Gärbrühe ausgelaufen Ermittlungen nach Unfall an Biogasanlage dauern an

Von red/dpa/lsw 

Im Fall der ausgelaufenen Biogasanlage wird immer noch ermittelt. Seit einem Jahr wartet unter anderem die Gemeinde Engstingen auf eine Entschädigung. Die Versicherung übernimmt den Schaden nicht.

Die stinkende Flüssigkeit war aus einem defekten Behälter für vergorene Lebensmittelreste gelaufen. Foto: 7aktuell.de/Lukas Felder
Die stinkende Flüssigkeit war aus einem defekten Behälter für vergorene Lebensmittelreste gelaufen. Foto: 7aktuell.de/Lukas Felder

Engstingen - Knapp ein Jahr nach der Havarie einer Biogasanlage in Engstingen (Kreis Reutlingen) ermittelt die Staatsanwaltschaft immer noch gegen die Betreibergesellschaft. Man warte noch auf ein Gutachten zur Ursache des Vorfalls, teilte die Staatsanwaltschaft Tübingen kürzlich mit.

Gegen die Biga Energie GmbH & Co. KG wird wegen des Verdachts des unerlaubten Betreibens von Anlagen ermittelt. Am Dienstag wollten Betreiberfirma, Gemeinde und Landkreis über den Stand der Aufarbeitung und mögliche Entschädigungen informieren.

Versicherung übernimmt nicht

Aus einem defekten Behälter für vergorene Lebensmittelreste waren am 11. Januar 2017 rund 1,5 Millionen Liter der stinkenden Flüssigkeit ausgelaufen und hatten Straßen, Keller und einen nahegelegenen Bachlauf verschmutzt.

Die Geschädigten, darunter die Gemeinde Engstingen, warten deshalb auch ein Jahr später noch auf Entschädigung. Die Versicherung des Anlagenbetreibers übernimmt den Schaden nicht. „Die Anlage wurde nicht genehmigt betrieben, daher kommt die SV nicht für den Schaden auf“, teilte eine Sprecherin der Sparkassenversicherungen mit. In so einem Fall müsse derjenige zahlen, der den Schaden verursacht habe.