Fußball Supercup SV Leonberg/Eltingen bügelt den TASV Hessigheim ab

Nach Meisterschaft nun auch der Sieg im Supercup: SV-Kapitän Marco Seufert (li.) feiert einen Treffer mit Doppel-Torschütze Ennio Ohmes. Foto: Pressefoto Baumann

Bezirksliga-Meister SV Leonberg/Eltingen hat im Fußball-Supercup des Bezirks in Eglosheim den Pokalsieger TASV Hessigheim mit einem satten 4:0 (1:0) abgefertigt.

Der SV Leonberg/Eltingen darf schon wieder den Briefkopf ändern: Nachdem die Mannschaft im Mai die Bezirksliga-Meisterschaft 2024/2025 gefeiert hat, darf sie sich nun auch Supercup-Sieger 2025 des Bezirks Enz-Murr nennen.

 

Der VfB Stuttgart kann sich ein Beispiel dran nehmen: Vor dem DFL-Supercup, wenn der DFB-Pokalsieger am 16. August auf Meister Bayern München trifft, haben die Leonberger das neu eingeführte Pendant auf Bezirksebene in Eglosheim mit 4:0 gegen den TASV Hessigheim für sich entschieden.

Die Kicker aus Leonberg feiern ihren ersten Supercup-Triumph. Foto: Pressefoto Baumann

„Erster Supercup-Sieger in der Geschichte dieses Wettbewerbs klingt nicht schlecht. Aber trainingsfrei gibt es zur Belohnung deswegen nicht, am Montag geht es mit der Vorbereitung weiter“, stellte SV-Trainer Robert Gitschier schmunzelnd klar.

Eine zünftige Kabinenfeier für den Sieg gab es dennoch, schließlich war der TASV Hessigheim eine Mannschaft, gegen die dem SV Leonberg/Eltingen in der Bezirksliga-Saison kein Dreier gelungen war. Dabei fehlten beim Landesliga-Aufsteiger Patrik Hoffmann, Pascal Nufer und Sandro Seeber (alle im Urlaub) sowie der verletzte Florian Hofmann, während Hessigheim einen 20er-Kader aufbieten konnte.

Für den Sieg gab es mehr als den Trophäen-Teller für Kapitän Marco Seufert (Mi.) – auch ein Scheck über 300 Euro war dabei. Foto: Pressefoto Baumann

Doch am Sonntag auf dem Eglosheimer Sportgelände spielte das keine Rolle. Nur die erste Viertelstunde lang konnte der TASV die Begegnung offen gestalten und hätte mit etwas Glück sogar in Führung gehen können: Ein TASV-Akteur sah, dass SV-Schlussmann Julian Bär etwas weit vor seinem Tor stand und hielt von der Mittellinie aus einfach drauf – der Ball landete an der Querlatte.

„Das war vielleicht der Weckruf, der uns gefehlt hat“, meinte Gitschier rückblickend. Denn in der Folge zog der SV Leonberg/Eltingen die Spielkontrolle immer mehr an sich: Ball und Gegner wurden laufen gelassen, die sich bietenden Räume mit sauberen Pässen in die Tiefe genutzt. Für den ersten Treffer in der 16. Minute musste allerdings ein Standard herhalten: Nach einem Eckball bekamen die Hessigheimer den Ball nicht wirklich geklärt, den Abpraller verwandelte Joshua Trefz zur 1:0-Führung für den Neu-Landesligisten.

SV-Neuzugang Alain Tchuidjou (li.) setzt sich gegen Jonas Schneider vom TASV durch. Foto: Pressefoto Baumann

Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause stellte der SV die Weichen früh auf Sieg: Zunächst spielte Finley Strahl auf der Außenbahn sein Tempo aus, umkurvte im TASV-Strafraum noch einen Gegenspieler und traf aus zehn Metern zum 2:0. Wenige Minuten später erhöhte Stürmer Ennio Ohmes zum 3:0-Halbzeitstand.

Trainer Gitschier: „Nur ein Testspiel“

Auch in der zweiten Hälfte veränderten sich die Kräfteverhältnisse nicht. Kapitän Marco Seufert verpasste kurz nach Wiederanpfiff das 4:0, als er nach einem Pass allein auf das Hessigheimer Tor zulief. In der 52. Minute machte er seinen Fauxpas jedoch wett, als er nach einem Solo über die Außenbahn einen halbhohen Flankenball auf Ennio Ohmes schlug, der diesen technisch hochwertig mit dem Außenrist über TASV-Keeper Ron Moj zum 4:0-Endstand schlenzte. Anschließend wechselte SV-Coach Gitschier munter durch, um allen Akteuren Spielzeit zu geben. „Auch der Supercup ist nur ein Testspiel“, relativierte er.

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