Fußball-Relegation der Kreisligen Heumadener Derby-Wende vor 500 Zuschauern
Die A-Kreisligisten TSV Heumaden und TV Zazenhausen bleiben im Rennen um den Klassenverbleib. Für vier andere Teams endet der Aufstiegstraum.
Die A-Kreisligisten TSV Heumaden und TV Zazenhausen bleiben im Rennen um den Klassenverbleib. Für vier andere Teams endet der Aufstiegstraum.
Die A-Kreisligisten TV Zazenhausen und TSV Heumaden weiter im Rennen um den Klassenverbleib, der B-Kreisligist FC Reka Stuttgart weiter im Rennen um den Aufstieg – das sind die Gewinner des Wochenend-Relegationsspieltags im Fußballbezirk Stuttgart/Böblingen. Auf der Verliererseite stehen die SKG Botnang, der VfL Stuttgart, der TSV Birkach und die Frauen der Sportvg Feuerbach, für die sich das Thema Aufstieg erledigt hat.
Die Rettungsmission von Interimstrainer Andreas Kulow beim TV Zazenhausen geht ins Endspiel. Der A-Kreisligist gewann seine Halbfinalpartie um den letzten freien Startplatz in der Staffel 1 der Kreisliga A gegen den B-4-Zweiten SKG Botnang mit 2:1. Nikola Sremac per Kopf nach einem Eckball (13.) und Lionel Raab (34.) brachten den Favoriten in Zuffenhausen in Führung, ehe Steffen Leitner für den Gegner verkürzte (43.). „Botnang war sehr stark, und es war bis zum Ende eng“, berichtet Kulow. Bitter: Sein Torschütze Sremac blieb in der zweiten Hälfte im Rasen hängen und musste ins Krankenhaus.
„Wir waren zu nervös und haben dadurch zu unkontrolliert gespielt“, ärgert sich demgegenüber der Botnanger Trainer Mihael Knezovic. Seine Mannschaft war nach starken Wochen in der Saisonendphase noch auf den Relegationsrang gesprungen.
Zazenhausener Finalgegner ist am nächsten Sonntag in Münster der B-5-Vizemeister FC Reka Stuttgart. Jener wahrte aktuell mit einem 4:2 gegen den VfL Stuttgart seine Chancen auf den Aufstieg gleich im Liga-Premierenjahr des Vereins. Zum Matchwinner wurde der Torjäger Yanna Zing, der bereits in der Punkterunde 22-mal eingenetzt hatte. Nun legte der 22-Jährige dreifach nach (18./ 34./90.+13). Hinzu kam ein Treffer seines Teamkollegen Drinor Balaj (26.).
„Wir haben die erste Halbzeit verschlafen“, beklagt Serdar Yesil, Trainer des unterlegenen Gegners. Bei der zwischenzeitlichen Aufholjagd nach der Pause ließen die Seinen dann zu viele Großchancen liegen. Fazit Yesils: „Die Enttäuschung ist sehr groß.“ Als Herbstmeister hatte sein Team lange die Tabelle angeführt, ehe der angepeilte Titelgewinn noch entglitt. Nun stehen die VfL-Kicker mit komplett leeren Händen da.
Unterdessen ist der TSV Heumaden dem drohenden Abstieg ein weiteres Mal von der Schippe gesprungen und hat in der Relegation zur Kreisliga-A-Staffel 2 gegen den TSV Birkach einen 0:1-Rückstand in der zweiten Hälfte zu einem 3:1-Sieg gedreht. Elwin Sadikovic hatte den B-2-Vizemeister früh in Führung gebracht (12.). „Wir waren in den Anfangsminuten zu ängstlich und haben gebraucht, um in das Spiel zu kommen“, berichtet der Heumadener Trainer Adnan Shakir Mannan. In der zweiten Hälfte erhöhten die Seinen vor fast 500 Zuschauern auf dem Sportgelände der Sportfreunde Stuttgart aber den Druck. Bis zur 66. Minute hielt die gegnerische Verteidigung dicht, dann erlöste Michele Maimone seine Mannschaft mit einem Kopfball zum Ausgleich. Und in der 74. Minute erzielte der Angreifer nach einem Eckball ebenfalls per Kopf die Heumadener Führung. Vollends alles klar war mit Nico Floeters Treffer zum 3:1 (78.).
„Das Spiel gibt uns nach den zuletzt guten Wochen noch mal einen weiteren Schub. Nach einem Rückstand in der Relegation so zurückzukommen, schweißt die Mannschaft noch enger zusammen“, sagt Mannan. Im Finale wartet am kommenden Sonntag in Büsnau der aktuell spielfreie TSV Musberg II als entscheidender Gegner.
Für den TSV Birkach ist die Saison dagegen beendet und der Aufstiegstraum vorerst Geschichte. Letztmals war der Filderclub vor elf Jahren in der Kreisliga A.
Ebenfalls Endstation ist für die Frauen der Sportvg Feuerbach – was der guten Laune bei den Nord-Stuttgarterinnen allerdings nichts anhaben konnte. Allein schon die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Landesliga war eine unverhoffte Zugabe gewesen. Profitiert hatte der amtierende Bezirkspokalsieger vom Verzicht der Biegelkicker Erdmannhausen.
In der erste Runde war dann vor Wochenfrist gegen den TSV Ruppertshofen sogar ein 3:2-Sieg nach Verlängerung gefolgt. Nun aber erwies sich der Landesliga-Neunte SSG Ulm auf dessen Sportplatz als zu hohe Hürde. Für den Kontrahenten von der Donau trafen Chiara Rottler (25.) und Jana Kösling (48.). Zwischenzeitlich war die Partie wegen eines Unwetters unterbrochen. Die Ulmerinnen haben mit ihrem Sieg den Klassenverbleib geschafft.