Fußball: TSV Weilimdorf Bei 0:5-Packung: der Kapitän fliegt erneut
Der Fußball-Verbandsligist TSV Weilimdorf bricht nach kompakten 60 Minuten und einem 0:0 beim Tabellenvierten Oberensingen noch ein.
Der Fußball-Verbandsligist TSV Weilimdorf bricht nach kompakten 60 Minuten und einem 0:0 beim Tabellenvierten Oberensingen noch ein.
Schon wieder Enis Küley. Der Ersatzkapitän des TSV Weilimdorf hat am Samstag erneut für Gesprächsstoff beziehungsweise seinen vorzeitigen Abgang gesorgt. Der Spielmacher der Nord-Stuttgarter flog in der Partie beim bisherigen Tabellenvierten TSV Oberensingen nach 81 Minuten wegen eines groben Foulspiels mit Rot vom Platz. Als „völlig unnötig“ bezeichnet Patrick Härle, der den privat verhinderten Chefcoach Oliver Stierle vertrat, die Aktion. Immerhin: Anders als noch vor drei Wochen gegen Heilbronn, als Küley nach zweimaligem Meckern die Ampelkarte sah, hatte seine diesmalige Unbeherrschtheit keine spielentscheidenden Folgen mehr. Es stand aus Weilimdorfer Sicht bereits 0:2, am Ende dann sogar 0:5.
Bis zur Winterpause hatten die Nord-Stuttgarter im Schnitt 2,5 Gegentore pro Begegnung kassiert. Ganz klar, der Plan auf dem Weg zum Klassenverbleib für den Rest der Runde sah vor, die Abwehr zu stabilisieren. Nun sind fünf Partien seit Wiederbeginn gespielt, und – vor allem nach der 2:6-Vorwochen-Pleite gegen Dorfmerkingen und der aktuellen 0:5-Niederlage – der Gegentorzähler steht bei 16, was einen Schnitt von 3,2 ergibt. Insgesamt hat es in dieser Saison schon 61-mal im Weilimdorfer Kasten eingeschlagen. Nur der Vorletzte FC Esslingen ist noch anfälliger. Sicherlich, punktemäßig hat die Stierle-Truppe in diesem Zeitraum im Vergleich zur Hinrunde neun und damit sechs Zähler mehr geholt. Doch auch Härle hofft, „dass im Abstiegskampf letztlich nicht die Tordifferenz entscheidend wird.“
Dabei ging der Plan der Gäste über 60 Minuten gut auf. Kompakt stehen und gut gegen den Ball arbeiten hieß die Devise. Der Keeper Joel Heske musste bis dahin zweimal in höchster Not klären, ansonsten sei den Gastgebern wenig eingefallen, konstatiert Härle. In der 66. Minute war die Weilimdorfer Defensive dann nicht konsequent und Rinis Krasniqi foulte einen Oberensinger. Die Folge: Elfmeter. Conrad-Immanuel Henning verwandelte zur Platzherren-Führung. Mit der Einwechslung der schnellen Terry Offei und Riccardo Scarcelli wollte Härle Druck über die Außen erzeugen. was auch beinahe aufgegangen wäre. Jedoch: „Ein klarer Elfmeter blieb uns verwehrt und im Gegenzug fiel das entscheidende 2:0.“ Torschütze war Samuel Bosler. Danach gaben die Gäste auf und es trafen noch Lennart Zaglauer, Patrick Werner und Georgios Avtzis.
Andrew Addo (Nominierung: 2) hatte in den vergangenen Wochen wenig Einsatzzeit in der ersten Mannschaft und spielte unter anderem während der Woche beim Einzug der eigenen Zweitvertretung ins Bezirkspokal-Halbfinale (4:1 über Türkspor) mit. Gegen Oberensingen wurde er prompt aufgestellt und hat über die Außen „gut gearbeitet und viel versucht, war ein Aktivcposten bei uns „, lobt der Co-Trainer Patrick Härle.
TSV Oberensingen: Schleicher – Miller, Lander, Gjini, Gorr (82. Emerllahu) – Avtzis, Hennig (82. Kulay), Bosler (85. Leidenbacher), Linder (85. Herl) – Zaglauer (85. Schmid), Werner.
TSV Weilimdorf: Heske – Krasniqi, Bozoglu, Milenkovic, Zinram-Kisch – Genc (53. Scarcelli), Küley, Kuchler, Addo (63. Berretta) – Fara (78. Baierle), Kasiar (53. Offei).