Fußball: Spvgg Rommelshausen Bitterer Abstieg und mutige Kampfansage

Pechvogel: Rommelshausens Spielertrainer Rifaat Al-Shammaa (Mitte) Foto: Günter Schmid

Die Kreisliga-A-Fußballer der Spvgg Rommelshausen verlieren das Relegationsspiel gegen den 1. FC Hohenacker nach einem umstrittenen Handelfmeter 2:3.

Für die Kreisliga-A-Fußballer der Spvgg Rommelshausen war der vergangene Samstagabend ein ganz bitterer. Im entscheidenden Relegationsspiel bei hochsommerlichen Temperaturen unterlag das Team um den Spielertrainer Rifaat Al-Shammaa mit 2:3 dem 1. FC Hohenacker aus der Kreisliga B, der damit den direkten Wiederaufstieg geschafft hat. Für den Spvgg-Verbund geht es hingegen nach nur einer Saison in der Kreisliga A künftig wieder in der Kreisliga B weiter. Besonders bitter für die Römer Protagonisten: der Siegtreffer vor den rund 750 Zuschauern auf dem neutralen Rasenplatz in Rudersberg fiel in der achten Minute der Nachspielzeit. Nick Polzin hatte einen Handelfmeter verwandelt.

 

Al-Shammaa selbst soll – jedenfalls sah es so der Unparteiische Cihan Aksoy (Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Hall) – den Ball nach einem Freistoß, der ebenfalls von Polzin getreten worden war, mit dem Arm abgefälscht haben. Es war ein umstrittener Pfiff. Das sah auch der Beschuldigte selbst so. „Mein Arm war nicht ausgestreckt“, beteuerte der 27-Jährige unter Tränen nach dem Schlusspfiff. Es sei der Wahnsinn gewesen, dass sich der Schiedsrichter diesen Pfiff in dieser Minute getraut habe. „Einen bittereren Abstieg gibt es nicht.“

Zumal das Relegationsspiel für den Tabellenzwölften der abgelaufenen Saison in der Staffel 1 der Kreisliga A optimal begonnen hatte. Nach einem Foul an Al-Shammaa, der eigens wegen der Partie seinen Italien-Urlaub frühzeitig abgebrochen hatte, verwandelte Georgios Liakas den Freistoß direkt zur 1:0-Führung (12.). Danach allerdings mussten die Spvgg-Spieler ihrem Torwart Santosh Kotthoff dankbar sein, der mit mehreren starken Paraden dafür verantwortlich zeichnete, dass der Vorsprung auch zur Pause seine Gültigkeit hatte. Der klassentiefere 1. FC Hohenacker, der in der Staffel 2 hinter dem Meister und Direktaufsteiger Kosova Kernen Zweiter geworden war, hatte nicht nur mehr vom Spiel, sondern auch deutlich mehr Torchancen. Erfolgreich nutzen konnte er zwei davon aber erst nach Wiederanpfiff – und drehte damit die Partie – 2:1 nach 55 Minuten. Bei den Römern lief nach vorn nicht viel zusammen; das Fehlen von Denis Dejanovic konnte nicht kompensiert werden. Dem Top-Torjäger, der in den Ligaspielen 26-Mal getroffen hatte und im Derby beim TV Stetten wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz geflogen war, wurde eine Sperre von sechs Spielen aufgebrummt.

Der 2:2-Ausgleich fiel dann aus dem Nichts. Mit dem zweiten Torabschluss der Römer nach der Pause war Yaqoub Ammar erfolgreich (79.). Danach drängten beide Teams auf das Siegtor in der regulären Spielzeit – wirklich gefährliche Abschlüsse bis zu besagtem Elfmeterpfiff gab es aber weder hüben noch drüben.

Trotz des Abstiegs äußerte sich der später dann wieder gefasste Al-Shammaa positiv über sein Team. „Wir haben in dieser Saison viel gelernt, sind eine bessere Mannschaft geworden und werden stärker zurückkommen.“ Für seine dann dritte Runde bei der Spvgg gibt es nur ein Ziel: „Wir werden als Meister in die Kreisliga A zurückkehren“, sagte er und zeigte sich mutig kämpferisch. Denn vor dem Aufstieg im vergangenen Sommer am grünen Tisch (wir haben berichtet) spielte der Klub 16 Spielzeiten nacheinander in der Kreisliga B.

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