Fußball-Relegation zur Kreisliga A Bitterer Abschied und der geplatzte Aufstiegstraum

Torhüter Nico Wilfing bekam zwei ärgerliche Gegentore. Foto: Avanti/Ralf Poller

Ausgerechnet ein Eigentor des scheidenden Routiniers Julian Kübler leitet die 0:2-Niederlage des TSG Steinheim in der Relegation gegen die SKV Eglosheim ein.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Bitterer hätte der Abschied für Routinier Julian Kübler nicht werden können. Der 35-Jährige wollte zum Karriereende mit dem TSG Steinheim die Rückkehr in die Fußball-Kreisliga A feiern, doch ausgerechnet er leitete mit seinem Eigentor die 0:2-Niederlage im entscheidenden Relegationsspiel gegen den SKV Eglosheim ein. „Die Niederlage ist schon sehr schmerzlich und das Eigentor von Julian Kübler natürlich sehr bitter“, sagt der Steinheimer Trainer Timo Schlayer.

 

Der Vizemeister der Kreisliga B2 kam auf dem Gelände des TSV Asperg nur schwer in die Partie und hatte dann auch noch ordentlich Pech. Kübler wurde im Mittelfeld ordentlich unter Druck gesetzt und wollte den Ball zur Entlastung zurück zu Torhüter Nico Wilfing spielen. Der Rückpass des einstigen Landesligaspielers war jedoch zu scharf und ungenau und rutschte an Keeper Wilfing vorbei ins Netz (14. Minute).

Steinheim nach Schock besser im Spiel

Nach dem frühen Schock kamen die Steinheimer besser in die Partie und hatten durchaus mehrere Chancen den Ausgleich zu erzielen. „Wenn wir das 1:1 machen, dann glaube ich, dass wir das Spiel gewinnen“, berichtet Schlayer.

Doch fallen wollte der Ausgleich eben nicht. Stattdessen bekamen die Steinheimer in der 86. Minute den Nackenschlag. Mitten in die Schlussoffensive chippte Eglosheims Murat Dincer aus 35 Metern den Ball über den weit aufgerückten Torhüter Wilfing zum 2:0-Endstand.

Faire Geste des Aufsteigers

„Ich bin zwiegespalten, weil Eglosheim es einfach ein bisschen mehr wollte und verdient gewonnen hat, andererseits wäre für uns auch mehr drin gewesen“, sagt der Steinheimer Coach Schlayer. Dem Vizemeister der Parallelstaffel 1 wünscht er nach dem erfolgreichen Aufstieg in der kommenden Saison viel Glück in der Kreisliga A1. „Es war eine faire und ordentliche Truppe, die uns nach dem Spiel auch getröstet hat“, erzählt Schlayer.

Trösten muss er nach den geplatzten Aufstiegsplänen in den kommenden Tagen auch seine eigene Mannschaft. Der Enttäuschung zum trotz geht es wie geplant für das 35 Mann große Aufgebot ab kommenden Donnerstag für vier Tage zum Saisonabschluss nach Österreich. Am darauffolgenden Wochenende steht dann bereits das Straßenfest in Steinheim an, bei dem alle tatkräftig mithelfen werden.

Trainingslager in Österreich

Danach ist etwas Zeit, die Kräfte neu zu sammeln. Erst am 17. Juli steht der Trainingsauftakt an, dann geht es für das Trainingslager erneut nach Österreich. „Es tut jetzt erst mal noch weh, aber dann heißt es wieder aufstehen und einen neuen Angriff wagen. Ich bin überzeugt, dass wir daraus lernen können“, sagt Schlayer.

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