Kampf, Krampf und ein später Ausgleich: Mit dem 1:1 in Geislingen bleibt der Filder-Landesligist in der Tabelle vor seinem Gegner. Der erhoffte Befreiungsschlag ist es jedoch nicht.
Es ist das befürchtete Kampf- und Krampfspiel geworden. Und am Ende wusste man aufseiten des Fußball-Landesligisten TSV Plattenhardt nicht so recht, was man vom Ergebnis halten soll. Ein 1:1 im Kellerduell beim SC Geislingen – einen Punkt gewonnen? Oder zwei Punkte verloren? „Vor dem Spiel hätte ich gesagt: zu wenig. So, wie es dann verlaufen ist, nehmen wir den Zähler mit. Zumindest bleibt der Gegner in der Tabelle hinter uns“, sagt der Spielertrainer Pierre Eiberger. Die dritte Niederlage in der dritten Partie unter ihm verhinderte der Angreifer Ekrem Servi mit dem späten Ausgleichstreffer (83.).
Auf einem Rasen, der sämtliche Kartoffelacker-Klischees bestätigte, schien den Gästen die Zeit bereits davonzulaufen. Von der 48. Spielminute an rannten sie einem Rückstand hinterher. Bezeichnend die Entstehung des Gegentreffers: Ein Eiberger-Querpass versprang, Oliver Grun verlor die Kugel, und Geislingens Sven Sönmez hatte plötzlich freie Bahn. Der Rest war ein zähes Plattenhardter Mühen, auch trotz Überzahl, nachdem bei den Gastgebern Tomislav Ivezic wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte – gefolgt von glatt Rot für den heftig reklamierenden Ersatzcoach Jasmin Suvalic. Letzterer, eigentlicher sportlicher Leiter, vertrat beim Heimteam an der Seitenlinie den kurzfristig erkrankten Sven Ackermann (Nierenkolik).
Torchancen? Es gab nahezu keine. Beide Teams versuchten sich überwiegend mit weit und hoch geschlagenen Bällen. Das erlösende eigene 1:1? „Eher aus dem Nichts“, räumt Eiberger ein. Servi drückte das Leder nach einer scharfen Hereingabe des eingewechselten Symeon Moll über die Linie.
In der Tabelle bleibt der Aufsteiger damit auf dem 13. Platz, der nach jetzigem Stand der Relegationsplatz wäre. Weiter geht es für Eiberger und sein Team am nächsten Sonntag mit einem Heimspiel gegen den Spitzenanwärter SV Waldhausen.
Plattenhardter „Spieler des Spiels“
Ekrem Servi (Nominierungen: 3). Nicht nur wegen seines Ausgleichstors der Plattenhardter Mann des Tages. Der Angreifer wartete mit großem Kampfgeist auf, ging weite Wege und setzte in der Spitze den Bällen nach.
SC Geislingen: Sauter – Mayer, Schöll, Ivezic, Niederberger – Sönmez (78. Schmohl), Roschmann, Eyüpoglu (90.+5 Luca De Lucia), Dias Matos (39. Damiano De Lucia) – Ahmeti, Mädel (72. Adedapo).
TSV Plattenhardt: Grbic – Gyselincks, Markovic, Grun – Eichhorn (76. Zugac), Eiberger (67. Blazek), Dieringer, Hornung – Soddu (61. Moll) – Perhanidis, Servi.