Fußball, TSV Weilimdorf Nächster Teil der Weilimdorfer Frustwochen
Wegen einer erneuten Unachtsamkeit verliert der Fußball-Verbandsligisten TSV Weilimdorf gegen den SSV Ehingen-Süd und wird der Plan des Trainers über den Haufen geworfen.
Wegen einer erneuten Unachtsamkeit verliert der Fußball-Verbandsligisten TSV Weilimdorf gegen den SSV Ehingen-Süd und wird der Plan des Trainers über den Haufen geworfen.
Der Plan ist geplatzt und das bereits im ersten von vier Spielen. Vor der Samstags-Heimpartie gegen den SSV Ehingen-Süd standen für den Fußball-Verbandsligisten TSV Weilimdorf bis zur Winterpause noch vier Begegnungen an. „Keines davon zu verlieren, war mein Plan“, sagt der TSV-Coach Oliver Stierle. Doch kaum aufgestellt, muss er sich nach der aktuellen 0:1-Niederlage eine neuen Marschroute überlegen. Für den Aufsteiger war es bereits die fünfte Pleite hintereinander.
TSV Weilimdorf erneut nicht konzentriert
Die beiden Spielerkreise nach der Partie waren aussagekräftig. Während der Ehinger Verbund – vor der Partie noch Tabellennachbar und zwei Zähler besser als die Nord-Stuttgart – lauthals schrie und wild durcheinander tanzte, fielen im Weilimdorfer Abschlussgebilde deutliche Worte, Oliver Stierle sagte mit Nachdruck gleich mehrmals „die Gruppe“. Und mit Gruppe meint er seine gesamte Mannschaft, speziell was das Verteidigen anbelangt. Schon seit Wochen würden die Seinen es nicht schaffen, gemeinsam das Tor zu verteidigen. Nicht ohne Grund sind die Weilimdorfer zusammen mit den Sportfreunden Schwäbisch Hall mit 40 Gegentoren die Schießbude der Liga „Das ärgert mich ungemein, bei dem Gegentor haben wir erst außen gepennt und waren dann im Zentrum auch nicht wachsam genug“, schimpft der Coach. Besagte Szene beziehungsweise das Tor des Tages ereignete sich in der 47. Minute. Das Umschaltspiel der Gastgeber war zu behäbig, problemlos konnte der Ball nach innen zu Gäste-Toptorjäger Simon Dilger (Sieben Tore) gepasst werden. Dieser scheiterte jedoch frei am glänzend reagierenden Heimkeeper Matej Barisic. Derweil staunten wohl Barisic’ Mitspieler so sehr über dessen „Monstersafe“, dass sie nur zuschauten und nicht reagierten. Anders Janis Peter. Dieser nutzte die zweite Chancen und schoss unhaltbar zum 1:0 und letztlich Siegtor für die Gäste ein.
Also wieder ein Fehler in der Weilimdorf Defensive, der Punkte kostete und für viel Frust und auch teilweise Ratlosigkeit bei Coach Stierle sorgte. „Ich kann es einfach nicht fassen. Ich habe den Jungs schon einige Videos gezeigt, wie sie es machen sollen, aber die Wirkung verpufft, weil im Spiel immer wieder Unkonzentriertheiten auftreten, die dann bestraft werden.“ Immerhin, seine Gruppe habe die wiederkehrenden Fehler auch mit Unkonzentriertheiten erklärt, sagt er. Problem erkannt, vielleicht kann es dann demnächst auch gebannt werden.
Auf der anderen Seite wurde auch am Samstag deutlich: Die Truppe lebt trotz der vielen Negativerlebnissen der vergangenen Wochen. Vom Anpfiff weg wurde verbissen gekämpft, eine hohe Laufbereitschaft aufgeboten und aufgeben war nach dem erneuten Frustmoment keine Option. Die Gastgeber erhöhten fortan den Druck, hätten ein Remis verdient gehabt. Doch ein weiteres Problem trat am Samstag auf: die Harmlosigkeit im Strafraum. Außer in der ersten Minute, als Riccardo Scarcelli nach einem schönen Spielzug zum Abschluss kam, aber in Gästeschlussmann Matthias Benkovic seinen Meister fand, hatten die Hausherren keine weiteren 100-prozentige Chance. Ansätze waren da, aber wie gesagt, im Strafraum blieben die zwingenden Momente aus. Teilweise fehle auch die absolute Überzeugung, ein Tor machen zu wollen, konstatiert Stierle, der aber kämpferisch bleibt. „Ich sehe, was die Jungs während der Woche leisten, mit welchem Engagement sie bei der Sache sind. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir demnächst den Turnaround schaffen.“ Ob dies bereits am kommenden Sonntag gelingt, ist fraglich. Denn schwieriger könnte die Aufgabe nicht sein. Die Weilimdorfer treten beim Tabellenführer Young Boys Reutlingen an.
TSV Weilimdorf: Barisic – Krasniqi, Bozoglu, Zinram-Kisch, Milenkovic (85. Kugiumtzidis – Wojcik (47. Raheem) – Fara (65. Berretta), Küley, Genc, Scarcelli (65. Offei) – Baierle.
SSV Ehingen-Süd: Benkovic – Kästle Scioscia, Rupp, Kamper – Teßmann (63. Barone), Paul, Sachpazidis (87. Filho), Peter (75. Dress) – Dilger (88. Kräutter), Strobel (90. Schuhmacher).