Fußball-Verbandsliga Nicht zum Urlauben ins Allgäu

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Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach wollen beim schon seit Mitte September formstarken FC Wangen an den jüngsten 3:0-Heimerfolg gegen den VfB Friedrichshafen anknüpfen.

Koray Yildiz (links) will mit dem SV Fellbach auch in Wangen gewinnen. Foto: Patricia Sigerist
Koray Yildiz (links) will mit dem SV Fellbach auch in Wangen gewinnen. Foto: Patricia Sigerist

Fellbach - Zum dritten Mal immerhin ist den Fußballern des SV Fellbach zuletzt in dieser Verbandsliga-Saison ein überzeugender Sieg gelungen. Zweimal konnten sie im Anschluss teilweise auch wieder überzeugende Vorstellungen nicht mit neuerlichem Ertrag belohnen. Nach dem 4:0-Erfolg zum Saisonstart im August gegen den TSV Crailsheim unterlagen sie dem 1. FC Heiningen mit 1:2. Dem 6:1-Spektakel Ende September bei Türkspor Neu-Ulm folgte gegen den SSV Ehingen-Süd eine weitere und nicht weniger überflüssige 1:2-Niederlage. An diesem Samstag, 15.30 Uhr, haben die Fellbacher Sportsmänner die nächste Gelegenheit, ihre Ambitionen ein bisschen nachhaltiger zu bekräftigen. Eine Woche nach dem 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen wollen sie beim FC Wangen im Allgäu wieder dem Gegner den unerfreulichen Part überlassen. Denn drei – noch so überzeugende – Siege sind kein überzeugender Leistungsnachweis nach elf Spieltagen. Das Team des SVF, das mit Unterstützung vielversprechender Zugänge weit vorn landen wollte, findet sich immer noch weit hinten. Auf einem Abstiegsplatz.

Das Team des SV Fellbach findet sich immer noch weit hinten

Bloß fünf Konkurrenten stehen im Moment noch etwas schlechter da als der SV Fellbach. Zumindest sechs Mannschaften steigen 2021 aus der Verbandsliga ab. Der Kapitän Koray Yildiz und seine Gefährten können vor der Winterpause nur dann etwas Abstand gewinnen von der abstiegsgefährdeten Zone, wenn sie bis dahin noch ein paar Spiele für sich entscheiden. Sieben Spiele stehen vor Weihnachten noch an, sofern Covid-19-Pandemie und Behörden das Geschehen auf dem Grün gestatten. Ioannis Tsapakidis hat noch viel vor sich und viel vor bis zu dem am 5. Dezember geplanten Heimspiel gegen den VfB Neckarrems. Zunächst an diesem Samstag im knapp 200 Kilometer entfernten Feriendomizil im Allgäu.

Einfache Aufgaben sehen anders aus. Der FC Wangen, bei Abbruch der vergangenen Verbandsliga-Runde aufgrund der Corona-Krise noch hinter dem SV Fellbach Letzter, hat Mitte September eine schier unheimliche Serie gestartet. Der Verbund des Trainers Uwe Wegmann, einst Bundesliga-Profi beim VfL Bochum und beim 1. FC Kaiserslautern, gewann sechs Begegnungen nacheinander. Vor einer Woche mussten die Akteure um den nun bereits siebenfachen Torschützen Okan Housein dann wieder einem Gegner den Schlussapplaus überlassen. Nicht irgendeinem Gegner. Dem Tabellenführer. Und der TSV Essingen konnte sich erst nach einem ganz späten Treffer seines Hauptangreifers Niklas Groiß mit 3:2 durchsetzen. Die Gäste an diesem Samstagnachmittag, die morgens um elf Uhr im Reisebus aufbrechen wollen, wissen, was auf sie zukommen kann. Ioannis Tsapakidis geht aber schon auch davon aus, dass auf die Gastgeber einiges zukommen wird. „Wir haben gegen den VfB Friedrichshafen über das gesamte Spiel hinweg Dominanz bewiesen und an den Sieg geglaubt. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und auch aus Wangen nicht mit leeren Händen nach Hause kommen“, sagt der vormalige Assistenz- und neue Cheftrainer, der vor knapp zwei Wochen Giuseppe Greco an verantwortlicher Stelle abgelöst hat. „Ich hoffe, dass die Mannschaft weiß, welche Qualitäten sie hat.“

Einfache Aufgaben sehen anders aus

Firat Kaya, zuletzt der erste Torschütze, wird seine Qualitäten womöglich nicht einbringen können. Er hat sich gegen den VfB Friedrichshafen eine Knöchelverletzung zugezogen „und läuft ein bisschen unrund“ (Tsapakidis). Auch Ali Ferati ist etwas angeschlagen. Für die beiden stehen die vor einer Woche eben schon für sie eingewechselten Dominic Sessa und Leon Braun bereit. Letzterer, bis zum Frühjahr in der Oberliga-Formation der Stuttgarter Kickers, hat dabei nach langer Verletzungspause seine Premiere im Fellbacher Trikot gefeiert – mit dem Tor zum 3:0-Endstand. An diesem Samstag nun möchte Leon Braun zum ersten überzeugenden Erfolg des SVF direkt im Anschluss an einen überzeugenden Erfolg beitragen. SV Fellbach: Gutsche – Jäkel, Marx, Müller, Jelic, Yildiz, Parharidis, Paterno, Ferati (Braun), Herbaly, Sessa (Vulcano).

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.fussball-verbandsliga-sv-fellbach-hellwach-beweglich-temporeich.177a7c9b-448a-414d-8aea-498ccebb70fb.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.fussball-ein-abschied-auf-kruecken.57cf28e8-f83b-41f5-91ef-232aef729e28.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sv-fellbach-trennung-von-giuseppe-greco.68dd21b5-0f38-4e61-8fad-afee4a330764.html




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