Fußball Verbandsliga Coach Riffert sauer nach Pleite des TSV Heimerdingen

Meist waren die Esslinger Kicker einen Tick schneller: Der Heimerdinger Casian Ulici (li.) gegen FC-Akteur Kim Kerber. Foto: Pressefoto Baumann

Fußball-Verbandsligist TSV Heimerdingen hat im Kellerduell mit dem FC Esslingen keine Chance und unterliegt deutlich mit 2:5 – Trainer Daniel Riffert ist bedient.

Für den TSV Heimerdingen gehen die Lichter in der Verbandsliga allmählich aus: Der Tabellenvorletzte unterlag am Freitagabend vor eigenem Publikum dem FC Esslingen, der ebenfalls gegen den Abstieg kämpft, deutlich mit 2:5 (0:3) und liegt vier Spiele vor Rundenschluss nun elf Punkte hinter dem Relegationsplatz. „Das war das schlechteste Spiel der Rückrunde“, schimpfte Trainer Daniel Riffert nach der Pleite vor knapp 200 Zuschauern, „diese Leistung war nicht akzeptabel.“

 

Zwar startete der TSV nicht einmal so schlecht in die Begegnung und hatte früh eine dreifache Schusschance, die allerdings von den Esslingern jeweils abgeblockt wurde. Danach übernahmen die Gäste das Kommando, sie waren gieriger, präsenter, handlungsschneller – und so wunderte sich kaum einer, dass der FC mit der ersten Chance in Führung ging. Nach einer Ecke drückte Amir Brockmann den Ball per Kopf über die Linie (13.). Nur eine Minute später folgte das 0:2. Esslingen griff über rechts an, den Flugkopfball nach der Flanke konnte TSV-Torhüter Adis Hamidovic noch abwehren, doch Alperen Nehir staubte danach ab.

Zu allem Überfluss schied TSV-Kapitän Sebastian Bortel (2. v. li.) bereits nach sieben Minuten verletzt aus. Foto: Pressefoto Baumann

Ein Aufbäumen der Mannen des TSV Heimerdingen gegen die dräuende Niederlage? Fand nicht statt. Es folgte das 0:3 nach einem Missverständnis zwischen Keeper Hamidovic und einem Abwehrspieler. Timo Müller hatte keine Gewissensbisse, das Gastgeschenk für die Esslinger anzunehmen (34.). Zwar gelang Heimerdingen kurz nach der Pause ein Treffer – Alper Arslan hämmerte den Ball nach einem schnellen Angriff über die linke Seite unter die Latte (47.). Doch auch nach dem 1:3 drückten die Gastgeber nicht energisch auf den Anschlusstreffer, der FC blieb die spielbestimmende Mannschaft, war stets einen Tick schneller und ballsicherer.

Die Anweisungen von Trainer Daniel Riffert kamen nicht immer bei den Spielern an. Foto: Pressefoto Baumann

Nach 63 Minuten war die Fußball-Messe an der Weissacher Straße im Grunde so gut wie gelesen. Salvatore Pellegrino konnte einen Esslinger Angreifer nur mit einem Foul im Strafraum bremsen – Lukas Glaser verwandelte zum 4:1 für die Gäste vom Neckar. Und erneut kurz darauf folgte das 1:5 aus Sicht der Heimerdinger. Der TSV verlor im Aufbauspiel den Ball 15 Meter vor dem eigenen Strafraum, Lukas Glaser lief alleine auf Hamidovic zu. Der parierte zwar den ersten Versuch des Esslingers, beim zweiten jedoch war er machtlos (68.). Das 2:5 durch den Strafstoßtreffer von Alper Arslan (72.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Der FC Esslingen hatte die Punkte sicher im Koffer verstaut.

Daniel Riffert war nach dem Schlusspfiff ziemlich bedient und sauer. „Ich habe zur Mannschaft gesagt“, berichtete der TSV-Coach, „dass, wenn sie so spielt, habe ich keine Lust mehr, mit ihr weiter zu arbeiten.“ Alle, denen der TSV Heimerdingen am Herzen liegt, werden wohl ein spaßgedämpftes Wochenende verbringen.

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