Der Verbandsligist will den Schwung aus der vergangenen Partie mitnehmen und auch beim VfB Friedrichshafen nachlegen. Derweil will der Verein mit dem Trainer unbedingt weitermachen.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Fantastereien sind nicht die Sache von Michael Bachmann. Der Spielleiter des TSV Weilimdorf sieht die Sache realistisch, weiß, dass der Klassenverbleib bei möglichen sieben Absteigern „sehr schwer“ werden wird. Doch der Aufsteiger von der Giebelstraße hat sich durch den überzeugenden 3:1-Vorwochensieg über die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach die Möglichkeit auf das nächstjährige Klassenticket aufrechterhalten. „Wir spielen eine tolle Saison“, lobt denn auch der der Spielleiter. Vom sicher ligaerhaltenden neunten Rang ist der Aufsteiger vier Zähler entfernt. Durch einen Sieg am Samstag (14 Uhr) beim Tabellensechsten VfB Friedrichshafen sollen die Chancen weiter verbessert werden .

 

Verbandsliga oder doch wieder Landesliga? Diese Frage treibt Bachmann dennoch gerade um. Aber weniger aus rein sportlicher Sicht, wie er sagt, vielmehr ob der personellen Planungen für die kommende Runde. Den ein oder anderen Akteur hätten sie schon in Zukunft im eigenen Aufgebot, manche machten ihr Ja-Wort jedoch von der Liga abhängig, weiß Bachmann. Seine aktuellen Spieler wohl eher nicht. Er rechnet mit größtenteils Zusagen. „Ein wenig Schwund wird es geben, aber es wird bei der Kontinuität, die uns bereits über Jahre auszeichnet und stark macht, bleiben“.

Sicher dabei bleiben der torgefährliche Innenverteidiger Erdinc Bozoglu (sieben Saisontore) und der spielstarke Offensivakteur Samir Genc. Beide haben einen Zwei-Jahres-Vertrag, der für die nächste Runde noch Gültigkeit hat. Zudem hat auch der junge Tarik Bouich verlängert. Dieser kommt nach seiner langen Leidenszeit immer besser in Form, war zuletzt in Verbindung mit Genc eine spielerische Belebung im Weilimdorfer Verbund. Zudem scheint ein weiterer Schachzug von Trainer Oliver Stierle geglückt und für mehr Stabilität im Defensivverbund gesorgt zu haben. Maximilian Kuchler rückte vom defensiven Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Seinen Posten übernahm der regionalligaerfahrene Routinier und häufig als Verteidiger agierende Jonathan Zinram-Kisch. Er trug in Abwesenheit des rotgesperrten Enis Küley die Kapitänsbinde und wird sie sich in Friedrichshafen erneut überziehen.

Bleibt noch die Frage, wer in der kommende Saison auf der Kommandobrücke stehen wird? Wenn es nach dem Spielleiter geht, weiterhin Oliver Stierle. „Ich habe ihm das klar und deutlich kommuniziert, dass wir mit ihm weitermachen wollen. Ich hoffe, er sagt uns bereits nächste Woche zu.“

Derweil fährt der TSV-Trupp samt Fans mit einem Bus an den Bodensee nach Friedrichshafen. Bachmann fantasiert auch vor dieser Partie nicht, hofft aber, „das wir gewinnen und so eine angenehme, fröhliche Rückfahrt nach Stuttgart haben werden“.