Fußball: SV Fellbach Wenigstens gut verteidigt

Einer gegen alle: Ibrahim Njie zeigt in der Fellbacher Innenverteidigung eine starke Partie. Foto: Günter Schmid

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach gewinnen am Samstag gegen die TSG Tübingen mit 1:0 und sind in der Tabelle nun Sechste.

Der 1:0-Heimerfolg am Samstagnachmittag gegen die abstiegsgefährdete TSG Tübingen war bereits der vierte Sieg nacheinander für die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach um ihr Trainer-Duo Kiriakos und Nicos Gountoulas. Damit haben die Kicker, die nun in der Tabelle Sechste sind, die Maßgabe der Trainer mehr als erfüllt. Zehn Punkte hatten diese aus den ersten vier Spielen nach der Winterpause gefordert, zwölf sind es geworden. Spielerisch allerdings blieben die Gastgeber auf dem Rasen des Max-Graser-Stadions den wenigen Zuschauern – zum Anpfiff hatten sich gerade einmal 80 auf der Tribüne eingefunden – vieles schuldig. „Das Spiel auf dem Rasen hat Kraft gekostet, uns hat die Leichtigkeit gefehlt“, sagt Kiriakos Gountoulas.

 

SVF-Trainer ändern Startformation auf drei Positionen

Im Vergleich mit dem Spiel beim FC Esslingen eine Woche zuvor hatten die Trainer ihre Startelf auf drei Positionen verändert. So durften diesmal Rafael Terpsiadis, Kristijan Dulabic und Ibrahim Njie von Beginn an ran; Sirin Emre Durmus, Mert Ali Icmez und Alban Kastrati hingegen mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen. Wobei Kastrati schon nach 26 Minuten zum Einsatz kam, nachdem Innenverteidiger Thomas Bauer verletzt vom Feld gemusst hatte. Und in der Phase, die Fellbacher spielten einige Minuten in Unterzahl, ehe der Wechsel vollzogen war, wunderte sich Nicos Gountoulas doch ziemlich über die Spielweise des Gegners. Denn anstatt die personelle Überzahl auszunutzen und die Fellbacher in deren Hälfte unter Druck zu setzen, konzentrierte sich die Elf von Trainer Michael Frick aufs Verteidigen. „Uns war es recht. Wir konnten den Ball so lange in den eigenen Reihen halten, bis Alban auf dem Platz war“, sagt Nicos Gountoulas.

Die Begegnung versandete zumeist in Mittelfeldgeplänkel

Dabei hatte der Tabellen-14., der in der vergangenen Saison erst in der Relegation dem Abstieg entgangen war, kurz davor eine Doppelchance zur Führung gehabt. Doch Tom Abele scheiterte binnen Sekunden zweimal am stark parierenden Fellbacher Schlussmann Levin Härtel (22.). Aber auch die Fellbacher hätten in der Anfangsphase schon zweimal jubeln können. Allerdings kam Patrick Fossi nach Hereingabe von Torben Hohloch einen Meter vor dem Tor nicht richtig zum Abschluss (2.) und Torben Hohloch selbst köpfte nach Flanke von Leonis Buzhala die Kugel übers Tor (8.).

Das war es dann auch schon mit Sehenswertem auf dem Spielfeld. Einzig der Feldhase, der kurz vor der Pause über den Rasen sprintete, vergnügte noch einmal die Zuschauer. Die Begegnung versandete zumeist in Mittelfeldgeplänkel, hüben wie drüben fehlte der energische Zug zum Tor.

Selbst in Überzahl gelingt den Gästen nicht viel

Nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild kaum. Und so entschied ein von Patrick Fossi verwandelter Foulelfmeter in der 49. Minute zum 1:0 die Partie. Zuvor war Torben Hohloch von den Beinen geholt worden. Herausgespielte Torchancen blieben nach wie vor Mangelware. Selbst nachdem Rafael Terpsiadis nach zweimaligen Meckerns binnen drei Minuten mit Gelb-Rot vom Platz gemusst hatte, konnten die Gäste in Überzahl keine zwingenden Torchancen kreieren. „Wir haben bis zum Schluss gut verteidigt“, sagt Kiriakos Gountoulas. Allen voran Ibrahim Njie, der in der Innenverteidigung jedes Kopfballduell und jeden Zweikampf gewann.

Am kommenden Samstag, 14 Uhr, treten die Fellbacher bei den fünftplatzierten Spfr. Dorfmerkingen an. Die Trainer hoffen, dass die Partie nicht wieder der Auftakt einer Negativserie wie in der Hinrunde ist. Damals hatte der SVF nach dem Sieg gegen die TSG Tübingen vier Spiele in Folge verloren.

    SV Fellbach: Härtel – Buzhala (80. Calemba), Njie, Thoams Bauer (26. Kastrati), Loraing – Terpsiadis, Tobias Hohloch, Leon Bauer (52. Kara), Torben Hohloch – Fossi (65. Durmus), Dulabic (46. Icmez).

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