Fußball Verbandsliga Der TSV Heimerdingen tritt auf der Stelle

Der TSV Heimerdingen klebt im Tabellenkeller: Das Tor von Robin Reichardt war nicht genug für einen Sieg bei der TSG Tübingen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Fußball-Verbandsligist ist im Kellerduell bei der TSG Tübingen lange Zeit überlegen, muss aber mit einem 1:1 zufrieden sein und beendet die Partie zu zehnt.

Der TSV Heimerdingen kommt im Kampf um den Klassenverbleib nicht voran. Im Kellerduell bei der TSG Tübingen kam die Mannschaft von Trainer Daniel Riffert nur zu einem 1:1 (0:1). Damit bleibt das Team zwar im zweiten Spiel in Folge ohne Niederlage, wartet aber in diesem Jahr nach fünf Partien auf den ersten Dreier – der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sieben Zähler. „Das waren zwei verlorene Punkte. Wir hätten die Partie in der ersten Halbzeit für uns entscheiden können, und Tübingen hat zwei Torchancen und holt einen Punkt“, meinte Daniel Riffert.

 

Vor allem die fehlende Konsequenz beim Abschluss wurde den Heimerdingern wieder einmal zum Verhängnis. In der ersten Halbzeit schoss Rudolf Buxmann nach einem Einwurf und Kopfballverlängerung TSG-Torhüter Hafiz Aslan den Ball aus acht Metern in die Arme, Robin Reichardt bekam aus zehn Metern auch nur ein Schüsschen zustande. Pech hatten die Gäste zudem, dass der Ball bei einer Flanke von Ivanilson Matias an der Latte des Tübinger Tores landete.

So resultierte aus der klaren Überlegenheit des TSV nur eine 1:0-Führung zur Halbzeit. Nach einem langen Pass hatte Reichardt das bessere Timing als ein TSG-Verteidiger, spitzelte den Ball an diesem vorbei und ließ dem Tübinger Schlussmann in einer Eins-gegen-eins-Situation keine Chance (17.).

In der zweiten Hälfte konnten die Gastgeber die Begegnung offener gestalten, ohne zu großen Torchancen zu kommen. „Wir haben alles ganz gut wegverteidigt, auch wenn wir immer tiefer stehen mussten“, meinte Co-Trainer Marcel Höck. Die Grün-Weißen verlegten sich aufs Verwalten der knappen Führung und taten nach vorne weniger als in Halbzeit eins. Dennoch hätte Max Stumm Mitte der zweiten Hälfte für die Vorentscheidung sorgen können, als er aus spitzem Winkel allein auf das TSG-Tor zulief, den Ball jedoch nicht an Aslan vorbeibrachte.

Mithilfe beim 1:1-Ausgleich

Beim 1:1-Ausgleich (85.) leisteten die Heimerdinger mehrfach unfreiwillig Mithilfe: Nach einer weiten Flanke wurde der Ball zunächst per Kopf geklärt, zweimal landete der Ball nach Abprallern wieder bei den Gastgebern. Beim dritten Schussversuch traf Luis Almeida den Ball gar nicht voll, doch das Spielgerät prallte an der Hacke von Sebastian Bortel so unglücklich ab, dass der Ball unhaltbar für TSV-Keeper Adis Hamidovic den Weg über die Linie fand.

Unverständliche Rote Karte

Und als ob dies nicht schon genug an Unglück für den TSV Heimerdingen gewesen wäre, beendete das Riffert-Team die Begegnung am Ende in Unterzahl. In der Schlussminute zeigte der Schiedsrichter TSV-Innenverteidiger Daniel Geppert nach einem Gerangel am Boden die Rote Karte. Geppert hatte seinen Gegenspieler gefoult, beide lagen übereinander. „Dann hat er das Bein seines Gegenspielers, das auf ihm lag, weggeschubst“, beschrieb Riffert die strittige Szene und konnte nicht fassen, dass der Unparteiische anschließend Rot zückte. „Er hat uns hinterher erklärt, Geppert habe seinen Gegenspieler an den Hals gegriffen“, meinte der Heimerdinger Coach fassungslos.

Die Aufgaben für den TSV werden nicht leichter: Am Samstag gibt in Heimerdingen Spitzenreiter Türkspor Neckarsulm seine Visitenkarte ab, der sich mit einem 3:2 im Topspiel gegen den FC Holzhausen einen Fünf-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze erarbeitet hat. TSV Heimerdingen: Hamidovic, Pellegrino, Geppert, Bortel, Schüller, Stumm (61. C. Ulici), Milos, Stagel Alberto, Ivanilson, Reichardt (73. Geist), Buxmann (84. Riedmiller).

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