Fußball: SV Fellbach Wenn der Plan aufgeht
Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach gewinnen gegen das Ligaschlusslicht VfR Heilbronn mit 3:0 und verbessern sich in der Tabelle auf den siebten Platz.
Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach gewinnen gegen das Ligaschlusslicht VfR Heilbronn mit 3:0 und verbessern sich in der Tabelle auf den siebten Platz.
Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach haben einen Start nach Maß in die zweite Saisonphase hingelegt. Nach dem 3:1-Auswärtserfolg am vorvergangenen Wochenende beim FC Rottenburg verbuchten sie am Samstag auf dem heimischen Kunstrasen die nächsten drei Punkte – 3:0 gegen das Ligaschlusslicht VfR Heilbronn, das jetzt fast schon für die Landesliga planen kann. Denn zum bestenfalls direkt rettenden elften Tabellenplatz besteht für das Überraschungsschlusslicht schon jetzt eine Kluft von elf Punkten. Die Fellbacher hingegen haben ihr Polster auf nun sechs Punkte ausgebaut. Mann des Tages beim ersten zweiten Heimsieg des SVF in dieser Saison war Mert Ali Icmez, der für den verletzten Rafael Terpsiadis in die Startelf gerückt war. Der Offensivmann markierte in der 15. Minute das 1:0 und machte mit seinem zweiten Treffer in der 79. Minute zum 3:0-Endstand alles klar. „Unsere Jungs haben taktisch überragend gespielt und so dem Gegner den Stecker gezogen. Unser Plan ist aufgegangen“, sagte Kiriakos Gountoulas, der mit seinem Bruder Nicos die Fellbacher Mannschaft trainiert.
Der Sieg war gegen zwar individuell starke, aber im Verbund schwache Heilbronner verdient. Die Gäste, bei denen in Andreas Lechner (von 2019 bis 2022 schon einmal in Heilbronn) bereits der dritten Trainer in dieser Saison auf der Bank Platz nimmt, hatte aus dem Spiel heraus einen einzigen Torabschluss zu verzeichnen. Luis Weber traf indes nur das Außennetz (10.). Und die beiden Freistöße in der Schlussphase waren sichere Beute von SVF-Keeper Levin Härtel, der einen wahrlich ruhigen Nachmittag erlebte.
Die Fellbacher hingegen hatten bereits in der zweiten Minute die Chance zur Führung gehabt, doch Sirin Emre Durmus verfehlte das Tor knapp. In der 15. Minute durften die Fellbacher dann aber jubeln. Nach der einzigen Ecke im gesamten Spiel scheiterte Durmus zunächst an VfR-Keeper Nils Leidenberger, doch der von ihm abgeklatschte Ball landete direkt vor den Füßen von Icmez, der sich nicht zweimal bitten ließ – 1:0. Drei Minuten später hatte erneut Durmus vor rund 120 Zuschauer das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss war indes zu schwach. Danach war die Partie arm an Höhepunkten, das meiste spielte sich im Mittelfeld ab – dies auch, weil sich die Fellbacher etwas zu tief fallen ließen und dem Gegner, der nicht wie von Nicos Gountoulas vermutet, defensiv eingestellt war, das Spiel überließen.
Nach Wiederanpfiff, Lechner hatte gleich dreimal beim VfR gewechselt, stellten die Gastgeber früh die Weichen auf Sieg. Nach einem Chipball von Tobias Hohloch nahm Durmus den Ball im Lauf mit und vollendete zum 2:0 (50.). Ehe Icmez nach einem Doppelpass mit dem eingewechselten Patrick Fossi zum 3:0 traf, war der ebenfalls eingewechselte Kristijan Dulabic mit seinem Abschluss an der Latte gescheitert (68.). „Vor allem die Art und Weise, wie unsere Spieler aufgetreten sind, hat uns gefallen und war stark. Der Gegner war so schwach, weil wir so gut verteidigt haben“, sagte Kiriakos Gountoulas.
SV Fellbach: Härtel – Buzhala, Kastrati, Thomas Bauer, Loraing (81. Calemba) – Icmez, Tobias Hohloch, Leon Bauer (84. Njie), Torben Hohloch – Kara (60. Dulabic), Durmus (76. Fossi).