Fußball Verbandspokal Die SKV Rutesheim beherrscht auch den Schnellstart

Zweimal für die SKV Rutesheim vom Elfmeterpunkt erfolgreich: Tim Rudloff (li.) Foto: Andreas Gorr

Der Fußball-Landesligist setzt sich in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokals ohne Probleme beim SV Allmersbach mit 5:2 (3:1) durch.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Anfang gut, alles gut: Die SKV Rutesheim hat die erste Hürde im WFV-Pokal so locker genommen wie ein Weltklasse-Hochspringer die 2,20 Meter. 5:2 stand es nach 90 Minuten gegen den Bezirksligisten SV Allmersbach und Christopher Baake hatte einen weitgehend angenehmen Tag auf der Trainerbank verbracht. „Der Sieg war verdient und souverän“, sagte Baake, „was will man mehr?“

 

Für die SKV war es ein Testspiel mit Wettkampfcharakter, der Chefcoach konnte sich in den letzten 20 Minuten sogar den Luxus erlauben, jedem Akteur Spielzeit zu gönnen und so zusätzliche Informationen über den Leistungsstand seines Kaders zu gewinnen. Lediglich in der Schlussphase hatte der 35-Jährige ein paar Kleinigkeiten zu kritteln. „Da haben wir dem Gegner unnötig ein paar Konterchancen eröffnet“, knurrte er.

Ansprache verstanden? Christopher Baake beim Vorbereitungsturnier des TSV Flacht Foto: Andreas Gorr

Doch da war die Partie längst entschieden, denn die SKV kann offenbar nun auch den Schnellstart. Kamen die Rutesheimer in der vergangenen Saison oft nur so schwer auf Touren wie ein alter Diesel-Pkw bei minus 20 Grad Celsius, so funktionierte in Allmersbach die Startautomatik hervorragend. Keine 120 Sekunden waren nach dem Anpfiff verstrichen, da verwertete Marcel Held eine scharfe Hereingabe von Pascal Maier zum 1:0 – den Ball musste er nur aus kurzer Distanz über die Linie drücken (2.). Nach elf Minuten stand es 2:0, nachdem Tim Rudloff einen Strafstoß versenkt hatte. Pascal Maier wurde zuvor beim Dribbling im Allmersbacher 16er reichlich ungestüm von den Beinen geholt. „Wir waren von Beginn an hellwach“, konstatierte Baake, „so will ich das auch in den Punktspielen in der Liga sehen.“

Spielte 90 Minuten durch: Der vergangene Saison lange verletzte SKV-Torhüter Jan Göbel. Foto: Andreas Gorr

Es war ein klares Leistungsplus im Vergleich zum Vorbereitungsturnier in Flacht zu erkennen, wo die SKV nach einem Remis und einer Niederlage an diesem Montag (17.45 Uhr) lediglich um Platz fünf kickt, was den Coach aber nicht wirklich verwunderte. „Da haben wir munter durchgewechselt“, sagte Baake, „das Turnier darf ja auch mal ein anderes Team gewinnen.“ Die SKV ist in Flacht mit acht Erfolgen Rekordgewinner.

Der Rutesheimer Pascal Maier (li.) beim Turnier des TSV Flacht gegen Axel Weeber (SV Leonberg/Eltingen) Foto: Andreas Gorr

In Allmersbach schüttelten sich die Rutesheimer nach dem 1:2 durch Mario Greiner (39.) kurz, um noch vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder herzustellen. Erneut traf Rudloff vom Punkt (45.), davor war Held, der sich einen unglücklichen Rückpass des SV schnappte, von Torhüter Andre Kallenberg abgegrätscht worden. Und nach dem Seitenwechsel legte die SKV ebenfalls wieder den Schnellstartschalter um – Markus Wellert ließ sich nicht bitten und knallte den Ball nach einem Pass in die Tiefe unhaltbar ins SV-Tor (48.).

Co-Produktion der beiden Ex-Merklinger

Auch die Neuzugänge machten auf sich aufmerksam, und zwar in positiver Hinsicht. Der eingewechselte Rückkehrer Gianluca Crepaldi servierte die Kugel punktgenau per Flanke auf den Kopf von Ioannis Savvoulidis, der zum 5:1 einnickte (64.) – eine Co-Produktion der beiden Spieler, die vom TSV Merklingen in den Sportpark Bühl gewechselt waren. Und auch Alexander Grau (vom TV Oeffingen) überzeugte Christopher Baake. „Ihm merkt man seine Erfahrung an, er weiß, was zu tun ist“, befand der Coach.

Das 2:5 durch Felix Geck (66.) und die Nachlässigkeiten in der Schlussphase waren für Baake kleinere Ärgernisse, die er ob der sonst souveränen Leistung verkraften konnte wie ein Elefant einen Mückenstich ohne ein Zucken wegsteckt. Ende gut, alles gut. SKV Rutesheim: Göbel – Held, Russ, Wellert (56. Vaihinger), Obert (48. Crepaldi), Grau, Kiloko, Maier (56. Savvoulidis), Rudloff (69. Feigl), Ludwig, Heiler (69. Walter).

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