Gärtringer Ortsmitte Kein Abriss, sondern: Ins Alte Rathaus kommt was Neues
Gärtringen plant die Ortsmitte neu. Der Clou darin: Das Alte Rathaus wird nicht abgerissen. Ganz im Gegenteil. Die Verwaltung kommt in die Gebäude Hauptstraße 16/18.
Gärtringen plant die Ortsmitte neu. Der Clou darin: Das Alte Rathaus wird nicht abgerissen. Ganz im Gegenteil. Die Verwaltung kommt in die Gebäude Hauptstraße 16/18.
Das elegante Gärtringer Rathaus mit seinem luftigen Dachreiter wird nicht abgerissen – das ist eine der schönsten städtebaulichen Erkenntnisse, aus den Plänen für die neue Ortsmitte Gärtringens. Es soll, so beschloss der Gemeinderat schon Mitte April, als Mensa für das neue Schulzentrum dienen, das zur Zeit nördlich des alten Rathauses in den Himmel wächst.
Den nach den ursprünglichen Plänen sollte dort, wo das Alte Rathaus steht, ein neues Rathaus die in der Gemeinde verstreuten Verwaltungssitze vereinen. Der Gemeinderat hat nun das Gebäude Hauptstraße 16/18, wo jetzt noch die Volksbank residiert, als neuen Platz für die Verwaltung erkoren und will die Fläche bald ankaufen.
Es ist eine Planung, die weit in die Zukunft weist, und der Gärtringer Bürgermeister Thomas Riesch hatte in der Sitzung damals ausdrücklich versichert, kein Eigentümer von Häusern im Sanierungsgebiet müsse sich Sorgen machen, dass sein Haus abgebrochen wird – denn der neue Plan der Ortsmitte ist zunächst, was er ist – ein Plan.
Und dass sich Pläne ändern können, sieht man ja einer Neufassung der Sanierungsziele in der neuen Ortsmitte. Diese Neufassung war notwendig geworden, weil sich das übergeordnete Ziel des Plans geändert hatte. Jetzt sieht der Plan, entworfen vom Büro „Baldauf Architekten und Stadtplaner“ vor, dadurch mehr Wohnungen zu bauen, dass die neue Ortsmitte nachverdichtet wird.
Östlich des Alten Rathauses plant die Gemeinde jetzt eine umfassende Neuordnung mit dem Abriss der alten Gebäude und eventuell auch einem Neuzuschnitt der Grundstücke. Westlich des Alten Rathauses wird der Rohrweg als Erschließungsstraße verschwinden und die Straßenfläche wird dem Platz vor der Ludwig-Uhland-Schule zugeschlagen.
An der Ecke Rohrweg/Wilhelmstraße ist ein Wohn- und Geschäftshaus geplant, das auf einer Tiefgarage stehen soll, die von der Hauptstraße aus zugänglich sein wird. Die Gebäude Hauptstraße 28 und 28/1 sollen abgebrochen und neu erbaut werden, die weiteren Gebäude sollen erneuert werden bis auf das schmucke Haus auf der Hauptstraße 48. Es ist das letzte erhaltende Bauernhaus im Gebiet und zeugt von einer Vergangenheit, als Gärtringen noch ein reines Bauerndorf war.