Die Neuigkeiten im Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach überschlagen sich in den vergangenen Wochen. Neue Anlage, neue Bärin, neue Regeln – ein Neuanfang mit neuem Namen.

Nachdem die Nachrichtenwelt rund um den Bärenpark Schwarzwald kaum noch stillzustehen scheint, wird die Ankunft der Wildbärin JJ4 im Schwarzwald nun mit einem neuen Namen gefestigt. „Ein neuer Name für einen neuen Anfang“, schreibt der Bärenpark auf Instagram, wie der Schwarzwälder Bote berichtet. 

 

Der Bärenpark hatte bewusst stets die wissenschaftliche Bezeichnung für die Wildbärin genutzt, „um in dieser schwierigen und medial sehr aufgeladenen Situation zunächst die nötige Distanz und Sachlichkeit zu wahren.“

Die Diskussionen rund um JJ4, die in den Medien auch „Gaia“ genannt wurde, waren besonders in der Touristen-Region Trentino und dem Schwarzwald aufgeladen.

In Italien tötete sie 2023 einen Jogger, im Schwarzwald fand sie inzwischen ein neues Zuhause, nachdem Tierschützer gegen ihren Abschuss appelliert hatten. Seitdem galt sie im Volksmund als „Problembärin“. Der Bärenpark machte von Anfang an klar: Das Weiterleben in Gefangenschaft sei die Höchststrafe für eine Wildbärin.

Die Bärin „Luna“ ist in einer Hochsicherheitsanlage untergebracht. Foto: Stiftung für Bären

Für den Bärenpark kam der Name „Gaia“ dabei gar nicht infrage, da es bereits eine Wölfin im Park gibt, die den Namen trägt. Zudem wollte der Park laut Mitteilung den Neustart im Schwarzwald mit einem neuen Namen symbolisieren.

„Luna“ soll die Wildbärin in Zukunft heißen. Warum? „Der Mond steht seit jeher für Wandel, Ruhe und den Zyklus des Neubeginns. Genau das wünschen wir der Bärin: Dass sie trotz der stürmischen Jahre und der Ungerechtigkeit, die ihr widerfahren ist, nun ihre eigene Ruhephase findet, sicher ist und in ihrem eigenen Rhythmus leben darf“, teilt der Park mit.