Fußball Rems/Murr/Hall: Kreisliga B Zwei Teams überwintern als Spitzenreiter

Erfolgreich auch als Torschütze: Linus Benz, Kapitän des TVOe II (rechts) Foto: Günter Schmid

Sieben Staffeln gibt es in der Kreisliga B des Fußballbezirks Rems/Murr/Hall. Besonders gut läuft es bislang für zwei Teams aus dem Verbreitungsgebiet der Fellbacher Zeitung.

Sieben Fußball-Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet der Fellbacher Zeitung haben im Sommer den Spielbetrieb in der Kreisliga B des Bezirks Rems/Murr/Hall mit ihren insgesamt sieben Staffeln aufgenommen. Alle mit dem Ziel, möglichst gut abzuschneiden. Für zwei Teams könnte die Saison bislang kaum besser laufen. Die Spvgg Rommelshausen führt die Tabelle in der Staffel 1 an, der TV Oeffingen II überwintert in der Staffel 3 auf dem ersten Platz. Eine Zwischenbilanz.

 

Spvgg Rommelshausen: Der gute Lauf ist nicht selbstverständlich

    Staffel 1: Nachdem die Kicker der Spvgg Rommelshausen im Frühjahr nach nur einer Saison in der Kreisliga A wieder den bitteren Gang in die unterste Klasse des Bezirks antreten mussten, hatte der Spielertrainer Rifaat Al-Shammaa angekündigt, dass das Team stärker zurückkommt und gleich wieder nach oben will. Und tatsächlich sieht es so aus, als ob das gelinge. Mit 35 Punkten führt die Spvgg das Klassement mit zwei Zählern Vorsprung und einem Spiel weniger vor dem SV Hegnach an. Dass es so gut läuft, war zwar erhofft, aber letztlich dann doch nicht selbstverständlich. „Wir waren nach dem Abstieg in der Relegation schon sehr gebrochen“, sagt Al-Shammaa, 28, der die Spvgg in der dritten Saison anführt. „Jetzt bin ich stolz, dass der Wiederaufbau so schnell geklappt hat.“ Maßgeblichen Anteil hat auch der Königstransfer Claudio Paterno, Ex-Oberliga-Spieler unter anderen beim SV Fellbach. Der Erfahrene, mit acht Toren auch bester Schütze, geht mit der richtigen Einstellung und dem richtigem Einsatz voran. „Er erwartet viel von seinen Mitspielern“, sagt der Coach. Prunkstück im Team um Georgios Liakas, einer von drei Kapitänen, ist bislang die Abwehr mit nur zwölf Gegentoren. Seit fünf Monaten hat die Spvgg nicht mehr verloren. „Wir sind deutlich fitter, das merkt man im Spiel gegen den Ball“, sagt Al-Shammaa. Dass der Spitzenreiter nur 47 Tore geschossen hat, liegt auch daran, dass die Kellerkinder aus Buhlbronn und Neustadt zum Spiel nicht angetreten sind und es nur jeweils einen 3:0-Sieg am grünen Tisch gab.

Auch im Bezirkspokal läuft es gut

Mit der Vorbereitung auf die zweite Saisonphase starten die Römer bereits am 13. Januar, weil am 15. Februar schon das Nachholspiel gegen den KTSV Hößlinswart ansteht. Dann dürften auch die Langzeitverletzten wie Torgarant Denis Dejanovic oder die beiden Innenverteidiger Paul Lehmann und Tim Krieg wieder dabei sein. „Mit ihnen werden wir noch stärker sein“, sagt Al-Shammaa, der auch im Bezirkspokal noch viel vor hat. Dort steht der B-Kreisligist überraschend im Viertelfinale.

TV Stetten: Der Absteiger stellt die beste Offensive

Zufriedenheit herrscht auch bei Michael Lang, dem Abteilungsleiter der Fußballer des TV Stetten. Das Team, das ebenfalls im Frühjahr aus der Kreisliga A abgestiegen ist und jetzt von Christopher Alhaus und Simon Becker trainiert wird, belegt mit fünf Punkten Rückstand auf die Spvgg und bei einem Spiel mehr den dritten Platz. „Wir haben eine stärkere und stabilere Mannschaft als in der Abstiegssaison“, sagt Lang. Und die überzeugt besonders in der Offensive – 70 Tore in 14 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Am treffsichersten zeigten sich bisher Alexander Schetter (15 Tore) und Kristian Ibishaj (14). Die wenigen Probleme in Abwehr und Mittelfeld „kriegen wir in der Rückrunde in den Griff“. Auch weil die beiden Innenverteidiger Robin Konzmann und Marc Pietrzyk aus langen Verletzungspausen zurückkommen. An den „Römern“, sagt Lang, gehe wohl kein Weg mehr vorbei, aber den zweiten Platz, der zu Aufstiegsspielen berechtigt, will der TVS ins Visier nehmen. Ein richtungweisendes Spiel steht gleich am ersten Spieltag am 1. März an: das Derby bei der Spvgg.

FC Jat Fellbach: Absteigen zum Glück nicht möglich

Mehr schlecht als recht schlägt sich der FC Jat Fellbach, der mit vier Punkten aus 14 Spielen Tabellenletzter ist und dabei mit zwölf Toren den schlechtesten Angriff und mit 68 Gegentoren die schlechteste Defensive stellt. Absteigen aber unmöglich.

TV Oeffingen II: Mit der besten Defensive an der Spitze

     Staffel 3: Dass der TV Oeffingen II auf dem ersten Platz überwintern würde, hätte der Trainer Vittorio Dell’Aquila nicht erwartet. Ein Platz unter den Top fünf war das erklärte Ziel vor dem Rundenstart. Umso größer ist die Freude, dass der TVOe II vor allem als Kollektiv so erfolgreich spielt. „Wir sind enger zusammengerückt“, sagt der Coach, für den es die zweite Saison als Hauptverantwortlicher ist. Für den restlichen Verlauf der Runde hofft er, dass er mit seinem 30-Mann-Kader so lange wie möglich oben dabei bleiben und möglicherweise den dritten Platz aus der Vorsaison toppen kann. Mit nur zwölf Gegentoren stellt der TVOe II die beste Defensive, das soll auch weiterhin so bleiben. Besser werden muss hingegen die Chancenverwertung. 39-mal haben Kapitän Linus Benz, mit neun Toren auch treffsicherster Stürmer, und seine Kollegen in 14 Spielen eingenetzt. Zum Vergleich: die zweitplatzierte SG Schorndorf II hat es bereits auf 66 Tore gebracht. Außer Benz sind der mitspielende Co-Trainer Tolga Kücükmustafa, Malte Hofmann, Gabriel Queißer sowie der Zugang Elias Lehmann („Er kann den Unterschied ausmachen“) wichtige Spieler im Verbund.

TSV Schmiden II: immerhin das Stdtderby gewonnen

Das Ziel von Antonio De Cristofaro war es, mit dem TSV Schmiden II, einer ganz jungen Mannschaft, vorn mitzuspielen. Nach 14 Spielen steht nun der siebte Platz zu Buche, wobei der Rückstand auf den zweiten Rang nur vier Punkte beträgt. „Wir müssen zufrieden sein“, sagt der Coach, der mit einem 30-Mann-Kader gestartet war, oft aber nur an die 18 Akteure im Training hatte. Verletzungen, Arbeitseinsätze oder studienbedingte Ausfälle haben immer wieder Positionsumstellungen gefordert. Erfreulich derweil: das als wichtigste Spiel auserkorene Stadtderby gegen den TV Oeffingen II wurde gewonnen – 2:1. „Das wollen wir in der Rückrunde natürlich noch einmal wiederholen“, sagt der Coach augenzwinkernd.

Spvgg II: Die Spieler rufen ihr Leistungsvermögen nicht ab

Überhaupt nicht zufrieden ist Francesco Lamanna, der Trainer der Spvgg Rommelshausen II, dessen Team mit neun Punkten und 22:41 Toren nur den zwölften Platz belegt. „Wir konnten unsere Abgänge nicht kompensieren, haben kein konstantes Aufgebot, müssen zu viel rotieren, und die Spieler rufen nicht das ab, was sie eigentlich können“, sagt der Coach. Im neuen Jahr soll just an diesen Stellschrauben gedreht werden.

TV Stetten II: In der Rückrunde ist noch viel möglich

   Staffel 4: Voll im Soll ist der TV Stetten II, der nach wie vor von Patrick Scheib trainiert wird: Platz vier mit 26 Punkten und drei Zählern Rückstand auf den zweiten Platz. Höher hinauf dürfte es auch nicht gehen, denn die SV Remshalden II ist mit 37 Punkten der Konkurrenz bereits enteilt. „Aufstiegsspiele sind immer attraktiv“, sagt Scheib, der sich allenfalls über ein paar unnötige Punktverluste ärgert. „Fünf Zähler mehr hätten es mit ein wenig Glück sein können.“ Doch weil die Liga von Platz zwei bis acht noch eng beieinander liege, sei in der Rückrunde viel möglich. „Da kann jeder jeden ärgern“, sagt der 39-Jährige. Vornehmlich gehe es ihm aber darum, eine „super Runde“ zu spielen und zumindest den vierten Platz aus der vergangenen Saison zu bestätigen. Die Trainingsbeteiligung war bislang super, der Mix aus jungen und erfahrenen Spielern stimme. Bester Torschütze bislang: Stefan Konzmann (Jahrgang 1987) mit neun Toren.

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