Fußball-Torhüter aus Leonberg Frank Feller steigt zur Nummer zwei auf beim 1. FC Heidenheim

Frank Feller im Conference-League-Qualifikationsspiel des 1. FC Heidenheim gegen den schwedischen Club BK Häcken. Foto: IMAGO/Michael Erichsen

Der Fußball-Bundesligist von der Ostalb hat den Vertrag mit dem aus Leonberg stammenden Torhüter Frank Feller verlängert, der zur Nummer zwei aufgestiegen ist.

Frank Feller hat sich seinen Traum erfüllt. Der 20-Jährige, der einst bei der TSG Leonberg mit dem Kicken begann, hat den Sprung in den Profifußball endgültig geschafft. Beim Bundesligisten 1. FC Heidenheim, bei dem Frank Feller nach seinem Wechsel vom SGV Freiberg seit fünf Jahren spielt und noch bis 2025 unter Vertag stand, hat er einen weiteren Vierjahresvertrag unterschrieben und bleibt dem Team von der Ostalb bis mindestens 2029 treu. „Dieser zweite Vertrag ist für mich etwas ganz Besonderes“, freut sich Frank Feller, „2029 wäre ich zehn Jahre beim 1. FC Heidenheim. Das ist schon eine Hausnummer.“

 

Glücklich sind auch die Verantwortlichen des 1. FC Heidenheim. „Frank ist ein Torhüter, dessen großes Talent wir frühzeitig erkannt haben, und der seinen Weg im Nachwuchsleistungszentrum kontinuierlich gegangen ist“, lobt der FCH-Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald. Deswegen sei Frank Feller auch schon als Jugendspieler bei der Profimannschaft dabei gewesen und habe sich seit dem endgültigen Schritt in den Bundesliga-Kader im vergangenen Jahr noch einmal positiv weiterentwickelt. „Wir sehen in der Zukunft viel Potenzial in Frank und freuen uns umso mehr, dass er langfristig bei uns unterschrieben hat“, betont Sanwald.

Heidenheims Torwarttrainer Bernd Wenig konkretisiert die positive Einschätzung: „Frank hat sich jedes Jahr sportlich und menschlich Stück für Stück weiterentwickelt. Er hat hart an sich gearbeitet und viel angenommen, was man ihm mitgegeben hat“, sagt Weng. Der Torwarttrainer hebt aber auch den Charakter des Leonbergers hervor. „Er ist sehr ehrgeizig, aber auch ein absoluter Teamplayer. Er lebt die Werte des FCH auf und außerhalb des Platzes vor und hat damit sein Standing in der Mannschaft immer weiter ausgebaut“, lobt Weng.

Feller rettet Sieg gegen BK Häcken

Seine positive Einschätzung bestätigt hat der 20-Jährige bei seinem ersten Pflichtspiel für den Bundesligisten beim Qualifikationsspiel für die Conference League bei BK Häcken in Schweden. Den 2:1-Auswärtssieg der Heidenheimer rettete der Leonberger sieben Minuten vor dem Ende, als er in einer 1:1-Situation den Heber eines schwedischen Angreifers mit einem Reflex parierte. Beim Gegentreffer, einem verdeckten Schuss ins kurze Eck, war Frank Feller chancenlos.

Mit ein Grund für seine Pflichtspielpremiere war im Übrigen, dass in Schweden auf Kunstrasen gespielt wurde und der Leonberger mit diesem Untergrund dank seiner zahlreichen Spiele in der U 17 und U 19 des Vereins bestens vertraut war. Heidenheims Trainer Frank Schmidt hatte bestätigt, dass er diesen Vorteil nutzten wollte.

Coach Frank Schmidt schätzt den 20-Jährigen

Der Trainer bestätigte auch, dass der 20-Jährige in seinem zweiten Jahr im Profikader des 1. FC Heidenheim in der Hierarchie aufgestiegen ist. „Kevin Müller ist weiterhin unsere Nummer eins. Dahinter ist Frank Feller aber aufgestiegen und wird sich die Rolle der Nummer zwei mit Vitus Eicher teilen“, erklärte der Coach. Die interne Regelung sieht in der Praxis dann so aus, dass Feller und Eicher jeweils zwei Spiele in Folge als Nummer zwei auf der Bank sitzen. So stand der Leonberger in dieser Saison jeweils im Kader beim Erstrunden-Pokalspiel beim FC Villingen (4:0) sowie bei den Bundesligapartien beim FC St. Pauli (2:0), gegen den SC Freiburg (0:3) und beim FSV Mainz 05 (2:0). Nummer vier im Kader des 1. FC Heidenheim ist der Österreicher Paul Tschernuth.

Gute Chancen auf weitere Nominierungen hat Frank Feller, in dessen Vita im Übrigen auch insgesamt 13 Länderspiele mit den deutschen Nachwuchsmannschaften von der U 17 bis zur U 20 stehen, insbesondere in den Begegnungen der Conference League, da in diesen Spielen zwei Ersatztorhüter vorgesehen sind. Beim 2:1-Erfolg gegen Olimpija Ljubljana saßen der 20-Jährige und Vitus Eicher schon beide auf der Bank.

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