Fußball-U-21-EM So stark ist Deutschlands Halbfinalgegner Rumänien

Von Marco Seliger 

Noch ein Schritt fehlt den deutschen U-21-Junioren bei der EM in Italien bis zum Finale – das kommt im Halbfinale an diesem Donnerstag auf die Elf von Trainer Stefan Kuntz zu.

Auf Abwehrmann Timo Baumgartl (mit Trainer Stefan Kuntz) wartet Schwerstarbeit. Foto: dpa
Auf Abwehrmann Timo Baumgartl (mit Trainer Stefan Kuntz) wartet Schwerstarbeit. Foto: dpa

Stuttgart - Die deutsche U-21-Nationalmannschaft trifft an diesem Donnerstag in Bologna (18 Uhr/ZDF) im Halbfinale der EM auf den Außenseiter Rumänien. Es ist ein eher kleiner Gegner, wie das dann gerne mal heißt – aber einer mit einem großen Namen im Team. Ianis Hagi (20), Sohn des früheren Weltklassekickers Gheorghe Hagi, zieht wie einst der Papa die Fäden im Mittelfeld. Und na klar, er trägt die Nummer zehn, wie könnte es als echter Hagi auch anders sein.

Der heute 54-jährige Gheorge Hagi war einst der beste Fußballer Rumäniens, er spielte unter anderem für Real Madrid und den FC Barcelona – und förderte hinterher die Jugend. Und damit auch seinen Sprössling. Im Jahr 2009 gründete er den FC Viitorul Constanta, der Club ging aus der „Academia Gheorghe Hagi“ hervor, das ist die Fußballschule Hagis.

Die goldene Mannschaft

Seit 2012 ist der Verein erstklassig, seit 2014 ist Hagi Trainer. Und als sein Sohnemann 16 Jahre alt war, gab er ihm die Nummer zehn. Bis heute trainiert der Vater den Sohn – und lobt ihn überschwänglich: Er sei im Gegensatz zu ihm „beidfüßig, größer und schlanker“: „Er ist ein absoluter Playmaker. Er spielt nicht wie Gheorghe Hagi, eher wie Zinedine Zidane.“

Die deutsche Defensive also ist gewarnt fürs Halbfinale am Donnerstag – und die deutschen Stürmer, wenn man so will, auch. Denn der zweite Star des rumänischen Teams, der Kapitän Ionut Radu, ist Stammkeeper beim FC Genau in der Serie A.

Vor 21 Jahren waren die Rumänen zum bisher letzten Mal für eine U-21-EM qualifiziert, sie sind das Überraschungsteam im laufenden Wettbewerb und setzten sich gegen die höher gehandelten Kroaten und Engländer durch. Das Team wird in den heimischen Zeitungen bereits als „goldene Mannschaft“ gefeiert.