Donald Trump plant strengere Einreisebestimmungen. Fans, die zur Fußball-WM 2026 in die USA reisen wollen, sollten genau wissen, welche Dokumente und Genehmigungen sie brauchen. So ist die aktuelle Lage.
Wenn im Sommer 2026 die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika ausgetragen wird, zieht das Hunderttausende Fans aus aller Welt an - natürlich auch aus aus Deutschland. Wer die Spiele in den Vereinigten Staaten live vor Ort erleben möchte, muss dabei aktuelle Einreise- und Visabestimmungen genau kennen. Neben den bekannten Voraussetzungen zeichnen sich derzeit neue Hürden ab, die Reisen in die USA für deutsche Fans komplizierter machen könnten.
Visumfreie Einreise gilt weiterhin
Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich visumfrei in die USA einreisen. Voraussetzung dafür ist ein gültiger elektronischer Reisepass, ein Rück- oder Weiterflugticket, eine gültige ESTA-Genehmigung und gegebenenfalls das Formular I-94, das bei der Einreise über Land oder per Fähre ausgefüllt werden muss. Das Rück- oder Weiterflugticket darf dabei nicht in Kanada, Mexiko oder auf den Karibikinseln enden und muss innerhalb von 90 Tagen nach der Einreise gültig sein. Außerdem dürfen sich Reisende in den vergangenen Jahren nicht in Ländern wie Iran, Syrien oder Kuba aufgehalten haben.
Die ESTA-Anmeldung erfolgt online über das Electronic System for Travel Authorization und muss spätestens 72 Stunden vor Abflug abgeschlossen sein. Zu beachten ist allerdings, dass ein genehmigter ESTA-Antrag keine Garantie für die Einreise in die USA darstellt. Die endgültige Entscheidung treffen die Grenzbeamten bei der Ankunft, die weitere Fragen zu Aufenthaltszweck, Reiseroute und Rückflug stellen können. Falsche oder unvollständige Angaben oder Überschreitungen der erlaubten Aufenthaltsdauer von 90 Tagen können schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, einschließlich Festnahme, Abschiebehaft oder langfristiger Einreisesperren.
Verschärfte Einreisebestimmungen unter Trump
Parallel zu den bestehenden Regeln diskutiert die US-Politik derzeit über verschärfte Einreisebestimmungen, insbesondere im Kontext der Trump-Regierung und ihrer Migrations- und Sicherheitsstrategie. Geplant ist unter anderem eine deutlich umfassendere Datenerhebung bei ESTA-Anträgen, die künftig Informationen wie Social-Media-Accounts der letzten Jahre, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Details zu früheren Wohnorten umfassen könnte. Auch die US-Grenzschutzbehörden sollen erweiterte Überprüfungen durchführen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Antragsteller zusätzliche Nachweise erbringen müssen oder abgelehnt werden. Schon die Ankündigung solcher Maßnahmen hat Reisende verunsichert; in einigen Fällen wurden selbst Austauschprogramme aus Deutschland abgesagt.
Diese restriktive Einreisepolitik wirkt sich bereits auf das Image der USA als Reiseziel aus. Internationale Gästezahlen sind gesunken, politische Debatten und mediale Berichte über Einreiseprobleme haben viele potenzielle Reisende verunsichert. Für deutsche Fußballfans bedeutet dies, dass neben administrativen Hürden auch die Atmosphäre bei der Einreise eine Rolle spielt. Sicherheitskontrollen, erweiterte Befragungen und die Berichterstattung über mögliche Einreiseverweigerungen können zusätzlichen Stress verursachen.
Vorbereitung auf die Einreise im Sommer 2026
Für Fans, die im Sommer 2026 in den USA live dabei sein möchten, ist es entscheidend, ESTA frühzeitig zu beantragen und sich auf mögliche Zusatzfragen oder Datenabfragen einzustellen. Alle relevanten Reisedokumente, Nachweise über Rück- oder Weiterreise und Tickets sollten bei der Grenzkontrolle griffbereit sein. Auch wenn konkrete Verschärfungen zum Turnierbeginn noch nicht endgültig feststehen, lohnt es sich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Trump-Regierung macht für einige Teams Ausnahme
Für das Turnier macht die US-Regierung bei den Einreisen immerhin eine Ausnahme. Teams aus dem Iran, Haiti, dem Senegal oder der Elfenbeinküste hätten sonst an der WM überhaupt nicht teilnehmen können. Für die Fans dieser Mannschaften gilt das allerdings nicht: Sie werden auch während des Turniers nicht in die USA fliegen können.
Rückreise nach Deutschland
Die Rückkehr nach Deutschland gestaltet sich unkomplizierter. Reisende dürfen Waren im Gesamtwert von bis zu 430 Euro zollfrei einführen. Für Genussmittel wie Alkohol und Tabak gelten gesonderte Mengenbegrenzungen. Wer diese Vorschriften beachtet, dem steht einer hürdenfreien Rückreise mit tollen Erinnerungen an die WM nichts im Weg.