Fußball-Verbandsliga: TV Echterdingen Keine Vorwürfe an den finalen Fehlschützen
Der TV Echterdingen lässt beim 1:2 in Oberensingen die späte Chance zum glücklichen Ausgleich liegen. Kritik vom Trainer gibt es allerdings für andere Dinge.
Der TV Echterdingen lässt beim 1:2 in Oberensingen die späte Chance zum glücklichen Ausgleich liegen. Kritik vom Trainer gibt es allerdings für andere Dinge.
Die Last-Minute-Chance auf dramatische Weise vergeben, damit die erste Saisonniederlage kassiert. Und dennoch: Wirklich hadern will bei den Fußballern des TV Echterdingen, dem bisherigen Überraschungsteam dieser Verbandsliga-Saison, keiner. Vielleicht, weil der Leistungsunterschied auf dem Spielfeld einfach zu offenkundig war. „Klar, wir hätten am Ende gerne einen dreckigen Punkt mitgenommen“, sagt der Trainer Valentin Haug nach dem 1:2 vom Freitagabend beim Vorjahresmitaufsteiger TSV Oberensingen, räumt aber nüchtern ein: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Der Gegner war besser als wir.“
Die gleichwohl Topgelegenheit, Dinge auf den Kopf zu stellen, lag in der Nachspielzeit auf dem Silbertablett. Plötzlich Elfmeter für die Echterdinger, nachdem der Gegner den eingewechselten Luis Niesner umgerempelt hatte. Jedoch: Ismail Oguz schoss den Ball um Zentimeter am Tor vorbei. Da in Caglar Celiktas (Muskelfaserriss) und Marvin Kuhn (erst in der Nacht vor dem Spiel aus dem Urlaub zurückgekehrt) beide eigentlichen Strafstoßschützen fehlten, hatte der Neuzugang sich den Ball geschnappt. „Keinerlei Vorwürfe an ihn“, sagt Haug. „Er ist ein Spieler mit ganz feinem Fuß und hat viel Dampf reingebracht.“
Allemal ein Echterdinger Versäumnis hingegen: 65 Minuten lang agierten die Gelb-Schwarzen mut- und harmlos. So konnten sie froh sein, dass ihr Kontrahent nicht schon zur Pause deutlich führte. Das eigene Erwachen kam erst, als den Oberensingern durch den Ex-Zweitliga-Profi Simon Brandstetter (früher MSV Duisburg) und den Ex-Calcio-Kicker Marlon Lander ein Doppelschlag gelungen war (53./58.). Was folgte, war der aus Haugs Sicht positive Teil des Nachmittags: „Die Mannschaft gibt nie auf.“ Reichen sollte es aber nur noch zum Anschlusstreffer von Marc Mägerle, der nach einer Oguz-Ecke mit dem Kopf zur Stelle war.
Der Nürtinger Rivale bleibt für den Filderclub somit ein Angstgegner. Von den sieben direkten Duellen seit der Coronapause haben die Echterdinger sechs verloren. Weiter geht es für sie am nächsten Samstag (18 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SSV Ehingen-Süd.
Martin Dahlem. Lange kein einfaches Spiel für einen Angreifer. Doch der Neuzugang aus Mainz machte bei seinem zweiten Echterdinger Einsatz das Beste daraus. Er rannte, rackerte und gefiel mit Ballsicherheit. Und das auf gleich drei verschiedenen Positionen. Nach dem Beginn als Sturmspitze wechselte Dahlem im Verlauf der Partie erst ins zentrale, dann ins linke Mittelfeld. (Nominierungen: 1)
TSV Oberensingen: Jakovljevic – Miller, Maximilian Gjini, Lander, Herl – Bosler (90. Memic), Hennig, Bulut (46. Zaglauer), Linder (74. Leidenbach) – Tausch (72. Emerllahu), Brandstetter (69. Werner).
TV Echterdingen: Gaspar – Köhler (71. Niesner), Mägerle, Ehret, Jonus – Boljanic (71. Zukic) – Handanagic (63. Pirracchio), Kühnbach Azevedo (63. Prekaj), Vran, Teßmann (71. Oguz) – Dahlem.