Nach ihrem 4:2-Sieg gegen den FC Esslingen haben die Nord-Stuttgarter das rettende Ufer wieder in Sicht. Eine Slapstick-Nummer beim zweiten Gegentor spielt am Ende keine Rolle mehr.
Es ist noch nicht oft vorgekommen in dieser Saison. Diesmal aber war es so weit. „Ich bin endlich einmal einfach zufrieden“, sagt der Trainer Oliver Stierle. Und das konnte er auch, haben seine Verbandsliga-Fußballer des TSV Weilimdorf im Kampf um den Klassenverbleib doch einen eminent wichtigen Sieg eingefahren. Mit dem 4:2 vom Samstag zuhause gegen den direkten Konkurrenten FC Esslingen verkürzt sich der Abstand zum nach jetzigem Stand möglichen Relegationsplatz elf auf einen Punkt. Die Nord-Stuttgarter haben das rettende Ufer wieder in Sicht.
„Wenn wir jetzt auch noch in Tübingen punkten, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“, blickt Stierle auf das nun noch folgende dritte Schlüsselspiel seit dem Jahreswiederbeginn voraus. Klar gewesen war von vornherein, dass dieses Startaufgabenpaket richtungsweisend sein wird. Vor Wochenfrist hatte das 1:1 beim Tabellenletzten Heilbronn immerhin einen ersten kleinen Schritt bedeutet, wenn auch ob des späten Gegentors zum Ausgleich unter ärgerlichen Umständen.
Beim aktuellen Auftritt blieben finale Frustgefühle erspart. „Die Jungs haben sich voll reingehängt und waren von Beginn an mit der richtigen Körpersprache unterwegs“, lobt Stierle. Dabei bewies er selbst ein glückliches Händchen. Der nach starker Trainingsleistung vom Coach in die Startelf beförderte Tamer-Harun Fara stellte prompt seinen Torriecher unter Beweis. Die Treffer zum 1:0 und 2:1 gingen auf das Konto des Routiniers, in beiden Fällen nach Vorarbeit von Ricardo Scarcelli (8./31.). Dann, in der zweiten Hälfte, machten Terry Offei und der eingewechselte Winterzugang Roman Kasiar den vierten Heimerfolg der Saison perfekt. Offei drosch den Ball aus spitzem Winkel ins Netz (56.). Stierles Kommentar: „Ein toller Sonntagsschuss.“ Und Kasiar staubte nach einem Konter ab (90.+5).
Vergessen damit die beiden zwischenzeitlichen Dämpfer. Zweimal hatte der Gegner ausgeglichen, zweimal mit freundlicher Weilimdorfer Unterstützung. Die Esslinger Torschützen dabei: der Ex-Echterdinger Dorde Smiljic sowie Marcel Sichwardt (13./45.+1). Beim 2:2 rutschte der Keeper Matej Barisic nach einem Rückpass aus, sodass der Gegner den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.
Ein bisschen Slapstick also, was den Gästen in der Summe dann aber auch nicht half. Sie haben jahresübergreifend nun viermal nacheinander verloren, dabei 16 Gegentore kassiert und im Tabellenkeller den Anschluss verloren. Damit bereits jetzt ein Weilimdorfer Rivale weniger?
Weilimdorfer „Spieler des Spiels“
Terry Offei (Nominierungen: 2). Stark schon beim Auftakt vor einer Woche, stark auch diesmal wieder. Der Angreifer ging mit Tempo und Einsatzwillen voran – und war erneut mit einem Krachertreffer unter den Torschützen.
TSV Weilimdorf: Barisic – Krasniqi, Zinram-Kisch, Bozoglu, Milenkovic – Fara (82. Addo), Genc (72. Bouich), Kuchler, Scarcelli – Offei, Baierle (67. Kasiar).
FC Esslingen: Diakoulas – Portella, Haradinaj, Frenz, Mojasevic – Schubarth (46. Prekaj), Zaidman, Schietinger (54. Orsolic), Trento – Smiljic (46. Nikl), Sichwardt.