Fußball: SV Fellbach SV Fellbach: Niederlagenserie

Geknickt nach der nächsten unnötigen Niederlage: Ali Ferati Foto: /Maximilian Hamm
Geknickt nach der nächsten unnötigen Niederlage: Ali Ferati Foto: /Maximilian Hamm

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach lassen auch am Mittwoch bei Türkspor Neu-Ulm zu viele Torchancen ungenutzt und verlieren nach drei späten Gegentreffern zum vierten Mal hintereinander – 2:3.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Neu-Ulm - Die vorherige Verabredung bei Türkspor Neu-Ulm hatte den Fußballern des SV Fellbach einen erstaunlichen 6:1-Erfolg eingebracht. Etwas mehr als elf Monate ist das her. Sechs Tore waren Charalambos Parharidis und seinen Teamgefährten danach nicht mehr gelungen bei den raren Gelegenheiten im von Pandemie und Politik geplagten Wettkampfsport, sechs Tore mussten es auch am Mittwochabend nicht sein. Die Gäste aus Fellbach beließen es aber bei zwei Toren. Das war nicht genug in der höchsten Spielklasse Württembergs, weil sich damit am Muthenhölzle in Neu-Ulm die 2:3-Niederlage nicht verhindern ließ. Es war bereits das vierte Mal nacheinander, dass die Verbandsliga-Akteure um den Cheftrainer Fatih Ada zum Abpfiff keinen Grund zur Freude hatten. Und am Samstag, 15.30 Uhr, folgt im Max-Graser-Stadion bereits der Anpfiff gegen den VfL Sindelfingen.

Die Fellbacher bekommen nach dem Pausensprudel drei Gegentore

Charalambos Parharidis wollte am Mittwoch ganz offenbar da weitermachen, wo er im September 2020 aufgehört hatte. Der 25-Jährige, bei der Fellbacher Auswärtsfete im Vorjahr einer der Besten, wenn nicht der Beste auf dem Platz, begann erneut überaus engagiert. Er hatte in der neuerlichen Begegnung mit Türkspor Neu-Ulm früh die erste Torchance für den SV Fellbach, verfehlte das Ziel aber knapp (4.). Die Gäste wollten wie gewohnt Betrieb machen, mussten aber wie gewohnt aufpassen, dass hinten nicht mehr passiert als vorne. Bald schon sah sich der Gegner in aussichtsreicher Überzahl, verschusselte aber den Ball. Ein ungenaues Zuspiel, und Mika Müller konnte mit mächtigem Einsatz klären. Es ist dann bis zur Pause eher wenig passiert. Mika Müller hielt mit den Abwehrgefährten, dem Kapitän Leon Braun und Nikola Jelic, die Gastgeber weithin auf Distanz. Der Fellbacher Schlussmann Philipp Gutsche bekam kaum einen Ball aufs Tor. Auf der anderen Seite brachte der SV Fellbach die Widersacher allerdings auch nicht wirklich in Bedrängnis. Einmal jedoch, nach einem Freistoß von Ali Ferati, wäre der Ball ins Netz gerauscht, hätte der Neu-Ulmer Torwart Ediz Özer nicht glänzend pariert (26.). Es blieb bis zum Pausensprudel tatsächlich beim 0:0 – ein etwas untypischer Zwischenstand für den SVF, bisher in dieser Verbandsliga-Saison stets für Tore gut.

Die nächste Auswärtsniederlage des SV Fellbach nach eigener Führung

Nach Wiederbeginn dauerte es denn auch nur ein paar Minuten bis zum ersten Treffer dieses Spiels. Der eingewechselte Dominic Sessa stieg direkt schwungvoll ein. Nach seinem Versuch trat Ali Ferati den fälligen Eckstoß, und Timo Marx köpfte die Kugel bei seiner Startelfrückkehr zum 1:0 für den SV Fellbach ins Tor (48.). „Danach waren wir am Drücker“, sagte der stellvertretende Abteilungsleiter Jochen Pflüger. Marvin Zimmermann traf etwa die Latte, eine von mehreren Gelegenheiten für den SVF. Doch das 2:0 fiel nicht. Das nächste Tor fiel wie das übernächste auf der anderen Seite. Mehmet Ali Fidan nutzte erst einen Foulelfmeter mit etwas Glück – Philipp Gutsche war dran am Ball – zum Ausgleich (70.), kurz danach markierte er das 2:1 (73.). Charalambos Parharidis staubte zum 2:2 ab (80.). Doch wieder war Mehmet Ali Fidan zur Stelle (81.) – 3:2 für Türkspor Neu-Ulm. Die nächste Fellbacher Auswärtsniederlage nach eigener Führung. SV Fellbach: Gutsche – Braun, Müller, Jelic, Jäkel, Marx (83. Michaltsis), Parharidis, Zimmermann (75. Njie), Paterno (64. Yüksek), Miller (46. Sessa), Ferati.




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