Fußball zweite Bundesliga Aufstiegs- und Geburtstagsfeier fallen aus

Von Maximilian Hamm 

Kevin Sessa, jetzt 20, spielt mit dem 1. FC Heidenheim auch künftig Zweitliga-Fußball.

Kevin Sessa Foto: /Privat
Kevin Sessa Foto: /Privat

Fellbach/Heidenheim - Dominic Sessa war nach Heidenheim gefahren zu seinem jüngeren Bruder Kevin, der am Montag 20 Jahre alt wurde. Mit seinen Eltern, die in Fellbach wohnen, und ein paar Freunden versammelte er sich vor dem Fernseher. Der Jubilar dagegen war nicht da. Er war aber ganz in der Nähe, im Stadion, wo er sich selbst das größte Geburtstagsgeschenk machen wollte – den Aufstieg in die erste Bundesliga. Doch die Fußballer des 1. FC Heidenheim scheiterten knapp, am Ende fehlte ihnen ein Treffer. Im Rückspiel der Relegation trennte sich der Tabellendritte der zweiten Bundesliga vom Erstliga-Drittletzten Werder Bremen mit einem 2:2-Unentschieden; nach dem torlosen Remis im Hinspiel reichte das nicht für Kevin Sessa und seine Mitspieler, um den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte zu erreichen. Und so fiel am Montagabend nicht nur die Aufstiegsfeier aus, sondern auch die Geburtstagsfeier.

Am vergangenen Donnerstag war die Freude bei Kevin Sessa dagegen noch groß: In der Mannschaftsbesprechung vor dem Hinspiel in Bremen erfuhr er von seinem Trainer Frank Schmidt, dass er von Beginn an spielen sollte. Erstmals in dieser Saison – und das in einem solch wichtigen Spiel. Zuvor war er lediglich zu Kurzeinsätzen gekommen. Bis zu seiner Auswechslung in der 59. Spielminute zeigte Kevin Sessa eine beherzte Vorstellung, sein Trainer lobte ihn. Am Montagabend saß Kevin Sessa zunächst auf der Bank, kam dann in der 68. Spielminute auf den Rasenplatz und fügte sich gut ins Spiel seiner Mannschaft ein. Tim Kleindienst erzielte wenig später auch den Ausgleichstreffer für den 1. FC Heidenheim, doch am Ende sollte es nicht reichen zum Aufstieg in die erste Liga. „Wenn man von draußen kommt, ist es immer schwierig, sich gleich zurechtzufinden, aber Kevin hat das super gemacht“, sagte Dominic Sessa, der jüngst vom Oberligisten SSV Reutlingen zum SV Fellbach in die Verbandsliga gewechselt war.

Nach dem Spiel blieb Kevin Sessa noch bei der Mannschaft, er wird jetzt ein paar Wochen Zeit bekommen, das Geschehen zu verarbeiten, bevor es dann mit der Vorbereitung auf die nächste Saison weitergeht. Sein Vertrag mit dem 1. FC Heidenheim läuft noch bis zum Sommer 2021. „In der nächsten Runde bekommt er hoffentlich noch mehr Einsatzzeit, der Trainer weiß ja jetzt noch mehr, was er an ihm hat“, sagt sein Bruder Dominic.

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