Fußballverein in Plieningen Vor dem Training wird gebetet

Die Brüder Luis (links) und Noah Bubeck haben den christlichen Fußballverein Kickers Plieningen gegründet. Foto: /Caroline Holowiecki
Die Brüder Luis (links) und Noah Bubeck haben den christlichen Fußballverein Kickers Plieningen gegründet. Foto: /Caroline Holowiecki

Junge Männer aus Plieningen haben im Sommer einen neuen Fußballverein gegründet. Das Besondere: Die Kicker haben ein christliches Profil.

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Plieningen - Plieningen ist um einen Sportverein reicher. Seit diesem Juli gibt es die Kickers Plieningen. Zu den Gründern gehören die Brüder Luis (24) und Noah (21) Bubeck. Immer mittwochs zwischen 19.30 und 21 Uhr wird auf dem Spielfeld des KV Plieningen an der Straße Im Wolfer trainiert. Aus den acht Gründungsmitgliedern sind binnen weniger Wochen an die 20 Spieler geworden. „Wir sind schön gewachsen, es sind konstant mehr geworden“, sagt Luis Bubeck, der Kassier im Verein. So weit, so normal.

In einem Punkt heben sich die Kickers allerdings von anderen Vereinen ab: Der Fußballclub hat ein christliches Profil. Zwar betonen die Brüder, dass grundsätzlich Sportler jeder Glaubensrichtung willkommen seien, ein paar Rituale gehörten jedoch dazu. „Wir beten vor dem Training gemeinsam“, erklärt der Maschinenbau-Masterstudent Luis Bubeck. Er weiß: „Es ist ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Vereinen.“ Wie kommt das? Der Vater der Brüder ist in der Leitung der örtlichen Christusbundgemeinde. Die Söhne haben dort ehemals in der Jungschargruppe gespielt, später hat sich das Ganze zur Freizeitgruppe weiterentwickelt.

Andacht vor dem Spiel

„Während Corona war’s schwierig“, erzählt Luis Bubeck. Die Sporthalle im Bezirk, in der das Team ehemals gekickt hatte, stand nicht mehr zur Verfügung, Freizeitplätze waren oft belegt. So sei die Idee entstanden, einen Verein zu gründen, um besser an Spielmöglichkeiten zu kommen, Trikots anzuschaffen und insgesamt professioneller auftreten zu können. „Falls sich auch mal Sponsoren melden“, sagt der Lehramtsstudent Noah Bubeck, der stellvertretende Vorsitzende. Mittlerweile spielen die Kickers in der Eichenkreuz-Liga des evangelischen Jugendwerks in Württemberg. Die beiden erklären: Der jeweilige Gastgeber der Ligaspiele richte immer eine Andacht aus. Grundsätzlich stehe bei den Begegnungen der Spaß im Vordergrund. „Wir dachten, das passt sicher gut“, sagt Noah Bubeck.

Die Kickers Plieningen haben durchaus noch Potenzial zu wachsen. Neue Spieler können dazustoßen, sagen die Brüder. Durch einen Zuschuss des örtlichen Bezirksbeirats ist die Platzmiete für ein Jahr gesichert. Zwar sei die Hinrunde jetzt vorbei, doch auch in der Winterpause werde, sofern die Witterung es zulasse, weitertrainiert. Interessenten werden auf dem Instagram-Kanal des Vereins auf dem Laufenden gehalten.




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