Fußball: SV Fellbach Raben und andere Gegner

Charalambos Parharidis (links) bereitet beide Fellbacher Tore vor. Foto: /Maximilian Hamm
Charalambos Parharidis (links) bereitet beide Fellbacher Tore vor. Foto: /Maximilian Hamm

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach haben es in verschiedener Hinsicht nicht leicht und sehen sich nach dem 2:2-Unentschieden gegen den VfL Sindelfingen wegen aberkannter Treffer benachteiligt.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Fellbach - Dieser Gegner ist neu in der Verbandsliga. Eine Schar Raben hatte Tage vorher mit geschlossener Mannschaftsleistung an verschiedenen Stellen den Rasen im Max-Graser-Stadion ramponiert. Der Schaden war trotz eiliger Reparaturmaßnahmen auch noch am Spieltag kaum zu übersehen. Mit dem hier und da malträtierten Grün mussten natürlich beide Teams zurechtkommen, irgendwie aber passt der Überraschungsbesuch der Vögel schon zur Situation beim SV Fellbach. Die Fußballer um den Cheftrainer Fatih Ada laufen gerade ja eh nicht mit selbstverständlicher Gewandtheit über die Plätze in der höchsten Spielklasse Württembergs. Nichts fällt ihnen in dieser Saisonphase wirklich leicht, und einfacher soll das Geschehen ganz offenbar nicht werden. Am Samstag bekam der SVF tatsächlich drei Tore wieder aberkannt und so nach davor vier Niederlagen erneut keinen Sieg zustande. Am Ende allerdings, auch das gehört zur Wahrheit nach diesem 2:2 gegen den VfL Sindelfingen, hätte der Gastgeber auch diese Begegnung noch verlieren können.

Benito Baez Ayala trifft regulär zum 3:2, aber das Tor zählt nicht

In der 86. Spielminute war bei all jenen unter den 290 Zuschauern, die es mit dem SV Fellbach hielten, die Freude groß. Der eingewechselte Zugang Benito Baez Ayala war in den Strafraum der Sindelfinger gehuscht und lenkte den Ball nach der Flanke von Mika Müller mit feiner Direktabnahme ins Tor. Eine hübsche Dramaturgie, war der 32-Jährige doch eben erst von der TSG Backnang eingetroffen. Jetzt sollte er den Siegtreffer zum 3:2 erzielen. Doch rasch verwandelte sich die Freude in Fassungslosigkeit. Das Schiedsrichtergespann um Kevin Popp sah eine Abseitsstellung, wo definitiv keine war; bei späterer Überprüfung im Stream war das gut zu erkennen. „Wie kann man so benachteiligt werden?“, grollte Ioannis Tsapakidis, der Sportliche Leiter der Fellbacher Fußballer.

Verpasste Gelegenheit auf den ersten Sieg seit dem 13. August

Ein Irrtum der Unparteiischen halt, der gravierendste, nicht der einzige: Aber die Führung war nun mal wieder weg, ehe sie überhaupt in die Statistik einziehen konnte. Zuvor hatte sich der Verbandsliga-Verbund des SVF zweimal zählbar nach vorne gebracht und beide Male den kleinen Vorsprung mit Unaufmerksamkeiten im Defensivverhalten wieder zunichtegemacht. Timo Marx (24.) und Valentin Jäkel (63.) hatten jeweils nach Vorarbeit des auffälligsten SVF-Akteurs, Charalambos Parharidis, getroffen. Endrit Syla war in Abwesenheit der Sindelfinger Klasseangreifer Oliver Glotzmann und Sascha Häcker mit seiner Wucht zweimal der Ausgleich gelungen (53., 67.).

Die Mannschaft um Fatih Ada war dem dritten Erfolg in dieser Saison überaus nah, sie war nach der Pause gegen nun stärkere Gäste aber auch öfter und bis zuletzt bereit, in massive Schwierigkeiten zu geraten. Am Ende überwog allerdings das Gefühl der verpassten Gelegenheit auf den ersten Sieg seit dem 13. August. „Wir haben alles versucht“, sagte der Cheftrainer: „Aber wie heißt es doch: Erst hast du kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu.“

Die Rabenschar immerhin ist fürs Erste weitergezogen. SV Fellbach: Gutsche – Braun, Müller, Weiß (85. Miller), Jäkel, Marx (35. Michaltsis), Njie, Yüksek (51. Baez Ayala), Parharidis, Ferati, Sessa (56. Zimmermann).




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