Fußball Verbandsliga TSV Heimerdingen: Trainer Riffert stellt die Charakterfrage

Der TSV Heimerdingen mit Trainer Daniel Riffert (re.) liegt neun Punkte vom Relegationsrang entfernt und braucht dringend Punkte. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Trainer Daniel Riffert packt die Spieler des stark abstiegsbedrohten Fußball-Verbandsligisten TSV Heimerdingen für das Spiel gegen VfR Heilbronn an ihrer Ehre.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Natürlich ist beim TSV Heimerdingen niemand zufrieden, wie auch? Der Club ist als Vorletzter in der Verbandsliga eingereiht, neun Punkte fehlen auf den Relegationsrang und in diesem Jahr hat die Mannschaft noch keinen einzigen Dreier eingebucht. An Gründonnerstag (19.30 Uhr) kommt der VfR Heilbronn an die Weissacher Straße – und da stellt sich die Frage: ist das die letzte Chance für den TSV im Kampf um den Ligaverbleib?

 

„Nein, ganz bestimmt nicht“, entgegnet Trainer Daniel Riffert auf die entsprechende Frage, „aber es wird Zeit, dass die Jungs endlich mal Charakter zeigen und den unbedingten Willen zum Sieg an den Tag legen.“

Der Coach ist es überdrüssig, immer wieder lamentierende Aussagen zu hören, die viele Konjunktive wie „hätte“, „könnte“ oder „sollte“ enthalten – er will eine Reaktion auf dem Platz sehen, er will erkennen, dass sich das Team um Kapitän Sebastian Bortel energisch gegen den Abstieg stemmt. „Wir müssen endlich unser Glück erzwingen“, sagt der 36-Jährige, der mit seinen Schützlingen in der Nachbearbeitung der 0:2-Niederlage bei der TSG Balingen II deutliche Worte gesucht und gefunden hat. „Die Jungs müssen Charakter zeigen“, fordert der Coach.

Riffert bemängelt fehlenden Willen

Beim Videostudium des Spiels in Balingen hat Riffert dem Team „an die zehn Situationen“ vorgeführt, bei denen „wir mit dem unbedingten Willen drei Tore hätten schießen können“, unterstreicht er und daher erwartet er, das seine Kicker gegen Heilbronn alles dafür unternehmen, den ersten Sieg 2025 einzufahren.

Weil er das ständige Suchen nach Ausreden auf den Index gestellt hat, will er nicht vertiefen , dass der TSV personell arg gebeutelt ist, zu den bekannten Verletzten gesellt sich der Rot-gesperrte Max Buschermöhle. Zwar ist Rudolf Buxmann leicht angeschlagen, doch er dürfte gegen Mitaufsteiger Heilbronn zu Verfügung stehen. Auch hofft Riffert, dass Martin Kuchtanin soweit fit sein wird, dass er zumindest eine Alternative auf der Bank darstellt.

Es mag nicht die letzte Chance sein im Kampf um den Klassenerhalt, aber bei einer weiteren Pleite gehen Heimerdingen nicht nur die Spieler, sondern auch die Spiele aus, um sich noch vor dem Abstieg zu retten.

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