Fußweg beim Depot in Stuttgart-Ost Wochenmarkt nur auf Umwegen erreichbar

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Die Sperrung des Durchgangs für Fußgänger beim ehemaligen Depot verärgert nicht nur die Beschicker des Wochenmarktes. Sie klagen über weniger Kunden, weil diese nur über Umwege vom Ostendplatz zu ihnen kommen können.

Der Durchgang beim Depot ist bis auf Weiteres gesperrt. Foto: Jürgen Brand
Der Durchgang beim Depot ist bis auf Weiteres gesperrt. Foto: Jürgen Brand

S-Ost - Die Überbleibsel des ehemaligen Straßenbahndepots beim Ostendplatz mitten im Stuttgarter Osten sind ein Dauerthema im Stadtbezirk. Und die jetzt begonnenen Sanierungsarbeiten dort sorgen einmal mehr für Gesprächsstoff. Wegen der Arbeiten ist der viel genutzte Durchgang zwischen Jakob-Holzinger-Gasse und Schönbühlstraße gesperrt. Fußgänger müssen jetzt weitere Umwege in Kauf nehmen und auch die Wochenmarktbeschicker klagen.

Der Durchgang war ein Argument für den neuen Marktplatz

Der Weg direkt am einstigen Depot entlang ist zwar trotz bestellter Graffiti-Kunst wahrlich keine Schönheit, trotzdem ist er wichtig dort mitten im Stadtbezirk. Er ist die kürzeste Fußweg-Verbindung zwischen dem kleinen Einkaufszentrum samt Stadtbahnanschluss am Ostendplatz beispielsweise zur Raichberg-Realschule oder der Stadtteilbibliothek Ost. Und er ist die kürzeste Verbindung zwischen der Holzinger-Gasse mit dem Rewe und anderen Geschäften zum Wochenmarkt.

Der Wochenmarkt war im vergangenen Jahr wie berichtet wegen der Sanierung der Rewe-Tiefgarage auf diesen Abschnitt der Schönbühlstraße verlegt worden. Der bisherige Standort wurde als Ausweichparkplatz benötigt. Damals war ein Argument für diesen Ausweichplatz gewesen, dass es ja eine kurze fußläufige Verbindung vom Ausweichparkplatz zum neuen Marktplatz gebe – eben durch diesen Durchgang.

Gemeinsamer Termin mit der SSB geplant

Seit der Durchgang gesperrt ist, klagen die Marktbeschicker darüber, dass Kunden weg blieben. Diese müssten nun vom Ostendplatz oder vom Ausweichparkplatz Umwege entweder die Ostendstraße entlang oder am Leo-Vetter-Bad nehmen. Die Beschicker haben sich deswegen an die Bezirksvorsteherin, Tatjana Strohmaier, gewandt, wie diese in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats berichtete. Sie will jetzt einen gemeinsamen Termin mit Vertretern der SSB, den Marktbeschickern und auch den Nutzern der Räume im Depot, die ebenfalls unter der Sperrung leiden, erreichen. Der Ausschuss Ostheim des Bezirksbeirats will sich darum kümmern.

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