Der Trainer Daniel Heisig über sein halbjähriges Engagement beim abstiegsgefährdeten Fußball-Landesligisten TV Echterdingen.
Fünf Jahre lang war Daniel Heisig beim TV Echterdingen als Co-Trainer tätig, stieg nach dem Aufstieg in die Verbandsliga im Sommer 2023 aus. Nun ist er wieder zurück am Sportpark Goldäcker, dieses Mal als Chefcoach. Jedoch nur für ein halbes Jahr, dann übernimmt Roko Agatic, aktuell noch beim Liga-Rivalen TSV Bernhausen tätig. Sein Auftrag: der Klassenverbleib. „Ich glaube fest daran, die Mannschaft hat genügend Qualität dafür“, sagt Heisig im Gespräch.
Herr Heisig, haben Sie sich in ihren Vertrag eine Nichtabstiegsprämie verankern lassen?
Nein, das brauche ich nicht als Ansporn. Ich habe einfach Lust, mit der Mannschaft zu arbeiten, kenne ja auch einige noch aus meiner früheren Zeit. Mit ihnen den Klassenverbleib zu schaffen, das ist Motivation genug. Da braucht es keine Extra-Prämie.
Am Montag haben Sie ihre Mannschaft zum Trainingsauftakt am Sportpark Goldäcker begrüßt. Haben alle ihre Hausaufgaben in der Winterpause gemacht und sind in guter körperlicher Verfassung?
Wir mussten improvisieren, die Stadt hat den schneebedeckte Platz gesperrt. Deshalb standen eine Laufeinheit und eine Krafteinheit an. Die Grundlagen scheinen bei jedem vorhanden. Natürlich gibt es bis zum Rundenstart noch einiges zu tun.
Sind zu den bereits bekannten Zugängen Jeff Antwi, Michael Deutsche, Lika Koneski und Adonis Shalaj noch weitere dazugekommen – und sind weitere Verstärkungen geplant?
Getan hat sich nichts mehr und wir suchen auch nicht mehr gezielt. Sollte sich ein Akteur, der vereinslos ist und Qualität hat, bei uns melden, sagen wir natürlich nicht nein.
Sie haben gegenüber unserer Zeitung gesagt, sie hätten, als die Anfrage des TVE kam, nicht lange überlegen müssen, nehmen die Challenge gerne an. Worin liegt die größte Herausforderung?
Als Verbandsliga-Absteiger wieder im Abstieg zu stecken, das macht was mit den Spielern , da ist was los in ihren Köpfen. Die Aufgabe des Trainerteams ist es nun, wieder Zug reinzubringen . Über die Qualität des Teams brauchen wir nicht zu sprechen, die ist zweifelsohne vorhanden. Wichtig ist aber, dass jeder im Kader die Situation annimmt und wieder Spaß am Fußball bekommt. So sammeln wir die nötigen Punkte, die uns dann letztlich über dem Strich halten. Klar, so ein großes Verletzungsproblem wie in der Vorrunde lässt sich natürlich nicht beeinflussen. Doch ich bin zuversichtlich, dass es besser laufen wird und die Langzeitverletzten Marc Mägerle, Merdan Babatas und Caglar Celiktas sind ja auch wieder im Training.
Sie haben einige Saisonspiele gesehen, was haben Sie für einen Eindruck von der Mannschaft?
Ganz klar müssen wir den Hebel im Spiel gegen den Ball ansetzen. 2,2 Gegentore pro Partie sind definitiv zu viel. Grundsätzlich muss die ganze Mannschaft, also auch der Angriff und das Mittelfeld, Verteidigungsarbeit leisten. Ich plane, das mit einem etwas anderen System hinzubekommen.
Was stimmt Sie zuversichtlich, in der Liga zu verbleiben?
Einerseits, dass die Stimmung im Team trotz der ernsten Lage gut ist, es herrscht ein gutes Miteinander. Andererseits, wie schon erwähnt, die, auch individuelle, Qualität. Diese gilt es nun auf den Platz zu bringen.
Was muss passieren, dass Sie im Sommer zufrieden den Verein wieder verlassen?
Dass der TVE in der Landesliga bleibt. Auf welchem Tabellenplatz uns das gelingt, interessiert mich nicht. Hauptsache Landesliga.