Fußball: TV Echterdingen Eine einzige Panne wird zum Verhängnis

Wieder nichts. Die Echterdinger Krise hält an. Im Bild: Florian Dölker. Foto: Archiv/Günter Bergmann

Der Landesligist verliert auch in Waldstetten. Mit dem 0:1 gilt weiterhin: null Punkte, vorletzter Tabellenplatz – und wird eine Frage immer dringlicher.

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Hinterher war sich der Trainer Valentin Haug sicher: „Wenn diese eine Szene nicht passiert, wäre unser Matchplan aufgegangen.“ Dann wäre es zwar auch kein glanzvoller Auftritt gewesen, aber immerhin: Dann hätten die Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen wohl zumindest mal wieder einen Teilerfolg verbucht. Doch „Hätte, wäre, wenn“ zählt bekanntlich nicht. Tatsächlich war an diesem Sonntag am Ende doch wieder alles wie so oft in den vergangenen Monaten. Null Tore, null Punkte. Mit der 0:1-Auswärtsniederlage beim TSGV Waldstetten hält die gelb-schwarze Krise an. In der Tabelle belegt der mit Saisonziel „oberes Drittel“ gestartete Absteiger weiterhin den vorletzten Platz.

 

Seinen Lauf nahm das abermalige Verhängnis in der 44. Spielminute – die von Haug angesprochene Szene. Aus einem Missverständnis zwischen dem Torhüter Marko Gaspar und dessen Abwehrkollegen Leo Milutinovic entwickelte sich ein gegnerischer Angriffszug. Flanke, Kopfball, Tor. Can-Luca Groiß’ Treffer sollte der entscheidende der Begegnung sein. Da nutzte es den Echterdingern auch nichts mehr, dass sie ansonsten kaum etwas zuließen. Haugs Devise hatte gelautet: erst einmal die Schotten dicht machen. Seine Elf, in der Christian Heinrich die Innenverteidigerposition des verletzten Marc Mägerle (Innenbandriss im Knie) übernahm, stand tief. Als einzige Spitze agierte diesmal Florian Dölker. Zu seinem Startelf-Debüt kam der griechische Neuzugang Ioannis Zogos (18). Derweil musste der formschwache Torjäger Caglar Celiktas auf die Bank.

Freilich, offensiv zeigte sich insgesamt, dass es an Lockerheit und Selbstverständnis fehlt. Der nun auch eine Spielklasse tiefer anhaltende Negativlauf hat Spuren hinterlassen. Und, wie es so ist, wenn man mal in einer solchen Tiefphase steckt: Zuletzt fehlte dann auch erneut die Fortune. Die beste Ausgleichschance vergab der eingewechselte Phil Schmidt, dessen Lob nicht im, sondern auf dem Netz landete. Echterdinger Ohnmacht allenthalben. Die Frage wird immer dringlicher: Wann und wie will die Mannschaft die Kurve kriegen?

Echterdinger „Spieler des Spiels“

Steffen Schmidt (Nominierungen: 2). Großer Kampfgeist, großer läuferischer Einsatz – der Routinier war Abräumer im Mittelfeld und darüber hinaus einer der wenigen Spieler im Echterdinger Team, die spielerische Akzente setzten.

TSGV Waldstetten: Kottmann – Kurfess (90. Vodopija), Heinzmann, Kurz, Bäumel, Pfeifer (86. Eisele) – Schraml, Waldraff (63. Podilczak), Szenk – Groiß (77. Vasic), Zenen (69. Nagler).

TV Echterdingen: Gaspar – Babatas, Heinrich, Milutinovic, Nita (77. Lucov) – Steffen Schmidt, Oguz – Handanagic (60. Pirracchio), Kalchschmidt (67. Karakus), Ziogos (60. Celiktas) – Dölker (77. Phil Schmidt). 

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