Müller alle sechs Buden. Kein Wunder, hatten sie doch schon in der regulären Runde 24/25 um die Wette geballert.

Der SVN gab klar die Richtung vor und stellte frühzeitig die Weichen auf Sieg. Nach einem langen Pass auf Tauber spielte dieser quer auf Tropsch, und der markierte das 1:0. Nicht viel später bereitete Tropsch das 2:0 durch Tauber vor. Keine 120 Sekunden danach verdiente sich Tauber den nächsten Assistpunkt, Lubig vollendete rotzfrech per Hackentrick zum 3:0. Um ein Haar wäre ihm dieses Kunststück erneut gelungen, doch beim zweiten Versuch ging das Leder daneben. „Der Anschlusstreffer war unnötig“, urteilte Kappus, nachdem Aziz Issa in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für Hoffeld getroffen hatte. Nur noch 3:1. „In der Pause haben wir uns trotzdem das gleiche wie schon zu Beginn der Partie vorgenommen.“

Der Nufringer Express nahm wieder ordentlich Fahrt auf. Kappus selbst fädelte ein, das Zuspiel von Tropsch verwertete Müller willensstark zum 4:1. Weiter wurde schnell und schnörkellos gespielt, Tropsch bediente abermals Müller zum 5:1. Nach einem Lattenknaller von Müller entschied sich Tropsch für volles Risiko und machte das halbe Dutzend mit dem 6:1 voll.

Hoffeld ging zwar in die Knie, stand aber wieder auf und erspielte sich sogar ein deutliches Plus an Ecken. Nach einer solchen gelang Hans Fakner das 6:2. Das Gäu-Team hatte in der Schlussphase noch reichlich Gelegenheit, das eh schon deutliche Resultat weiter in die Höhe zu schrauben. Dass diese Chancen allesamt liegen gelassen wurden, konnte Kappus locker verschmerzen. Schließlich unterstrich seine Truppe auch so, zu was sie in der Lage ist.

Nun darf sie im entscheidenden Spiel gegen den Türk SV Herrenberg ran. „Das ist schon ein richtiges Kaliber“, blickt der Coach dennoch mit viel Zuversicht voraus und will erneut die eigene Linie voll durchziehen. Er und Tropsch sind schließlich davon überzeugt, dass diese offensive Ausrichtung am besten zu ihren Jungs passt.

SV Nufringen: Schäble, Kaupp, Schmolla (71. Ciuffreda), Tropsch, Tauber (78. Noack), Müller, Schuster, Kappus (72. Uysal), Rothfuß, Lubig (61. Ludolph), Stepan.

Tore: 1:0 (6.) Tropsch, 2:0 (15.) Tauber, 3:0 (17.) Lubig, 3:1 (45.+1) Issa, 4:1 (51.) Müller, 5:1 (54.) Müller, 6:1 (60.) Tropsch, 6:2 (77.) Fakner.

Zuschauer: 550.

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