Nach dem Klasseauftritt beim VfL Sindelfingen (2:0) ist der SV Fellbach drei Tage später mit derselben Anfangsformation angetreten. Am Dienstagabend traf es sich allerdings gut, dass sich der eine oder andere in bemerkenswerter Verfassung präsentiert hat, der nicht dieser Anfangsformation angehörte. Die eingewechselten Niklas Greß und Jamie Miller hatten keinen geringen Anteil am 2:1-Erfolg gegen Türkspor Neu-Ulm. Auch der spät eingesetzte Matteo Binner, ein Toptalent auf diesem Niveau, ist nach seinen Kniebeschwerden wieder auf der Höhe des Geschehens. Die Zusatzkräfte der vergangenen Tage werden an diesem Freitag, 19.30 Uhr, im Max-Graser-Stadion wohl noch an Bedeutung hinzugewinnen. Denn die im Amateursport eher unübliche Belastungsserie – drei Begegnungen im Drei-Tages-Rhythmus – findet für die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach mit dem Heimspiel gegen den Tabellenachten VfL Pfullingen ihren Abschluss.
Die Fellbacher Chancen auf den Ligaverbleib sind zuletzt wieder gestiegen
Zwei Siege sind der Mannschaft um den Kapitän Leon Braun seit dem vergangenen Samstag bereits gelungen. Die Abstiegsplätze hat sie bis auf Weiteres hinter sich gelassen. Mit den zwei Siegen sind die Chancen wieder gestiegen, dass der SV Fellbach auch nach der Sommerpause in der höchsten Spielklasse Württembergs vorzufinden sein wird. Noch stehen allerdings zwölf Treffen in dieser Verbandsliga-Saison aus, noch fehlen ein paar Siege mehr. Die nächste Angelegenheit ist angesichts des Substanzverlusts jedoch eine reichlich komplizierte. „Der Erfolg gegen Türkspor Neu-Ulm hat uns viel Kraft gekostet, und die Gäste des VfL Pfullingen werden uns alles abverlangen“, sagt Ioannis Tsapakidis, Sportlicher Leiter und auch wieder Cheftrainer auf Zeit seit der Trennung von Fatih Ada im Herbst des Vorjahres.
SVF: Niklas Hofmeister, Niklas Koroll und Fabijan Domic bleiben bis 2024
Der 44-Jährige hat den Verbund um den Vordenker Daniel Güney öfter beobachtet, er kennt und schätzt diesen Gegner. „Das Team aus Pfullingen ist physisch sehr stark“, sagt Ioannis Tsapakidis. Er wird deshalb wohl versuchen, an den kompakteren Auftritt der zweiten Hälfte gegen Türkspor Neu-Ulm anzuknüpfen. Mit Niklas Greß als zusätzlichem Abwehrposten. Und wohl auch mit Jamie Miller im Mittelfeld. Die beiden sollen all jene unterstützen, die zuletzt schon in der Startelf einiges getan haben für bessere Aussichten in der Verbandsliga. Vorneweg Ibrahim Njie, Charalambos Parharidis oder Philipp Gutsche. Auch mit den Eigengewächsen Niklas Hofmeister, 19, Niklas Koroll, 22, und Fabijan Domic, 20, ist wieder von Beginn an zu rechnen. An diesem Freitag und auch noch in etwas fernerer Zukunft: Alle drei wollen auch in den nächsten zwei Jahren, das haben sie zugesagt, für den SV Fellbach auflaufen. Bevorzugt in der Verbandsliga. SV Fellbach: Gutsche – Jäkel, Njie, Greß, Baez Ayala, Miller (Binner), Parharidis, Hofmeister, Braun, Koroll, Domic.