Fußball-Verbandsliga: TV Echterdingen Das sagt ein Routinier zur Lage beim TV Echterdingen

Steffen Schmidt (links) glaubt noch an den Klassenerhalt des TV Echterdingen. Foto: Günter Bergmann

Der Mittelfeldspieler Steffen Schmidt spricht über die aktuelle Situation beim Fußball- Verbandsligisten TV Echterdingen und eine Personalie.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Der Routinier und Mittelfeldspieler Steffen Schmidt ist einer der wenig übrig gebliebenen Leistungsträger des TV Echterdingen aus dem Vorjahr. Dementsprechend kennt er sich beim Tabellenvorletzten von den Fildern mit schwierigen Situationen aus. Für eine gute Entscheidung der Abteilungsleitung hält er es, am Trainer festzuhalten, wie er im Gespräch verrät.

 

Herr Schmidt, nach zehn Spielen ohne Sieg und dem 1:5-Heimdebakel gegen den Tabellennachbarn TSV Heimerdingen – glauben Sie noch an den Klassenverbleib des TV Echterdingen?

Ja. Die Chance haben wir immer noch, und wir haben uns noch lange nicht abgeschrieben. Klar wird der Nichtabstieg eine ganz schwierige Aufgabe. Aber wenn wir es schaffen, unsere mannschaftliche Geschlossenheit, wie beispielsweise bei der knappen Niederlage gegen den Spitzenreiter Holzhausen, auf den Platz zu bringen, dann ist alles noch machbar.

Stichwort mannschaftliche Geschlossenheit: Jene hat das Team zu Saisonbeginn ausgezeichnet, scheint aber mittlerweile abhanden gekommen zu sein.

Nach außen hin scheint das möglicherweise so, intern ist der Glaube noch fest vorhanden. Die Mannschaft ist absolut intakt. Trotz einiger verletzter Akteure sind immer 22 Spieler motiviert und engagiert im Training. Die Kunst ist nun, das positive Gefühl vom Training in die Spiele zu transportieren.

Also begrüßt die Mannschaft auch die getroffene Entscheidung der Abteilungsleitung, am Trainer Valentin Haug festzuhalten?

Ich als aktueller Kapitän kann sagen, dass wir alle voll und ganz hinter dem Trainer stehen. Es gibt überhaupt nichts zu kritisieren.

In der Vorsaison war der TVE in einer ähnlich kritischen Lage, hat sich aber durch eine ganze starke Rückrunde noch herausgekämpft. Was kann man aus dieser Erfahrung mitnehmen?

Klar, die personelle Situation war damals eine andere. Aber dennoch lohnt sich der Blick zurück. Wir müssen es erneut schaffen, in einen Flow zu kommen. Das ist durchaus machbar, weil, anders als zum Saisonstart, wir Spieler uns mittlerweile kennen und jeder weiß, wie der andere tickt. Wie gesagt, schaffen wir es, das auf den Platz zu bringen, ist alles noch möglich, zumal die Liga recht ausgeglichen ist, man so gut wie jeden Gegner auch besiegen kann.

Winterzugänge könnten den Flow unterstützen.

Ja, wobei unser größtes Problem im Angriff ist. Unser letztjähriger 19-Tore-Mann Caglar Celiktas hat ja leider immer wieder mit muskulären Verletzungen zu kämpfen. Und Angreifer, die einen gleich weiterbringen, gibt es nicht zuhauf.

Generell, ist der Verein nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Michael Deutsche, Deniz Bulut oder Max Bey zu blauäugig in die Runde gestartet? Mit welchem Gefühl und welchen Erwartungen sind Sie in die Runde gestartet?

Ich glaube nicht. Es fand zwar ein Umbruch statt, doch die geholten Spieler haben größtenteils Verbandsliga-Niveau. Das haben wir in vielen Spielen, die wir dann entweder unglücklich verloren oder nicht gewonnen haben, gezeigt. Klar war, dass die wenigen verbliebenen Akteure das Ganze auffangen und tragen müssen. Es konnte aber niemand erahnen, dass die wichtigen Eckpfeiler wie Kapitän Marvin Kuhn, Caglar Celiktas, Christian Heinrich und auch ich über weite Strecken verletzungsbedingt ausfallen werden.

Sie mussten auch zuletzt frühzeitig vom Platz. Wie ist der Stand der Dinge?

Ich habe einen kleinen Bruch im Wadenbein, für mich ist die Hinrunde gelaufen.

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