Der 21-jährige Profi aus Fellbach fühlt sich schon ziemlich gut: Nach seiner Verletzungspause will er in Kürze beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)

Fellbach - Der Patient ist schon wieder ganz schön fit. Auf dem Weg zur Rückkehr in das Mannschaftsgefüge auf dem Grün fehlt wohl nicht mehr allzu viel. Zu sehen waren die Fortschritte im Trainingslager in Algorfa. Kevin Sessa konnte sich zwar noch nicht wieder mit den Teamgefährten vorbereiten. Der 21-Jährige aus Fellbach absolvierte dort bis zum vergangenen Sonntag ein individuelles Programm im Kraftraum und auf dem Rasen. Er fühlte sich dabei aber nicht nur wegen der Frühlingstemperaturen in Südspanien ziemlich gut. „Ich denke, dass ich in zwei Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren kann“, berichtete der junge Fußball-Profi im Trikot des 1. FC Heidenheim seinem Vater Marcelo Sessa. Die ersten Zweitliga-Begegnungen im neuen Jahr – zunächst am Sonntag, 13.30 Uhr, das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt – kommen für ihn zu früh. Aber noch in diesem Monat will sich Kevin Sessa dem Cheftrainer Frank Schmidt wieder für einen Platz im Team empfehlen.

Bereits mit 17 debütierte Kevin Sessa in der zweiten Bundesliga

Der Fußballer mit Fellbacher Wurzeln, davor kaum einmal nennenswert verletzt, zog sich Mitte November im Training einen Muskelriss im linken Oberschenkel zu. Seither arbeitet er Tag für Tag an der Genesung, um bald wieder seine Chance in der zweiten Liga suchen und seinen bemerkenswerten Werdegang beim Klub in Ostwürttemberg fortsetzen zu können. Kevin Sessa war nach Jugendstationen beim VfB Stuttgart, beim FSV Waiblingen und bei den Stuttgarter Kickers im Jahr 2017 ins Nachwuchszentrum des 1. FC Heidenheim gewechselt. Schon knapp ein Jahr später unterschrieb der Teenager, zunächst in der A-Jugend-Bundesliga am Ball, in Heidenheim einen Profivertrag bis Juni 2021, den er vor rund zwölf Monaten um drei weitere Jahre verlängert hat. Bereits mit 17 debütierte Kevin Sessa in der zweiten Bundesliga. Mittlerweile hat er sich bei 48 Spielen mit den Zweitliga-Akteuren der Wirkungsstätte seiner Wahl eingebracht.

Der Marktwert des 20-Jährigen aus Fellbach beträgt 1,2 Millionen Euro

Der Durchbruch unter Männern gelang ihm beim 1. FC Heidenheim in der vergangenen Saison, mit 20. Damals war der Mittelfeldspieler 30-mal auf zweithöchstem Level seiner Sportart gefordert, erzielte zwei Tore und überzeugte generell so, dass sein Marktwert nun 1,2 Millionen Euro beträgt. In der laufenden Runde kam Kevin Sessa über neun Einsätze und 333 Spielminuten nicht hinaus. Die Konkurrenz beim Zweitliga-Sechsten ist groß. „Kevin muss weiterkämpfen“, sagt Marcelo Sessa. Demnächst kann sein jüngster Spross – Dominic Sessa, gerade auf Weltreise, lief zuletzt für den SV Fellbach in der Verbandsliga auf, Nicolas spielt in der dritten Liga für den 1. FC Kaiserslautern – wieder Seite an Seite mit den Heidenheimer Teamgefährten das Zusammenspiel proben. Denn der Patient ist schon wieder ganz schön fit.