In einem schwachen Bezirksliga-Derby gewinnt die SKV Rutesheim II beim TSV Eltingen II mit 2:1. Die SpVgg Renningen verliert in Pflugfelden das Spiel mit 2:4 und ihren Torhüter nach Platzverweis.

Leonberg - Am zwölften Spieltag in der Bezirksliga gab es für die vier Altkreisteams nur einen Sieg – und das im Derby: Rutesheim II gewann bei Eltingen II mit 2:1. Merklingen unterlag bei Löchgau II mit 0:1, Renningen in Pflugfelden mit 2:4. TSV Eltingen II – Rutesheim II 1:2 (1:1) Nur ganz knapp ist Tabellenschlusslicht TSV Eltingen II an seinem zweiten Punktgewinn in dieser Saison vorbeigeschrammt. „Beide Mannschaften wollten nicht viel voneinander, und wir haben drei 100-prozentige Torchancen vergeben“, haderte TSV-Trainer Onur Bodur. Nicolas Müller lief zweimal allein auf den SKV-II-Keeper zu, „doch dann bekam er irgendwie Panik“ (Bodur). Tim Hecker verfehlte aus zwei Metern das leere Tor. So blieb es beim einzigen Treffer für die Eltinger durch Philipp Pajda (26.) nach einer schönen Kombination zum zwischenzeitlichen 1:1. Die 1:0-Führung für die Gäste hatte Torjäger Simon Weinmann mit einem Schuss von der Strafraumgrenze besorgt (13.). Beim 2:1-Siegtreffer der SKV II durch Uwe Eberhard (77.) wurde der Ball zweimal abgefälscht, zuvor hatte die TSV-Defensive ihn in die Mitte abgewehrt. „Für ein Derby war es ein blutleerer Auftritt. Wichtig ist, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten“, meinte SKV-II-Spielleiter Martin Gäckle.

 

TSV Eltingen II: Albrecht, Jakob (62. Falch), Topousidis, Stanger, Ekmen, Leonhard, Zmpitas (79. Heuer), Hecker, Santoianni, Müller (73. Vrakas), Pajda.

SKV Rutesheim II: Turian, Bondar (76. Kühnel), Lang, Sikora, Samadi, Geiger (47. Essig), Espenschied (32. Luithle), Giray, Eberhard, Hecker, Weinmann.

FV Löchgau II – TSV Merklingen 1:0 (0:0) Tief enttäuscht zeigte sich Trainer Wolfgang Buck vom Auftritt seiner Elf beim Kellerkind FV Löchgau II: „Das war ein Spiel auf ganz überschaubarem Niveau“, meinte er. Die Löchgauer Landesliga-Reserve sei alles andere als ein starker Gegner gewesen, aber sein Team habe es nicht geschafft, diesen in Bedrängnis zu bringen. „Am Personal kann es nicht liegen. Es war dasselbe, mit dem wir in der vergangenen Woche gegen Neckarweihingen gewonnen haben“, stellte er klar. Bezeichnend sei, dass seine Mannschaft ihre beste Phase nach dem 0:1-Rückstand gehabt und in der 80. Minute auch prompt die beste Chance herausgespielt habe: Marcus Bofinger verlängerte den Ball auf den frei stehenden Leonard Saku, der das Spielgerät jedoch aus fünf Metern nicht richtig traf. Auch das Tor des Tages in der 60. Minute sei symptomatisch für die Leistung seiner Elf gefallen: Bei einem Freistoß aus 22 Metern habe sich plötzlich ein Loch in der Mauer aufgetan. „Diese Niederlage geht durchaus in Ordnung“, haderte Trainer Buck.

TSV Merklingen: Wellinger, Kelsch, Elfadli, Burgantzoglu, Gündüz, Bähser (78. Moll), El Arkoubi, Prüfer (63. Hahn), Woischiski (63. Babel), Saku, Bofinger.

TV Pflugfelden – SpVgg Renningen 4:2 (1:2) Nur eine Halbzeit hat die SpVgg Renningen dem Tabellenzweiten Paroli bieten können – dies aber in durchaus beachtlicher Weise: Adrian Martone (15.) und Lütfi Yilmaz (31.) brachten die Gäste mit 2:0 in Führung, ehe der TVP durch einen höchst fragwürdigen Strafstoß fünf Minuten vor der Pause zum Anschlusstreffer kam. Die Renninger hatten sogar noch zwei weitere Großchancen und hätten zur Pause schon vier Tore erzielen können. „In der zweiten Hälfte haben wir dann leider den Faden verloren“, bedauerte SpVgg-Trainer Sven Heinkele. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung trudelte der Ball komplett durch den Renninger Strafraum, ehe ein ungedeckter TVP-Akteur am langen Pfosten zum 2:2 einschieben konnte (55.). Knackpunkt war die 70. Minute, als SpVgg-Torspieler Suljo Hasanbasic als letzter Mann ein Foul beging und mit Rot vom Platz musste. Den fälligen Strafstoß verwandelte Pflugfelden zum 3:2. Gegen aufrückende Renninger kamen die Gastgeber in der Schlussphase durch einen Konter auch noch zum 4:2-Endstand.

SpVgg Renningen: Hasanbasic, Rünz, Yilmaz, Shuleta, Kilian (43. Schneider), Schön, Dietrich, Teutsch, Martone (72. Stoy), Philipp, Castellano (70. Hoerhammer).