Fußball: SVF, TSV, TVOe Giuseppe Greco übernimmt in Schmiden
Die Macher des Fuball-Bezirksligisten haben für Coach Damir Lisic einen Nachfolger gefunden.
Die Macher des Fuball-Bezirksligisten haben für Coach Damir Lisic einen Nachfolger gefunden.
Sie wollten am Samstag drei Punkte bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach holen und sind stattdessen nach einem recht blutleeren Auftritt mit einer 1:5-Niederlage nach Hause gefahren. Gefehlt hat den Verbandsliga-Fußballern des SV Fellbach auf dem Rasenplatz ganz augenscheinlich ihr Kapitän Leon Bauer, der sich erst morgens um 10 Uhr krank abgemeldet hatte. „Er ist einfach ein wichtiger Kommunikator, Motivator und Antreiber“, sagt der Trainer Nicos Gountoulas. Freilich. Allein am Fehlen des 23-Jährigen hat es nicht gelegen, dass die Fellbacher ihre dritte Niederlage hintereinander verbucht haben. „Bei der TSG stand heute eine richtige Herrenmannschaft auf dem Platz, bei uns nicht“, sagt der Coach Kiriakos Gountoulas. Die Gastgeber wollten die Partie unbedingt gewinnen, das habe man gesehen. Bei den eigenen Spielern habe es hingegen keinen einzigen gegeben – vom Torwart bis zum Stürmer –, der auch nur annähernd bei 80 Prozent seines Leistungsvermögens war. Und deshalb gibt es dieses Mal und erstmals in dieser Spielzeit auch keinen Spieler des Spiels aufseiten des SVF.
Bei den Gastgebern wäre hingegen Nico Freitag ein Kandidat für diese Auszeichnung gewesen – dank seines Kunstschusses. Nach der Pause ins Spiel gekommen, schoss er den Ball bei einem der wenigen nötigen Befreiungsschläge ungestreift über die Zuschauer hinweg in die Verkaufsbude, die auf Höhe der Mittellinie und zehn Meter hinter der Seitenlinie auf dem TSG-Sportgelände steht. Von den überraschten Verkäufern kam derweil schnell Entwarnung: Keiner wurde getroffen, keine einzige Wurst sei vom Grill geflogen und auch keine Bierflasche zu Bruch gegangen. Freitag war einer von fünf Spielern, die der TSG-Coach Patrick Faber in den zweiten 45 Minuten einwechselt hatte. Nicht dazu gehörten Kilian Kuntz, der in der Winterpause vom Landesligisten TV Oeffingen auf die Ostalb gewechselt war, sowie Muhamed Sanyang, der sich in der vergangenen Saison noch das Trikot des SV Fellbach in der Oberliga übergestreift hatte.
Zu seiner aktiven Zeit war Haris Krak, der Trainer der Oeffinger Landesliga-Fußballer, ein Vollblut-Mittelstürmer. Dem 46-Jährigen fällt es schwer, vom Spielfeldrand aus zuzuschauen, wie die Spieler seiner Mannschaft eine hochkarätige Torchance nach der anderen auslassen. Auch am vergangenen Samstag bei der bitteren 0:1-Niederlage beim TSV Ilshofen. „Vielleicht muss ich mir doch noch selber die Fußballstiefel anziehen“, sagt Krak grinsend, aber nicht ganz ohne Ernst in der Stimme. Denn bei den Oeffingern herrscht aktuell außer der Ladehemmung im Sturm auch eine allgemeine Personalnot. Sein Pass sei zwar nicht beim TVOe, aber das sei nur eine Formalie, ergänzt er augenzwinkernd. „Eine Anmeldung genügt, und ich wäre da.“ Abwarten, ob Haris Krak, der seine Spielerkarriere offiziell im Juli 2013 beendet hat und sich mit Joggen und Krafttraining fit hält, wieder ins Rennen um den Titel Spieler des Spiels einsteigt. Im Auswärtsspiel in Ilshofen hat sich Justin Bren das Prädikat verdient. Nach monatelanger Verletzungspause kam der Innenverteidiger früh für den angeschlagenen Mardoche Benjamin Calemba in die Partie. „Justin hat super gespielt und uns allein durch seine Anwesenheit einen Push gegeben“, sagt der Oeffinger Trainer.
Am vergangenen Dienstag haben sich die Bezirksliga-Fußballer des TSV Schmiden im Halbfinale des Bezirkspokals beim Liga-Konkurrenten und Tabellendritten TSV Schornbach mit 2:1 durchgesetzt. In den Tagen danach haben die Schmidener Verantwortlichen um den Abteilungsleiter Marco Fazio den Schornbacher Trainer Giuseppe „Pino“ Greco für die neue Saison als Nachfolger von Damir Lisic verpflichtet. „Wir hatten Pino angefragt, und nach mehreren Gesprächen war uns klar, dass er der richtige Mann ist“, sagt Fazio. Für Greco, 46, der früher auch schon für den SV Fellbach und den TVOe als Trainer aktiv war, ist es das erste Engagement bei den Schmidenern. Beim TSV Schornbach ist er aktuell in seiner zweiten Saison als verantwortlicher Coach, nachdem er dort schon einmal von 2013 bis 2018 vier Spielzeiten lang Trainer war.